Corona-Selbsttest: Diese 7 Fehler sorgen für ein falsches Ergebnis

Corona-Schnelltests für zu Hause, auch Selbsttests genannt, schlagen in der Regel bei einer hohen Viruslast an. Zirka 80 Prozent der in Deutschland zugelassenen Tests erkennen laut Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts eine Corona-Infektion – vorausgesetzt, sie werden richtig angewendet und konsequent durchgeführt. Wichtig ist es hierbei, die Angaben der Hersteller genau zu befolgen und gewissenhaft umzusetzen. Diese 7 Fehler beim Corona-Selbsttest können zu falschen Ergebnissen führen!

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1. Falsche Temperatur beim Lagern und Testen

Frau macht Corona-Selbsttest © Getty Images/ VioletaStoimenova
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Wie Medikamente und andere medizinische Produkte sollten Corona-Selbsttests weder zu kalt noch zu warm gelagert werden. Die Raumtemperatur ist allerdings nicht nur bei der Lagerung der Schnelltests relevant, auch bei der eigentlichen Testung sollte die Umgebungstemperatur mindestens 15 Grad und höchsten 25 bis 30 Grad betragen. Auch starke Temperaturschwankungen bei der Lagerung können die Zuverlässigkeit der Selbsttests negativ beeinflussen.



2. Der Zeitpunkt des Schnelltests

Corona-Schnelltests mit Uhrzeit versehen © Getty Images/Westend61
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Selbsttests können zu jeder Tageszeit durchgeführt werden, empfehlen sich allerdings besonders am Morgen, da die Viruslast dann am höchsten ist.

Übrigens ist auch der Zeitpunkt des Ablesens entscheidend: Beachten Sie hierzu genau die Packungsanweisung. Bildet sich eine zweite Linie weit nach Ablauf der angegebenen Frist, deutet das meist nicht auf ein positives Testergebnis hin.



3. Verunreinigungen verfälschen das Testergebnis

Corona-Test verfälscht durch vorheriges Essen © Getty Images/nito100
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Bei Probeentnahmen aus dem Mund sollte mindestens 30 Minuten vor der Testung weder gegessen noch getrunken werden. Erste Studien zeigen, dass Getränke, Medikamente oder Lebensmittel das Testergebnis verfälschen können. So konnten beispielsweise Softdrinks in Untersuchungen zu falschen Ergebnissen führen, aber auch Kaffee, kohlensäurehaltige Getränke oder Fruchtsäfte können das Resultat verfälschen. Daneben wird vom Zähneputzen oder Rauchen vor dem Test abgeraten. Auch Kaugummikauen ist mindestens eine halbe Stunde vor dem Selbsttest tabu.

Bei Abstrichen aus dem Nasenbereich sollte man davor kein Nasenspray verwenden. Die meisten Hersteller raten zudem vom Naseputzen vor der Anwendung der Selbsttests ab, andere empfehlen es hingegen, um Partikel wie Staub und Pollen aus der Nase zu entfernen. Beachten Sie dazu am besten die Hinweise des Herstellers.

Achten Sie bei der Durchführung des Selbsttests auch auf saubere Hände und eine saubere Unterlage und berühren Sie den vorderen Teil des Teststäbchens nicht mit den Fingern, um Verunreinigungen zu vermeiden.



4. Durchführen des Abstrichs an der falschen Stelle

Junge macht Corona-Test © Getty Images/alvarez
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Bei Tests, die speziell für Nase oder Rachen gedacht sind, sollten die Abstriche ausschließlich in der angegebenen Region entnommen werden. So können falsche Ergebnisse reduziert werden.



5. Zu zaghaftes Testen: Die Probe wird nicht richtig entnommen

Kind beim Coronatest © Getty Images/EMS-FORSTER-PRODUCTIONS
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Viele Menschen führen das Stäbchen für den Abstrich nicht tief genug oder nicht in beide Nasenlöcher ein. Wer sich selbst schwertut, sollte Verwandte oder Mitbewohner*innen bitten, den Test durchzuführen. Für einen korrekten Nasenabstrich sollte man den Tupfer zudem nicht senkrecht (in Richtung Stirn) in die Nase einführen, sondern möglichst flach und waagrecht in Richtung Rachen. Fahren Sie mit kreisenden Bewegungen an der Schleimhaut entlang.

Das ist beim Nasenabstrich zu beachten:

  • Der Tupfer muss ausreichend Nasensekret aufnehmen, also so viel wie möglich.
  • Die Probe muss daher in beiden Nasenlöchern gesammelt werden.
  • Naseputzen sollte man direkt vor dem Test in der Regel vermeiden, um genügend Nasensekret zu haben, grobe Partikel wie Pollen können aber das Ergebnis verfälschen.

Gelangt zu wenig Sekret an den Tupfer, zeigt sich an der Kontrollmarkierung ("C") nur eine blasse Linie. Halten Sie zudem unbedingt die vom Hersteller vorgegebene Tropfenanzahl ein.

Nicht nur beim Nasenabstrich kann es zu Fehlern bei der Durchführung kommen, auch beim Speicheltest sollten einige Aspekte berücksichtig werden:

  • Ausreichend Speichel sorgt für genaue Ergebnisse.
  • Der Speichel sollte möglichst flüssig sein. Bläschen sollten sich in der Testflüssigkeit zurückgebildet haben, bevor sie genutzt wird.



6. Ignorieren des Ergebnisses

Positiver Corona-Schnelltest © Getty Images/Massimiliano Finzi
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Niemand wünscht sich ein positives Ergebnis. Aber: Bereits ein geringer Schatten des zweiten Teststreifens kann auf eine Infektion hinweisen. Wer das Ergebnis ignoriert, schadet sich und anderen. Bei klar positiven Ergebnissen oder nur einem leichten Anschein einer zweiten Linie sollte ein PCR-Test durchgeführt werden.

Das C steht übrigens nicht für Corona, es bedeutet "Control". Erst wenn ein zweiter Streifen auftaucht, ist der Test positiv.



7. Unregelmäßiges Testen

Viele Corona-Tests © Getty Images/aprott
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Ein Selbsttest pro Woche genügt nicht, um sich selbst und das Umfeld ausreichend vor einer Infektion zu schützen. Da die Viruslast besonders im Fall der Omikron-Variante schnell ansteigen kann, reichen unregelmäßige Selbsttests nicht aus.

Besonders bei Erkältungssymptomen oder nach dem Kontakt mit Infizierten sollte täglich getestet werden. Auch das Angebot der kostenlosen Bürgertests und gegebenenfalls PCR-Tests sollte genutzt werden.

Aktualisiert: 18.03.2022
Autor*in: Alexandra Maul, News-Redakteurin | Silke Hamann, Medizinredakteurin