Kabinett beschließt Gesetzentwurf zur Entlastung gesetzlich Krankenversicherter

Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollen Beiträge wieder zu gleichen Teilen tragen

Jens Spahn

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zur Entlastung der gesetzlich Krankenversicherten auf den Weg gebracht. Demnach soll der Zusatzbeitrag von durchschnittlich 1,0 Prozent in Zukunft zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern bezahlt werden. Die Versicherten sollen durch diese Rückkehr zur Beitragsparität um 6,9 Milliarden Euro entlastet werden.

Der Gesetzentwurf sieht zudem Erleichterungen für Kleinselbstständige vor. Für sie soll der Mindestbeitrag auf 171 Euro monatlich halbiert werden. Schließlich will Spahn die Beitragszahler entlasten, indem er die Krankenkassen zwingt, milliardenschwere Finanzrücklagen abzubauen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums summieren sich die geplanten Entlastungen auf rund acht Milliarden Euro jährlich.

Veröffentlicht: 07.06.2018 – Quelle: Agence-France-Presse