Homöopathie bei Arthrose, Rheuma und Gelenkschmerzen

In der Homöopathie gibt es zahlreiche Mittel, die bei Gelenkbeschwerden bis hin zu Rheuma und Arthrose eingesetzt werden können. Während diese Schmerzen bei Arthrose auf eine Rückbildung des Gelenkknorpels sowie Schädigungen der angrenzenden Muskeln, Gelenkkapseln und Knochen zurückzuführen sind, liegt bei Rheuma eine chronische Entzündung von Muskeln, Sehnen oder Knochen vor. Auch die Gelenke können betroffen sein. Man spricht dann von einer rheumatoiden Arthritis. Des Weiteren können Gelenkschmerzen im Laufe der Wechseljahre zunehmen, da bei Frauen ab dem 35. Lebensjahr Muskelmasse abgebaut wird.

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Gelenkschmerzen mit Homöopathie behandeln

Frau mit Gelenkschmerzen © Getty Images/Science Photo Library
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Besonders häufig treten bei Arthrose und rheumatoider Arthritis Beschwerden im Finger-, Knie- oder Handgelenk auf. Bei beiden Erkrankungen können die Gelenke anschwellen und schmerzen. Neben der klassischen Behandlung können auch homöopathische Mittel als begleitende Therapie zur Linderung der Schmerzen eingesetzt werden. Welche Mittel das sind und was Sie bei der Einnahme beachten sollten, erfahren Sie im Folgenden.

Anwendung von Homöopathika bei Gelenkbeschwerden

Frau nimmt Globuli © Getty Images/EThamPhoto
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Liegen Gelenkschmerzen durch Rheuma oder Arthrose vor, können homöopathische Komplex- oder Einzelmittel angewendet werden – in Form von Tropfen, Globuli, Injektionen, Salben oder Tabletten. Diese Mittel sollen begleitend zur herkömmlichen Therapie dabei helfen, die Gelenkbeschwerden zu lindern. Die homöopathischen Mittel sollten nur nach Rücksprache mit einem*einer Homöopath*in zum Einsatz kommen.

Werden Einzelmittel genutzt, dann in der Regel in der Potenz D6 oder D12. Mittel mit ersterer Potenz sollten höchstens zehnmal, mit letzterer höchstens sechsmal täglich eingenommen werden.

Rhus toxicodendron (Eichenblättriger Giftsumach)

Rhus toxicodendron © Getty Images/Ed Reschke
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Rhus toxicodendron wird angewendet, wenn vor allem die großen Gelenke, wie die Schulter oder das Knie, von Schmerzen betroffen sind und diese sich reißend und ziehend anfühlen.

 

Cimicifuga (Trauben-Silberkerze)

Trauben-Silberkerze
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Cimicifuga wird eingesetzt, wenn die Schmerzen in den Gelenken stromstoßartig sind und wie "Blitze" einschießen. Auch wenn sich die Gelenke ruhelos anfühlen, kommt das Homöopathikum zur Anwendung.

Pulsatilla (Kuhschellen)

Kuhschellen © Getty Images/Clive Nichols
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Sind die Gelenkschmerzen in ihrer Stärke und ihrer Lokalisation wechselnd und werden als ziehend und reißend beschrieben, werden homöopathische Mittel mit Pulsatilla angewendet. Auch bei Schwellungen wird Pulsatilla genutzt.

Colchicum (Herbstzeitlose)

Herbstzeitlose © Getty Images/skymoon13
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Treten besonders heftige Gelenkschmerzen durch Rheuma oder Arthrose mit Rötungen und Schwellungen der betroffenen Gelenke auf, wird Colchicum als homöopathisches Mittel eingenommen. Auch wenn Knochenhaut und/oder Gelenkinnenhaut betroffen sind, kommt Colchicum zum Einsatz.

Belladonna (Tollkirsche)

Tollkirsche © Getty Images/ """Ahrens, Ariadne"""
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Belladonna ist vielen als Bestandteil der "klassischen Homöopathie" bekannt. Bei geröteten, heißen und geschwollenen Gelenken, die sich bei Erschütterungen und Berührungen sehr empfindlich zeigen, wird Belladonna angewendet.

Ledum (Sumpfporst)

Sumpfporst © Getty Images/Mikko Karjalainen
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Nehmen die Beschwerden bei Erschütterung zu und "wandern" die Schmerzen von den Füßen nach oben, wird häufig der Einsatz von Ledum empfohlen.

Bryonia (Zaunrübe)

Zaunrübe © Getty Images/Paul Starosta
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Bei akuten Gelenkschmerzen, die auch die Gelenkinnenhaut betreffen, werden homöopathische Mittel mit Bryonia empfohlen. Auch bei Spannungsgefühl und stechenden Schmerzen werden sie angewendet.

Arnica (Arnika)

Arnika © Getty Images/Westend61
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Arnica ist vielen Menschen ein Begriff. Bei Taubheitsgefühlen oder einem Gefühl von Zerschlagenheit sowie bei Schwellungen der Gelenke wird das homöopathische Mittel eingesetzt.

ICD-Codes für diese Krankheit:
ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für Diagnosen, die Sie z.B. auf Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen finden.
M19.-, M05, M06

Quellen

Aktualisiert: 07.09.2021 - Autor: Jasmin Rauch, Medizinredakteurin