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Bäume mit Heilkräften

Baum mit Heilkräften © rawpixel

Bäume sind nicht nur schön anzuschauen. Sie haben auch hohe Symbolkraft, spenden Luft zum Atmen und bereichern durch ihre heilenden Substanzen die Hausapotheke. Wer Ruhe sucht, geht in den Wald. Für viele Menschen sind Bäume ein energiespendender Zufluchtsort. Ihre mitunter imposante Größe und ihre lange Lebensdauer tragen dazu bei, dass sie schon zu Urzeiten in den meisten Kulturen und Religionen besondere Bedeutung erlangt haben.

Symbolische Bedeutung des Baumes

Viele Bäume werden Hunderte von Jahren alt und überdauern Generationen von Menschen. Daher verwundert es nicht, dass der Baum als Symbol für ewiges Leben, Weisheit, Fruchtbarkeit und als steter Kraftquell angesehen wird.

In den Liedern der Wikingerzeit wird der Kosmos als gewaltiger Baum erklärt: Die Krone einer Esche stützt den Himmel, in der Baummitte leben die Menschen und seine Wurzeln sind im Unterirdischen verankert. Keltische Priester der Antike nannten sich Druiden, was übersetzt Eichenkundiger bedeutet, und brachten damit ihre Fähigkeiten als Wahrsager und Richter mit der Symbolkraft der Eiche zusammen.

Auch die Bibel verweist auf die Kraft der Bäume. So ist vom Zedernöl die Rede, das sich eignet, um Wunden zu heilen und Schmerzen zu lindern. Noch heute haben einige Rituale bei uns Bestand: Zur Geburt eines Kindes pflanzen manche Eltern einen Baum und in ländlichen Regionen stellen die Menschen einen Maibaum auf, um den Frühling zu begrüßen.

Nutzen von Bäumen

Neben der Symbolkraft bezieht der Mensch auch ganz praktischen Nutzen aus Bäumen: Mit dem Holz baut er Häuser und Möbel oder entfacht wärmendes Feuer. Bäume tragen dazu bei, dass Leben auf dem Planet Erde überhaupt möglich ist. Grüne Pflanzenteile, also auch die Blätter von Bäumen, wandeln Kohlendioxid unter Einfluss von Licht in Sauerstoff um, den der Mensch zum Atmen braucht.

Nicht zuletzt dienen Teile bestimmter Bäume als Nahrungsmittel oder sind ein fester Bestandteil in der Naturheilkunde. Denn nicht nur Kräuter, Gräser und Sträucher werden wegen ihrer heilenden Inhaltsstoffe in der Behandlung von Krankheiten eingesetzt – auch Blüten, Blätter und Rinde von Bäumen bereichern die Naturheilapotheke um sehr wirksame Substanzen. Hier einige Beispiele, welche Kraft in Bäumen steckt.

Eukalyptus - der Schleimlöser

Herkunft: Noch heute sind 70 Prozent der Bäume in Australien Eukalyptusarten, aber auch in Teilen Indonesiens und anderen subtropischen Regionen wachsen diese meist hartholzigen Bäume oder Sträucher. Eine Riesen-Eukalyptusart - knapp 100 Meter hoch und bis zu 20 Meter Stammumfang - wächst in Tasmanien.

In Sumpfgebieten wird der Baum häufig zur Trockenlegung des Bodens angepflanzt. Neben der Gewinnung neuen Landes entzieht man so den Malaria übertragenden Mücken ihren warmen sumpfigen Lebensraum. Für die meisten Tiere ist der Baum giftig, aber nicht für Koalabären, die sich von ihm ernähren.

Wirkung: Für die Heilkunde gewinnt man aus den Blättern und Zweigen von bis zu 50 unterschiedlichen Eukalyptusarten ein ätherisches Öl, am häufigsten von Eukalyptus globulus. Schon die Ureinwohner Australiens nutzten das Öl als fiebersenkendes Mittel. Der Hauptinhaltsstoff Cineol wirkt schleimlösend, entspannt die Muskeln und hilft Bakterien und Pilze abzutöten.

Präparate: Tabletten, Öle, Kapseln, Balsam, Badezusatz, Bonbons

Einsatzgebiete: Erkältungen

Vorsicht: Nicht für Kinder unter sechs Jahren, bei Schwangerschaft, schweren Lebererkrankungen oder entzündlichen Magen- Darm- und Galle-Krankheiten.

Tipp: Eukalyptus-Inhalationen lösen festsitzenden zähen Schleim.

Aktualisiert: 07.03.2014

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