Novavax-Impfstoff: Das sind die häufigsten Nebenwirkungen

Ebenso wie bei den anderen Corona-Impfstoffen kann es auch nach einer Impfung mit Nuvaxovid®, dem Corona-Impfstoff von Novavax, zu verschiedenen Nebenwirkungen kommen. Studien zeigen, dass es sich dabei in den meisten Fällen um harmlose Impfreaktionen handelt, die nach zwei bis drei Tagen von allein abklingen. Vor allem nach der zweiten Impfdosis kommt es gehäuft zu Beschwerden. Insgesamt gilt das proteinbasierte Vakzin aber als gut verträglich.

Schwere Nebenwirkungen wie Herzmuskelentzündungen oder Thrombosen sind infolge einer Impfung mit dem rekombinanten Proteinimpfstoff bislang nicht bekannt, allerdings werden seltene oder sehr seltene Nebenwirkungen in der Regel erst bei einer entsprechend hohen Zahl an geimpften Personen festgestellt. Bei bekannten Allergien oder Unverträglichkeiten gegenüber einem der Inhaltsstoffe wird jedoch von der Impfung abgeraten. Wir stellen Ihnen die häufigsten Nebenwirkungen vor.

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Schmerzen an der Einstichstelle als häufigste Nebenwirkung

Frau hat Schmerzen im Impfarm nach Novavax-Impfung © Getty Images/Farknot_Architect
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Wie auch bei den anderen bereits eingesetzten Corona-Impfstoffen kann es nach einer Impfung mit dem Vakzin von Novavax zu Schmerzen an der Einstichstelle oder Druckempfindlichkeit am Oberarm kommen. Diese Impfreaktion tritt sehr häufig (bei mehr als einer von zehn Personen) auf und ist kein Anlass zur Sorge.

Etwas seltener, aber dennoch häufig (bei mehr als einer von 100 Personen) treten auch Schwellungen und Rötungen an der Injektionsstelle auf. Auch dies lässt in der Regel innerhalb von ein bis zwei Tagen nach.

Kühlen Sie die betroffene Stelle, um die Beschwerden im Impfarm zu lindern und schonen Sie den Arm für einige Tage.

Müdigkeit und Unwohlsein treten sehr häufig auf

Frau leidet an Müdigkeit und Unwohlsein nach Novavax-Impfung © Getty Images/VioletaStoimenova
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Auch Ermüdung und ein allgemeines Unwohlsein oder grippeähnliche Symptome gehören zu den möglichen Nebenwirkungen des Novavax-Impfstoffes. Gönnen Sie Ihrem Körper ausreichend Ruhe und Schlaf, denn Ihr Immunsystem ist infolge der Impfung damit beschäftigt, Antikörper gegen SARS-CoV-2 zu bilden und Sie so gegen eine spätere Infektion zu wappnen.

Kopfschmerzen durch Novavax-Impfstoff

Frau mit Kopfschmerzen nach Novavax-Impfung © Getty Images/Witthaya Prasongsin
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Ebenfalls eine sehr häufige Nebenwirkung der Impfung mit Nuvaxovid® sind Kopfschmerzen. Bevor Sie zu Schmerzmitteln greifen, versuchen Sie es besser zunächst mit Hausmitteln wie Ruhe, Schlaf und einem kalten Waschlappen auf der Stirn.

Denn noch lässt sich nicht mit absoluter Sicherheit sagen, ob Schmerztabletten wie Paracetamol oder Ibuprofen einen Einfluss auf die Wirksamkeit des Impfstoffes haben. Fachleute raten daher von der vorbeugenden Einnahme schmerzlindernder und fiebersenkender Mittel ab. Sollten nach der Impfung starke Kopfschmerzen auftreten und die Einnahme von Schmerzmitteln unvermeidbar erscheinen, so wird oft dazu geraten, mindestens sechs bis acht Stunden Abstand zur Impfung einzuhalten. Das Robert Koch-Institut weist jedoch darauf hin, dass für eine entsprechende Empfehlung nicht ausreichend Daten vorliegen.

Übelkeit oder Erbrechen als mögliche Nebenwirkungen

Mann mit Übelkeit nach Novavax-Impfung © Getty Images/klebercordeiro
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Ebenfalls sehr häufige Nebenwirkungen des Vakzins sind Übelkeit und Erbrechen. Achten Sie auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr, vor allem stilles Wasser und Kräutertee sind gut geeignet. Auch Ingwer gilt als beliebtes Hausmittel gegen diese Beschwerden. Sofern Ihnen überhaupt nach Essen zumute ist, sollten Sie am besten zu Schonkost wie Zwieback, Gemüsebrühe oder Haferbrei greifen.

Gelenk- und Muskelschmerzen durch Nuvaxovid®

Mann mit Gelenkschmerzen nach Novavax-Impfung © Getty Images/ljubaphoto
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Genau wie bei der Impfung mit anderen COVID-19-Vakzinen kann es auch durch den Novavax-Impfstoff in sehr häufigen Fällen zu Muskel- und Gelenkschmerzen kommen. Häufig treten durch die Impfung außerdem Gliederschmerzen auf.

Ruhe und Erholung sind die Devise, um diese Beschwerden zu lindern. Ähnlich wie bei den Kopfschmerzen ist es besser, nicht auf Schmerzmittel zurückzugreifen oder wenigstens einen möglichst großen zeitlichen Abstand zur Impfung einzuhalten. Verzichten Sie auf Sport und andere körperliche Aktivität, um Ihren Körper zu schonen. In manchen Fällen wird Wärme, beispielsweise in Form eines Wärmekissens, als sehr angenehm empfunden.

Fieber und Schüttelfrost sind häufige Nebenwirkungen

Frau misst Fieber nach Novavax-Impfung © Getty Images/klingsup
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Fieber und Schüttelfrost sind zwar sehr unangenehm, treten aber nach einer Impfung mit dem Vakzin von Novavax häufig auf. Wadenwickel oder ein kalter Waschlappen auf der Stirn können helfen, die Körpertemperatur bei Fieber zu senken. Bei Schüttelfrost kommt häufig eine Schwitzkur zum Einsatz, indem die betroffene Person mit mehreren Decken zugedeckt wird. Fiebersenkende Mittel sollten ebenso wie Tabletten gegen Schmerzen mit Bedacht eingenommen werden. Hohes oder lang andauerndes Fieber sollte sicherheitshalber ärztlich abgeklärt werden.

Hautausschlag: gelegentliche Nebenwirkung

Frau mit Hautausschlag und Juckreiz nach Novavax-Impfung © Getty Images/Maria Fuchs
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Auch zu Problemen mit der Haut kann es nach der Corona-Impfung von Novavax kommen. Grundsätzlich tritt diese Nebenwirkung jedoch nur gelegentlich, also bei mehr als einer von 1.000 Personen, auf. Es kann zu Hautausschlag, einer Rötung der Haut, juckendem Ausschlag oder Nesselsucht (Quaddeln) kommen. Der Juckreiz kann auch nur lokal an der Einstichstelle auftreten. Oftmals wird das Kühlen der Haut als angenehm empfunden, beispielsweise um Juckreiz zu lindern.

Bluthochdruck als mögliche Folge

Mann misst Blutdruck nach Novavax-Impfung © Getty Images/PIKSEL
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Auch Bluthochdruck (Hypertonie) wurde gelegentlich als Nebenwirkung der Impfung mit dem Novavax-Vakzin beobachtet. Beobachten Sie Ihren Blutdruck und suchen Sie gegebenenfalls ärztlichen Rat, wenn der Bluthochdruck länger andauert oder der Blutdruck zu hoch ansteigt.

Lymphknotenschwellung nach Novavax-Impfung

Frau tastet Lymphknoten ab nach Novavax-Impfung © Getty Images/BSIP/UIG
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Gelegentlich kann es zu einer tastbaren Vergrößerung der Lymphknoten kommen. Eine solche Schwellung der Lymphknoten nach der Impfung mit Nuvaxovid® ist normal und kein Anlass zur Sorge. Geschwollene Lymphknoten sind ein Anzeichen dafür, dass das Immunsystem aktiv ist. Sollte die Nebenwirkung länger andauern, ist es jedoch ratsam, ärztliche Hilfe zu suchen.

Aktualisiert: 18.02.2022
Autor*in: Silke Hamann, Medizinredakteurin