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Zahl der Gehirnhautentzündungen trotz hoher Zeckenaktivität zurückgegangen

Weniger FSME-Fälle vor allem in Baden-Württemberg

Zecken können FSME oder Lyme-Borreliose übertragen

Trotz einer hohen Zeckenaktivität ist die Zahl der gemeldeten Gehirnhautentzündungen im vergangenen Jahr zurückgegangen. Vor allem in Baden-Württemberg gab es weniger Erkrankungen an der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), wie die Universität Hohenheim in Stuttgart am Mittwoch mitteilte. 2019 wurden in ganz Deutschland 462 Fälle gemeldet, im Jahr zuvor waren es noch 607.

Über die Gründe für den Rückgang wurde zunächst nichts bekannt. Die Universität will in der kommenden Woche aktuelle Statistiken zu den jüngsten FSME-Erkrankungen vorstellen und Forschungsergebnisse zu neuen tropischen Zeckenarten präsentieren. Im vergangenen Jahr baten die Forscher wegen der zunehmenden Ausbreitung der tropischen Hyalomma-Zecke darum, diese Art zu Forschungszwecken einzuschicken.

Die Hyalomma-Zecke ist doppelt bis dreimal so groß wie ihre europäischen Verwandten und hat auffällig geringelte Beine. Sie sei vermutlich von Vögeln eingeschleppt worden. Anders als europäische Zecken jagt die Hyalomma-Zecke aktiv und kann Warmblüter über mehrere hundert Meter verfolgen.

In ihrem eigentlichen Verbreitungsgebiet in Afrika, Asien und Südeuropa überträgt die Hyalomna-Zecke Erreger des sogenannten Krim-Kongo Hämorrhagischen Fiebers, des Arabisch Hämorrhagischen Fiebers und einer Form des Zecken-Fleckfiebers (Rickettsien). Die aus der Bevölkerung eingeschickten Zecken seien auf diese Erreger getestet worden.

Veröffentlicht: 13.02.2020 – Quelle: Agence-France-Presse