Bereits mehr als 2000 Ebola-Tote im Kongo

Insgesamt 3000 Fälle in einem Jahr - Mädchen in Uganda stirbt an Ebola

Gesundheitseinrichtung an der Grenze Uganda/Kongo

Die Zahl der Ebola-Toten in der Demokratischen Republik Kongo ist auf mehr als 2000 gestiegen. Seit dem Beginn der Epidemie vor einem Jahr starben insgesamt 2006 Menschen an dem Virus, wie die kongolesischen Gesundheitsbehörden am Freitag mitteilten. Insgesamt gab es demnach bislang 3004 Ebola-Fälle, davon 2899 bestätigte und 105 wahrscheinliche Fälle. 902 Menschen gelten als geheilt. In Uganda starb derweil ein neunjähriges Mädchen an Ebola.

Die Epidemie im Kongo war am 1. August 2018 ausgebrochen. Es ist bereits die zehnte in dem Land. Betroffen ist vor allem der Osten des Kongo. Im Juli hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wegen der Ebola-Epidemie im Kongo den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. 

Im Nachbarland Uganda starb nach Behördenangaben am Freitag eine Neunjährige an dem Virus. Das Mädchen war nach einem Besuch im Kongo erkrankt und in ein Ebola-Behandlungszentrum eingeliefert worden. Es ist der vierte tödliche Ebola-Fall in Uganda.

Das Ebola-Virus wurde erstmals 1976 im Norden der Demokratischen Republik Kongo registriert und ist nach einem dortigen Fluss benannt. Die Betroffenen leiden an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie in an inneren Blutungen und schließlich Organversagen. 

Die Krankheit endet laut WHO je nach Viren-Stamm in 25 bis 90 Prozent der Fälle tödlich. Übertragen wird das Virus durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten Infizierter. Ein wirksames Heilmittel gibt es bislang nicht.

Die Hilfsorganisation Save the Children warnte am Freitag, die Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo könne noch mindestens ein Jahr andauern und Folgen für die gesamte Region haben. Unter den Todesopfern seien weit über 500 Kinder. Zudem hätten viele Kinder durch das Virus ihre Eltern verloren oder könnten nicht zur Schule gehen, weil diese wegen der Epidemie geschlossen seien.

Veröffentlicht: 31.08.2019 – Quelle: Agence-France-Presse