Burnout – 7 Warnzeichen

Burnout kommt in verschiedenen Lebensbereichen vor und betrifft junge und alte Menschen zugleich. Früher trat Burnout oft im Kontext mit pflegenden Berufen und der hohen Arbeitsbelastung von Ärzt*innen oder Pflegepersonal auf. Auch bei besonders karrierebewussten Menschen war das Burnout-Syndrom ein häufiges Thema – doch inzwischen sind auch viele andere Menschen betroffen. Die Überlastung kann sowohl in beruflichen als auch privaten Bereichen des Lebens auftreten. Betroffene fühlen sich ausgebrannt, sind erschöpft und teilweise depressiv. Das Syndrom kann sich auf Körper und Geist gleichermaßen auswirken. Das sind sieben Warnzeichen bei Burnout.

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1. Burnout: Erschöpfung

Mann erschöpft auf Schreibtisch © Getty Images/Westend61
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Betroffene sind oft niedergeschlafen, ausgelaugt und müde: Es fehlt die Energie, auf die emotionale Erschöpfung folgen oft körperliche Beschwerden wie beispielsweise:

  • Magen-Darm-Probleme
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Schlafmangel

Bei andauernder Erschöpfung und körperlichen Beschwerden empfiehlt sich Abstand zum Auslöser der Erschöpfung und ärztlicher Rat.

2. Burnout Anzeichen: Druck, sich zu beweisen

Frau mit Druck im Büro © Getty Images/PeopleImages
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Ein Auslöser der Erschöpfung ist meist ein weiteres Warnsignal: Ständiger Leistungsdruck, welcher sich gleichermaßen auf berufliche oder private Ziele beziehen kann. Die hohen Erwartungen können von außen auf den*die Betroffene*n einwirken, allerdings auch aus einer intrinsischen Leistungsbereitschaft entstehen. Physische und psychische Grenzen werden überschritten und vernachlässigt.

3. Verzerrte Wahrnehmung

Frau mit Post-It-Augen © Getty Images/sukanya sitthikongsak
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Werte und Grundsätze verlieren an Bedeutung. Freundschaften und berufliche Kontakte, welche für Entlastung und Unterstützung sorgen, werden nur mehr als belastend empfunden. Der*die Betroffene kann Wichtiges und Unwichtiges nicht differenzieren.

4. Entfremdung durch Burnout

Frau arbeitet allein © Getty Images/PeopleImages
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Der Alltag wird mehr und mehr zur Belastung. Frustration ist eine häufige Emotion – viele Betroffene reagieren mit emotionaler Distanz. Abgestumpftes Verhalten bei der Erfüllung der Aufgaben, bezüglich der Arbeitsbedingungen und des persönlichen Umfelds können folgen.

Positive Gefühle, Spaß und Hoffnung schwinden – es wird Ersatz für diese Emotionen gesucht, Alkohol und Medikamente aber auch weitere Stimmungsaufheller können ein Zufluchtsort sein. Betroffene Personen von Burnout agieren zudem oft roboterhaft. Sie wirken ferngesteuert und erfüllen ihre Aufgaben ohne sichtbare Regung oder Emotionen.

5. Ignorieren der Probleme

Frau überfordert im Büro © Getty Images/Hiraman
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Ein gestörtes Verhältnis zu den eigenen Bedürfnissen und Emotionen wird von den Betroffenen selbst nicht mehr wahrgenommen. Freund*innen und Freizeitaktivitäten rücken in den Hintergrund. Es bleiben der Druck, die Erschöpfung und die Distanz der betroffenen Person. Überarbeitung und Überlastung werden ignoriert.

6. Innere Leere

Frau im Office © Getty Images/Thana Prasongsin
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Ein Wechselbad der Gefühle: Starke, schmerzhafte Emotionen werden von innerer Leere abgelöst. Der*die Betroffene ist mutlos, leidet unter Angst- und Panikattacken. Die Gefühlslage kann sich stetig verschlimmern und zu Depressionen führen.

7. Verringerte Leistungsfähigkeit

Mann schläft auf Schreibtisch © Getty Images/ Westend61
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Burnout kann die Leistungsfähigkeit im Alltag einschränken. Dies betrifft das Berufsleben, den Haushalt oder die Pflege Angehöriger. Häufige Merkmale sind:

Der*die Betroffene ist "ausgebrannt" und der Antrieb fehlt.

8. Burnout: Ärztlicher Rat ist wichtig

Mann beim Arztbesuch © Getty Images/Henglein and Steets
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Bei manchen Betroffenen können bereits einige Änderungen im beruflichen oder sozialen Umfeld helfen. Wichtig: Da Burnout häufig mit Symptomen von Depressionen einhergeht, sollte ärztlicher Rat gesucht werden, um die optimale Behandlungsmöglichkeit bei Burnout zu gewährleisten und andere Erkrankungen auszuschließen.

Aktualisiert: 17.08.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin