Rauchfrei ins neue Jahr: So gesund ist der Rauchstopp für den Körper

Viele Menschen starten rauchfrei in das neue Jahr. Der Rauchverzicht wirkt sich nicht nur auf den Geldbeutel positiv aus, auch der Körper erholt sich in der rauchfreien Zeit. Welche Organe besonders schnell davon profitieren und wann das Krebsrisiko nach dem Rauchstopp sinkt, erfahren Sie hier.

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So schädlich ist Rauchen für die Gesundheit

Frau entsorgt Zigaretten © Getty Images/Peter Dazeley
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Rauchen erhöht das Risiko für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall drastisch. Auch der Tabakrauch ist reich an karzinogenen Substanzen, sie können unter anderem Lungenkrebs, Zungenkrebs, Kehlkopfkrebs sowie Blutkrebs auslösen.

Trotz der verheerenden gesundheitlichen Folgen, gibt es in Deutschland noch sehr viele Raucher*innen: über ein Viertel der Deutschen raucht regelmäßig Zigaretten. Das Aufhören fällt nicht leicht, doch die Effekte eines Rauchstopps sind groß. Das passiert im Körper nach der letzten Zigarette.

Nach 20 Minuten: Blutdruck und Puls normalisieren sich

Mann misst Blutruck am Handgelenk © Getty Images/Grace Cary
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Das Rauchen einer Zigarette treibt Blutdruck und Puls in die Höhe. Der Effekt lässt etwa 20 Minuten nach der letzten gerauchten Zigarette nach, Blutdruck und Puls nehmen wieder normale Werte an: Zwischen 120 und 129 mmHg liegt der obere Wert (systolisch) im Normalbereich. Der diastolische Wert (unterer Wert) sollte zwischen 80 und 84 mmHg liegen.

Nach 12 Stunden: Verbesserung der Blutgaswerte

Wecker zeigt 12 Uhr an © Getty Images/Jena Ardell
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Schon nach etwa zwölf Stunden verbessern sich die Blutgaswerte. Der Kohlenmonoxid-Spiegel sinkt, während die Sauerstoffsättigung im Blut steigt: Organe und Muskeln werden wieder ausreichend mit Sauerstoff versorgt und können besser arbeiten.

Nach zwei bis zwölf Wochen: Die Lunge erholt sich

Frau hält Bild von schwarzer Lunge vor die Brust während sie raucht. © Getty Images/RubberBall Productions
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Rauchen belastet die Lunge sehr. Nach einem Rauchstopp dauert es etwa zwei bis zwölf Wochen, bis sich die Durchblutung der Lunge sich wieder verbessert. Die Lungenkapazität vergrößert sich, das Atmen fällt leichter. Auch der Kreislauf stabilisiert sich in dieser Zeit merklich. Der Geschmacks- und Geruchssinn kehren wieder zu gewohnter Sensitivität zurück.

Ein bis neun Monate nach dem Rauchstopp: Tschüss, Raucherhusten!

Frau leidet an Raucherhusten. © Getty Images/Teeramet Thanomkiat/EyeEm
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Besonders starke Raucher*innen leiden oftmals unter hartnäckigen Hustenanfällen, die auch noch nach dem Rauchverzicht eine Weile andauern können. Zwischen einem und neun Monaten dauert es, bis sich die Lunge von den reizenden und schädlichen Partikeln aus dem Zigarettenrauch befreit hat. Husten, Kurzatmigkeit und die Anfälligkeit für Atemwegsinfekte bilden sich dann deutlich zurück.

Ein Jahr rauchfrei: Risiko für verengte Herzkranzgefäße sinkt

Mann hält sich die schmerzende Brust © Getty Images/ljubaphoto
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Das Risiko für die Entstehung der koronaren Herzkrankheit, bei welcher es im Zuge von Arteriosklerose zu verengten Herzkranzgefäßen kommt, halbiert sich nach einem Jahr ohne Tabakkonsum. Die koronare Herzkrankheit ist eine Vorstufe des Herzinfarkts, sie geht mit Engegefühl und Brustschmerzen (Angina pectoris) bei körperlicher Anstrengung sowie mit Kurzatmigkeit einher.

Nach fünf Jahren sinkt das Krebsrisiko

Gesunde Frau steht in der Natur und hält sich den Hals © Getty Images/PhotoAlto/Frederic Cirou
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Etwa zwei bis fünf Jahre nach dem Rauchstopp reduzieren sich auch Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko. Nach fünf Jahren halbiert sich zudem das Risiko für die Entstehung von Krebserkrankungen in Mund und Rachen sowie von Speiseröhre und Harnblase.

Nach zehn rauchfreien Jahren: Lungenkrebsrisiko nicht mehr erhöht

Schematische Abbildung der Lungenflügeln mit Blüten © Getty Images/Science Photo Library
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Auch wer jahrelang geraucht hat, profitiert noch von einem Rauchstopp. Nach zehn Jahren ohne Zigaretten reduziert sich das Risiko für Lungenkrebs um etwa die Hälfte. Auch die Wahrscheinlichkeit an Bauchspeicheldrüsen- oder Kehlkopfkrebs zu erkranken, geht zurück.

Aktualisiert: 14.01.2022 - Autor: Olivia Romano, Medizinredakteurin