Kräutertee: Zubereitung

Kräutertee © congerdesign

Kräutertees sind gesund und preiswert und eignen sich vor allem zur Behandlung leichterer Alltagserkrankungen, wie Erkältungskrankheiten, Verdauungsstörungen und leichten Atemwegserkrankungen. Aber auch zur Stoffwechselanregung und zur allgemeinen Krankheitsvorbeugung.

Zubereitung von Kräutertees

Bei der Zubereitung von Kräutertee ist Sorgfalt nötig, damit der Tee auch richtig wirken kann. Man unterscheidet zwischen Aufguss, Extrakt (Auszug) und Abkochungen:

  • Beim Aufguss werden die gewünschten Tee-Kräuter ganz klassisch mit kochendem Wasser übergossen, abgedeckt und nach 5-15 Minuten abgesiebt (im Fachjargon auch "Abseihen" genannt).
  • Beim Abkochen werden die Kräuter zunächst mit kaltem Wasser bedeckt und erst dann aufgekocht (3-15 Min.), danach abgesiebt.
  • Ein Auszug wird überhaupt nicht gekocht. Man lässt die Kräuter bis zu 8 Stunden in kaltem Wasser ziehen; danach werden sie abgesiebt.

Hinweis: Heilpflanzen-Tees gelten nach dem Arzneimittelgesetz als Arzneimittel. Länger als 4 Wochen sollten sie deshalb nicht ohne ärztlichen Rat eingenommen werden.

Kräuter sammeln und aufbewahren

Kräuter selbst in der Natur zu sammeln und zuzubereiten macht Spaß. Der Hobbysammler sollte sich aber auch ein bisschen auskennen, damit es nicht zu Verwechslungen kommt. Die Blätter des Huflattichs und die der Pestwurz sehen sich zum Beispiel zum Verwechseln ähnlich. Erkennt man den Unterschied zwischen Bärlauchblättern und denen der giftigen Herbstzeitlose nicht, kann dies sogar tödliche Konsequenzen haben.

Hier ein paar Tipps zum Sammeln von Kräutern:

  • Wer Kräuter sammeln möchte, sollte die Naturschutzbestimmungen kennen und keine geschützten Pflanzen sammeln, zum Beispiel die Arnika.
  • Um die eigene Gesundheit zu schonen, lässt man Pflanzen an stark befahrenen Straßen besser stehen und auch gedüngte Wiesen sollte man meiden.
  • Um die gesammelten Pflanzen zu schonen und ihre wirksamen Bestandteile zu erhalten, trägt man sie am besten in einem Korb (nicht in einer Plastiktüte) nach Hause.
  • Zu Hause werden die Kräuter abgewaschen und auf Hürden bzw. in einem Leinensäckchen aufgehängt getrocknet. Dies darf nicht bei zu großer Hitze oder unter direkter Sonneneinstrahlung geschehen, da sonst die wertvollen Pflanzenwirkstoffe abgebaut werden.
  • Die getrockneten Kräuter werden zerkleinert und in dunklen Glasgefäßen aufbewahrt. Am besten werden diese beschriftet. Denn Pflanzen mit empfindlichen Wirkstoffen sollten nicht länger als 1 Jahr aufbewahrt werden.

Aktualisiert: 22.09.2016 – Autor: Ina Mersch

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