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Tarifverhandlungen für rund 20.000 Ärzte an Unikliniken gestartet

Erste Runde ohne Annäherung - Marburger Bund fordert sechs Prozent mehr Gehalt

Ein Arzt mit einem Stethoskop in der Hand

In der ersten Runde der Tarifverhandlungen für rund 20.000 Ärzte an landeseigenen Universitätskliniken hat es noch keine Annäherung gegeben. "Vor uns liegt ein hartes Stück Arbeit", erklärte Christian Twardy, Verhandlungsführer des Marburger Bunds am Mittwoch in Hannover. Die Ärztegewerkschaft fordert in den Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft der Länder sechs Prozent mehr Gehalt.

Weitere Forderungen sind mehr freie Wochenenden und eine Begrenzung der Bereitschaftsdienste, um eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu gewährleisten. Außerdem will die Ärztegewerkschaft eine automatisierte Erfassung der Arbeitszeit durchsetzen. Die Tarifgespräche werden am Anfang Dezember in Hannover fortgesetzt.

Die Verhandlungen betreffen einen Großteil der Ärzte an insgesamt 23 Unikliniken. Berlin und Hessen haben eigene Tarifverträge. Auch für die Ärzte an weiteren einzelnen Unikliniken gelten eigene tarifliche Regelungen, etwa am Uniklinikum Hamburg, in Halle und in Mainz.

Veröffentlicht: 07.11.2019 – Quelle: Agence-France-Presse