Aktuelle Nachrichten & Meldungen

Hier finden Sie aktuelle Nachrichten aus dem Bereich Gesundheit – aus Deutschland und der ganzen Welt.

Zum aktuellen Thema Coronavirus (SARS-CoV-2) und der daraus resultierenden Erkrankung COVID-19 finden Sie hier täglich aktuelle Meldungen. Eine Zusammenstellung unserer Corona-News finden Sie außerdem hier. Darüber hinaus informieren wir Sie in unserem Themenspezial zum Coronavirus ausführlich über Ansteckung, Symptome, betroffene Risikogruppen, Schutzmaßnahmen und vieles mehr.

Coronavirus Spezial-Newsletter

 

Interessieren Sie sich für einen anderen Themenbereich? Dann besuchen Sie unsere Themenseiten mit aktuellen Nachrichten rund um:

Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erreicht mit 840,3 weiteren Höchstwert

Der Inzidenzwert bei den Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat erneut einen Höchstwert erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Sieben-Tage-Inzidenz am Montagmorgen mit 840,3 an. Am Sonntag hatte der Wert bei 806,8 gelegen, am Montag vergangener Woche bei 528,2. Die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden betrug nach Daten der Gesundheitsämter am Montag 63.393 - nach 85.440 am Vortag und 34.145 am Montag vergangener Woche. Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, wurden am Montag 28 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gezählt. Seit Pandemie-Beginn verzeichneten die Gesundheitsämter laut den jüngsten Angaben des Instituts insgesamt 8.744.840 Infektionsfälle. Die Gesamtzahl der registrierten Corona-Toten in Deutschland liegt nun bei 116.746. Die Zahl der von einer Erkrankung durch das Coronavirus genesenen Menschen in Deutschland beziffert das RKI mit rund 7.273.100.In Deutschland dominiert mittlerweile die hochansteckende Omikron-Variante des Coronavirus. Am Montag wollen die Spitzen von Bund und Ländern deshalb über neue Maßnahmen beraten. In einem Beschlussvorschlag vom Sonntag wird auf Neuinfektionen von inzwischen täglich über 100.000 Fällen und die jüngste Einschätzung des Expertenrats der Bundesregierung verwiesen. Demnach könnte die Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner bei den Neuinfektionen regional bald Werte "von mehreren tausend erreicht werden".Als entscheidenden Maßstab für eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen hatten Bund und Länder im November die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz festgelegt. Dieser Wert gibt an, wieviele Menschen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen. Laut dem aktuellsten RKI-Bericht vom Freitag lag die Hospitalisierungsinzidenz bundesweit bei 3,77.

MPK-Beschlussvorlage: Bund und Länder planen bei Corona-Maßnahmen keine Lockerungen

Angesichts der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante planen Bund und Länder keine Lockerung der bestehenden Corona-Maßnahmen. Es bestehe Einigkeit, "dass die bisher geltenden Regeln für soziale Kontakte und Veranstaltungen weiterhin Bestand haben", heißt es nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP im Beschlussvorschlag für eine Videoschaltkonferenz der Regierungschefs am Montag. Wegen Engpässen bei PCR-Tests sollen diese demnach zudem fortan prioritär für bestimmte Gruppen zur Verfügung stehen.Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder beraten am Montagnachmittag erneut über die Corona-Lage. Die Omikron-Variante des Coronavirus verbreite sich "sehr schnell" und könne zu "sehr vielen Krankenhausaufnahmen" führen, heißt es in der Beschlussvorlage vom Sonntagnachmittag. Bund und Länder stimmten deshalb darin überein, "dass der bisherige Kurs fortgesetzt wird und die geltenden Maßnahmen konsequent weitergeführt werden".In dem Beschlussvorschlag wird auf Neuinfektionen von inzwischen täglich über 100.000 Fällen und die jüngste Einschätzung des Expertenrats der Bundesregierung verwiesen. Demnach könnte die Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner bei den Neuinfektionen regional bald Werte "von mehreren tausend erreicht werden". Bundesweit lag der Wert am Sonntag 806,8."Die derzeit hohe und voraussichtlich weiter steigende Zahl der Neuinfektionen führt zu Engpässen bei den verfügbaren PCR-Tests", heißt es in dem Beschlussvorschlag weiter. "Die Labore sind bereits in Teilen überlastet. Bei auftretenden Engpässen ist es daher unabdingbar, Priorisierungen vorzunehmen."Weiter zur Verfügung stehen sollen PCR-Tests für das Personal "insbesondere in Krankenhäusern, in Praxen, in der Pflege, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und für Personen mit dem Risiko schwerer Krankheitsverläufe", heißt es weiter. Zudem sollen PCR-Tests weiter für Hochrisikopatienten genutzt werden.Für den Großteil der Bevölkerung soll auf eine Bestätigung einer durch einen Schnelltest angezeigte Infektion durch einen PCR-Test verzichtet werden. "Die notwendige Nachtestung soll im Falle eines Engpasses an PCR-Testkapazitäten stattdessen mit einem zweiten überwachten qualitativ hochwertigen Antigentest erfolgen", heißt es. Dies gelte auch bei Warnungen durch die Corona-Warn-App (rote Kachel), die bisher einen kostenlosen PCR-Test ermöglicht. Beim Freitesten aus Isolation und Quarantäne nach sieben Tagen wird nun ebenfalls auf Antigen-Schnelltests statt auf PCR-Tests gesetzt. Für die Krankenhausbelastung entscheidend sei, wie sich die Zahl der Erkrankungen bei den ungeimpften Erwachsenen über 50 Jahre entwickele, heißt es in der Beschlussvorlage. Denn in der älteren Bevölkerung sei der Anteil der Ungeimpften "mit rund drei Millionen Menschen noch immer sehr hoch". Laut Expertenrat sei zu erwarten, dass sie bei einer Erkrankung "häufig stationär im Krankenhaus behandelt" werden müssten.Scholz und die Regierungschefs und -chefinnen der Länder wollen deshalb die Impfkampagne nochmals verstärken. Anders als im Beschlusspapier der letzten Bund-Länder-Beratungen von Anfang Januar wird eine allgemeine Impfpflicht aber nicht mehr erwähnt. Damals hatten diese neben Scholz alle 16 Bundesländer unterstützt.

Dahmen: Impfpflicht sollte spätestens im August in Kraft treten

Janosch Dahmen, gesundheitspolitischer Sprecher der Grünenfraktion und Mit-Initiator des Antrags für eine allgemeine Impfpflicht, hat sich erstmals umfassend zur möglichen Ausgestaltung einer Impfpflicht geäußert. Er sei für eine Impfpflicht ab 18 Jahren, sagte Dahmen der "Bild am Sonntag" (BamS). Aus seiner Sicht solle die Impfpflicht ab Sommer gelten. Auch aufgrund der Gefahr von langfristigen Schäden durch Covid-19 sei es wichtig, dass sich alle Altersgruppen impfen lassen, mahnte Dahmen. Aus seiner Sicht solle sich jeder Erwachsene dreimal gegen das Coronavirus impfen lassen. "Der aktuelle wissenschaftliche Stand ist, dass man mit drei Impfungen sehr, sehr gut vor einer schweren Erkrankung geschützt ist", sagte Dahmen der "BamS". Alle weiteren Auffrischungsimpfungen würde er zwar medizinisch empfehlen, "aber nicht vorschreiben".Wer sich trotz Impfpflicht nicht impfen lasse, solle mit einem Bußgeld rechnen müssen, sagte Dahmen weiter. Er plädiere für ein Bußgeld in mittlerer dreistelliger Höhe. "Bevor das fällig wird, sollte den ungeimpften Personen allerdings eine Frist von etwa sechs Wochen eingeräumt werden, um die Impfung nachzuholen", empfahl er. Gegen "besonders Uneinsichtige" sollten immer wieder Bußgelder verhängt werden. Es müsse verhindert werden, "dass sich Leute einfach freikaufen". Haftstrafen lehne er aber ab. Andere Sanktionen würden reichen.Bis Ende März könne das Gesetz beschlossen sein, sagte Dahmen. "Dann brauchen wir das zweite Quartal, um sehr intensiv zu impfen. Dann kann die Impfpflicht im Juli oder August in Kraft sein", sagte der Grünen-Politiker der "BamS".Im Bundestag soll ohne Fraktionszwang über die Impfpflicht abgestimmt werden, die Abgeordneten sind nur ihrem Gewissen verpflichtet. Die Anträge sollen fraktionsübergreifend erarbeitet werden. CDU und CSU im Bundestag wollen nach derzeitigem Stand keinen eigenen Antrag zur Einführung einer Impfpflicht vorlegen.

Expertenrat mahnt Vorbereitungen auf weitere Verschärfung der Corona-Lage an

Der Expertenrat der Bundesregierung hat gründliche Vorbereitungen auf eine mögliche weitere Verschärfung der Corona-Lage angemahnt. Wenn weitere "kritische Marken" wie etwa eine hohe Hospitalisierungsrate erreicht würden, seien weitergehende Schutzmaßnahmen nötig, heißt es in der am Samstagabend von der Bundesregierung verbreiteten Stellungnahme des Expertenrats. Diese Maßnahmen sollten daher "jetzt so vorbereitet werden, dass sie ohne Verzögerung umgesetzt werden können".Zudem forderten die Fachleute unter Verweis auf das "hochdynamische Infektionsgeschehen" eine "strikte Umsetzung der bisherigen Maßnahmen". Zugleich zeigten die Wissenschaftler auch eine Perspektive für ein Zurückfahren der Corona-Restriktionen auf. Wenn die Grundimmunität in der Bevölkerung zunehme und die Zahl der Neuinfektionen und die Zahl der Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern zurückgehe, sollten die Kontaktbeschränkungen wieder stufenweise zurückgefahren werden, heißt es in dem Papier. Als wesentliche Maßnahme zur Überwindung der Corona-Pandemie betrachtet der Expertenrat weiterhin die Impfung. Es sei "dringend erforderlich, die verbliebenen Immunitätslücken in der Gesellschaft durch Impfungen zu schließen", erklärte er. Ansonsten sei immer wieder mit "starken Infektions- und Erkrankungswellen zu rechnen".Dem Expertenrat gehören 19 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen unterschiedlicher Fachrichtungen an. Die Empfehlungen des Gremiums, die sich auch mit der Datenerhebung und der Digitalisierung in der Pandemie befassen, wurden kurz vor der Ministerpräsidentenkonferenz am Montag veröffentlicht. Dabei wollen die Länderchefs mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) über das weitere Vorgehen angesichts der Ausbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus beraten.yb 

Tausende Schweden demonstrieren gegen Impfpasspflicht bei größeren Veranstaltungen

Tausende Menschen haben in Schweden gegen die Corona-Impfpasspflicht für bestimmte Veranstaltungen demonstriert. In der Hauptstadt Stockholm zogen am Samstag etwa 9000 Demonstranten zu dem zentralen Platz Sergels Torg und riefen "Nein zu den Impfpässen, Ja zur Freiheit". Die Kundgebung wurde von einer Gruppe organisiert, die sich selbst Freiheitsbewegung nennt. Einige Teilnehmer trugen Kennzeichen extremistischer Gruppen wie der Neo-Nazi-Gruppe NMR.Schwedens Sicherheitspolizei Sapo hatte vorab vor dem Aufmarsch von Neo-Nazis bei den Protesten gegen den Corona-Impfpass gewarnt. Einige der Demonstranten in Stockholm waren vermummt, außerdem wurden rote Leuchtraketen gezündet. Nach Angaben der Polizei gab es aber keine gewaltsamen Zusammenstöße. Wegen der Proteste hatten am Samstag vorsorglich mehrere Corona-Impfzentren in Stockholm früher geschlossen. Eine weitere Demonstration der Impfpassgegner mit etwa 1500 Teilnehmern fand in Göteborg, der zweitgrößten Stadt des Landes, statt.Die Corona-Impfpasspflicht war am 1. Dezember in dem skandinavischen Land eingeführt worden. Seit dem 12. Januar müssen Teilnehmer von Veranstaltungen in Innenräumen mit mehr als 50 Menschen eine vollständige Corona-Impfung nachweisen. "Wir müssen in der Lage sein, selbst zu entscheiden, was wir mit unseren Körpern tun wollen", sagte die 30-jährige Demonstrantin Julia Johansson bei der Kundgebung in Stockholm mit Blick auf die Corona-Impfung. Die 35-jährige Aida Begovic klagte über einen Impfzwang: "Egal, wie oft gesagt wird, dass es keine  Voraussetzung ist, ist es das doch, wenn Du sonst Deine Rechte in der Gesellschaft verlierst."Wie viele andere Länder kämpft Schweden derzeit mit einem deutlichen Anstieg der Corona-Neuinfektionen. In der vergangenen Woche wurden rund 40.000 Neuansteckungen täglich gemeldet. Mehr als 83 Prozent aller Schweden ab zwölf Jahren sind vollständig gegen Corona geimpft.Zu Beginn der Pandemie hatte Schweden international Aufsehen erregt, weil dort anders als in zahlreichen anderen Ländern kein Lockdown und keine Schulschließungen verhängt wurden. Auch die Maskenpflicht wurde in Schweden nicht so weitgehend angewendet wie in anderen Staaten. Die Regierung setzte vielmehr auf die Einschränkung der sozialen Kontakte und Heimarbeit. Zusammenkünfte wurden eingeschränkt, die Öffnungszeiten von Lokalen verkürzt und Besuche in Alten- und Pflegeheimen untersagt.Die Corona-Todesrate in Schweden liegt mit rund 15.600 Fällen bei 10,3 Millionen Einwohnern im europäischen Durchschnitt. Sie ist allerdings deutlich höher als in den Nachbarländern Norwegen, Finnland und Dänemark.

Ärztegewerkschaft: Spätestens Anfang Februar wird es "sehr eng" in Kliniken

Angesichts der rasant steigenden Corona-Infektionszahlen werden die Kliniken nach Einschätzung des Marburger Bunds bereits in wenigen Tagen an ihre Belastungsgrenze stoßen. "Spätestens Anfang Februar wird es in den Krankenhäusern deutschlandweit sehr eng werden, wenn die Infektionszahlen weiterhin in diesem Tempo steigen", sagte die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Susanne Johna, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstagsausgaben). Dabei gehe es nicht nur um steigende Patientenzahlen. "Wir erwarten, dass in den kommenden Wochen sehr viele Beschäftigte des ärztlichen und pflegerischen Personals ausfallen werden, weil sie sich infiziert haben und in Isolation müssen", sagte Johna. Dies gelte sowohl für den ambulanten als auch für den stationären Versorgungsbereich.Weiter steigende Infektionszahlen könnten dazu führen, "dass die Versorgung der Bevölkerung nicht mehr dem üblichen Standard entsprechen wird", warnte Johna. Anders als in der ersten Pandemiewelle gehe es jetzt nicht mehr um zu wenig Technik oder zu wenige Beatmungsgeräte, vielmehr sei das Personal "der Engpass".Der Personalausfall aufgrund von Infektionen werde derzeit durch zwei weitere Faktoren verstärkt: Es sei damit zu  rechnen, dass weiteres Personal aus purer Erschöpfung nach der monatelangen Belastung durch die Delta-Welle ausfalle. Seit einigen Wochen gebe es bereits vermehrt Krankheitsausfälle gerade im Bereich der Pflege. Hinzu kämen die Ausfälle durch saisonal bedingte Erkrankungen.

Lauterbach: Vierte Dosis im Falle einer Impfpflicht nicht zwingend notwendig

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) rechnet nicht damit, dass im Falle einer Impfpflicht-Einführung nach einer Dreifachimpfung noch eine vierte Dosis zwingend notwendig sein wird. "Wer heute oder künftig über drei Impfungen mit mRNA-Impfstoffen oder einem ähnlich wirksamen Impfstoff verfügt, verfügt über eine gute Grundimmunisierung", sagte Lauterbach der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe). "Die heutige Dreifachimpfung würde somit jeder Impfpflicht Genüge tun." Lauterbach betonte, es werde einzig und allein an einer "Pflicht zum Nachweis einer Impfung" gearbeitet. "Kein Arzt soll dazu verpflichtet werden, Menschen von einer Impfung zu überzeugen oder sie dazu zu drängen. Denn es wird keinen Impfzwang geben", sagte Lauterbach mit Blick auf eine Reaktion der Kassenärzte, die die Durchsetzung einer staatlich verhängten Impfpflicht in den Praxen strikt abgelehnt hatten.Mit Blick auf die Booster-Impfungen sprächen weltweit alle bisherigen Erkenntnisse dafür, "dass eine solche Grundimmunisierung zwar nicht immer vor einer Infektion, sehr wohl aber dauerhaft vor schweren Covid-Erkrankungen schützt", betonte der Gesundheitsminister. Ein Nachlassen dieses Schutzes in dieser Hinsicht sei noch nicht festgestellt worden und er rechne auch nicht damit", betonte Lauterbach. Wichtig sei ihm jedoch, "dass die Menschen jetzt für die Boosterung nicht auf die neuen Impfstoffe warten". Schon die bereits verfügbaren Vakzine "helfen perfekt gegen schwere Erkrankungen durch alle bekannten Varianten". Daher  sollten sich alle, die noch keine Auffrischungsimpfung erhalten hätten, "sofort" boostern lassen“, sagte Lauterbach. 

Angesichts von Massenansturm Auflagen für Corona-Schnelltests in Indien

Wegen des gegenwärtigen Massenansturms sind in Indien Auflagen für frei verkäufliche Corona-Schnelltests verhängt worden. Einige Gesundheitsbehörden wie etwa in der bevölkerungsreichen Finanzmetropole Mumbai dringen nun darauf, dass die Käufer solcher Tests ein positives Ergebnis auch den Behörden melden. Apotheken und Hersteller der Tests wurden zur Berichterstattung über die Zahl der verkauften Schnelltests und Kundendaten aufgerufen. Mit diesen Maßnahmen soll verhindert werden, dass die indischen Behörden von zahlreichen Corona-Infektion gar nichts erfahren. In den vergangenen sieben Tagen wurden in Indien mehr als 1,9 Millionen Corona-Neuinfektionen registriert. Dies ist ein Anstieg um 57 Prozent gegenüber der Vorwoche, wie Berechnungen der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage offizieller Daten ergaben.Die Hersteller und Vertreiber von Selbsttests haben einen deutlichen Anstieg der Nachfrage festgestellt, insbesondere in großen Städten des 1,4-Milliarden-Einwohner-Landes. So informierte der heimische Hersteller Mylab Discovery Solutions, der vergangenes Jahr die ersten Corona-Selbsttests in Indien auf den Markt gebracht hatte, dass er seine Produktion diesen Monat von 200.000 auf zwei Millionen Testsets pro Tag gesteigert habe.Experten gehen davon aus, dass viele positive Selbsttest-Ergebnisse nicht den Behörden gemeldet werden, so dass diese die Isolation der Betroffenen nicht sicherstellen und deren Kontakte nicht nachverfolgen können und  auch kein klares Bild von der tatsächlichen Ausbreitung des Coronavirus erhalten. Es gebe klare Hinweise darauf, dass die Fallzahlen in Indien nicht klar erfasst würden, sagte Gautam Menon von der Ashoka-Universität, der Modelle zu den Corona-Infektionszahlen berechnet, der Nachrichtenagentur AFP: "Wir sind ziemlich weit davon entfernt, das wahre Ausmaß von Covid-19 in Indien zu begreifen."

Russland verzeichnet neuen Höchststand an täglichen Corona-Neuinfektionen

Russland hat einen neuen Höchststand bei den täglichen Corona-Neuinfektionen gemeldet. Nach Behördenangaben vom Freitag wurden binnen 24 Stunden 49.513 Ansteckungen nachgewiesen. Damit wurde der bisherige Rekord von 41.335 Fällen innerhalb eines Tages vom November deutlich übertroffen. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Russland war in den vergangenen deutlich gestiegen.Staatschef Wladimir Putin hatte vergangene Woche gewarnt, Russland habe nur zwei Wochen, um sich auf einen sprunghaften Anstieg der Corona-Infektionen wegen der hochansteckenden Omikron-Virusvariante vorzubereiten. Er rief die Behörden auf, mehr Corona-Tests und Impfungen bereitzustellen.Die Entwickler des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V versicherten diese Woche, dass das Vakzin einen "starken Schutz" gegen die Omikron-Variante biete. Dies belege eine Studie des Spallanzani-Insitituts in Italien. In Russland sind vier Corona-Impfstoffe verfügbar, doch die Impfskepsis im Land ist groß. Nicht einmal die Hälfte der Bevölkerung ist vollständig gegen das Coronavirus geimpft.Russland zählt zu den am schwersten von der Pandemie betroffenen Ländern weltweit. Nach offiziellen Angaben starben dort bislang 324.752 Menschen an Covid-19. Das ist die höchste Opferzahl in Europa. Die russische Statistikbehörde Rosstat, die eine breitere Definition von Corona-Todesfällen anwendet, spricht sogar von mehr als 600.000 Corona-Toten.