Sanfte Hilfe für kleine Schniefnasen – Ist Ihre Kinder-Hausapotheke winterfit?

Husten, Schnupfen, Erkältungszeit - vor allem Kinder sind in der kalten Jahreszeit leichtes Opfer für Viren und Bakterien. Ihr Immunsystem muss erst noch lernen, wie es solche Angriffe abwehrt. Hat es die Kleinen erwischt, ist besondere Sorgfalt geboten.

Die Hausapotheke für Kinder fit machen

Zunächst gilt es zu entrümpeln: Medikamente und Hilfsmittel, die ihr Verfallsdatum überschritten haben, sollten in Apotheken oder Ordnungsämtern abgegeben werden (nicht in den Hausmüll werfen!). Überprüfen Sie Ihre Hausapotheke am besten einmal im Jahr und ersetzen Sie abgelaufene durch neue Medikamente. Gewöhnen Sie sich an, verbrauchte Materialien möglichst bald zu ersetzen und auf den Verpackungen das Anbruchsdatum zu notieren. Lagern Sie Ihre Apotheke außer Reichweite der Kinder - weit oben und verschlossen – und am besten in Räumen mit eher niedriger Luftfeuchtigkeit und halbwegs konstanten Temperaturen (z. B. im dunklen, kühlen Schlafzimmer).

Allgemeine Checkliste einer kindgerechten Hausapotheke

Es folgt eine Übersicht, was Ihre Hausapotheke für Kinder enthalten könnte. Allerdings gibt es keine allgemeingültige Lösung. Wie Sie Ihre persönliche Apotheke bestücken, hängt auch vom Alter Ihres Kindes, von den Vorlieben und Gewohnheiten (Saft, Tabletten oder Zäpfchen, homöopathische Globuli, Heilpflanzenpräparate, Wickel) sowie von den Erkrankungen ab, an denen ihr Kind häufig leidet (z. B. Brustwickel, wenn es oft eine Bronchitis hat, Halswickel bei Mandelentzündungen, Ohrenwickel bei Ohrenschmerzen). Dazu kommen selbstverständlich ggf. noch individuelle, vom Arzt verschriebene Arzneien. 

Was sollte rein in die Hausapotheke?

  • Fenchel-Kümmel-Anistee gegen Blähungen und Durchfall
  • Pfefferminz- oder Kamillentee gegen Bauchschmerzen und Übelkeit
  • Lindenblüten- oder Salbeitee gegen Erkältungen
  • Pfefferminzöl zum Einreiben gegen Kopfschmerzen
  • Digitales Fieberthermometer
  • Wunddesinfektionsmittel
  • Wund- und Heilsalbe
  • Wund- und Brandgel
  • Für Kinder geeignete abschwellende Nasentropfen oder Kochsalzlösung
  • Hustensaft auf pflanzlicher Basis
  • Kindgerechte Fieber- und Schmerzzäpfchen
  • Kalt-Warm-Kompresse (Es ist ratsam eine Kompresse im Gemüsefach des Kühlschranks einsatzbereit zu haben.)
  • Wärmflasche
  • Wickelset
  • Pflaster, Mullbinden, elastische Binden, Brandwundenauflagen, eventuell Sprühpflaster
  • Verbandschere, (Splitter-)Pinzette, Zeckenzange, Gummihandschuhe, Holzspatel
  • Notfalladressen und -telefonnummern

Ist das Medikament überhaupt für mein Kind geeignet?

Nicht jede Medizin, die für Erwachsene gut ist, eignet sich auch für Kinder. Im Zweifelsfall sollten Eltern immer erst einen Arzt fragen, bevor sie zu Tabletten und Tropfen greifen. Doch auch in "Omas Schatzkiste" lassen sich einige sanfte Hilfen finden. Kinder dürfen in der Regel nicht mit Medikamenten für Erwachsene behandelt werden, dürfen also auch nicht einfach in einer niedrigeren Dosierung gegeben werden.

Besonders für Babys und Kinder unter drei Jahren sind viele Medikamente tabu. Selbst solche, die bei Erwachsenen meist gut verträglich sind. So kann beispielsweise die in vielen Schmerz- und Fiebermitteln enthaltene Acetylsalicylsäure bei kleinen Kindern schwere Leberschäden verursachen. Grund genug, gerade im Herbst die Kinder-Hausapotheke winterfit zu machen.

Aktualisiert: 02.09.2016 - Autor: DAK / Überarbeitung: Dagmar Reiche

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