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Russland verschärft Einreisebestimmungen für Iraner und Südkoreaner

Pakistan stellt wegen Coronavirus Flugverkehr zum Iran ein

Illustration eines Coronavirus

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat Russland am Freitag die Einreisebestimmungen für Iraner und Südkoreaner verschärft. In einem Dekret verfügte der russische Ministerpräsident Michail Mischustin die "vorübergehende Einstellung" der Visavergabe an Iraner. Einreisebeschränkungen wurden zudem für Reisende aus Südkorea verhängt.

Bis auf Weiteres würden keine Tourismus-, Arbeits- oder Studienvisa für Iraner ausgestellt, heißt es in dem Dekret. Auch Transitvisa für Russland können iranische Staatsbürger vorerst nicht mehr beantragen.

Nach offiziellen Angaben aus Teheran erhöhte sich die Zahl der Coronavirus-Fälle im Iran am Freitag auf 388. In dem Land starben bisher 34 Menschen an dem Virus.

Die neuen russischen Einreisebeschränkungen für Südkorea gelten ab Sonntag. Demnach können Reisende, die mit dem Flugzeug aus Südkorea kommen, vorübergehend nicht in Russland einreisen. Von der Verfügung ausgenommen sind bestimmte Personengruppen wie Diplomaten.

Südkorea gab am Freitag 256 weitere bestätigte Infektionsfälle bekannt. Damit stieg die Zahl der bekannten Coronavirus-Fälle in dem Land auf mehr als 2000, 13 Menschen starben.

Angesichts der zunehmenden Coronavirus-Fälle hatte der Kreml russischen Staatsbürgern am Mittwoch von Reisen nach Italien, Südkorea und in den Iran abgeraten. Schon zuvor hatte Moskau drastische Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie beschlossen. Unter anderem schloss es die mehr als 4200 Kilometer lange Grenze zu China. In der Volksrepublik hatte der Virusausbruch im Dezember seinen Anfang genommen.

Auch Pakistan reagierte mit Reisebeschränkungen auf den Coronavirus-Ausbruch. Der Flugverkehr zum Iran sei vollständig eingestellt worden, die Grenzen zum Nachbarland seien geschlossen, erklärten Regierungsvertreter am Freitag. Die Ankündigung erfolgte, nachdem in Pakistan erstmals zwei Coronavirus-Fälle nachgewiesen wurden. In beiden Fällen handelte es sich um Menschen, die zuvor im Iran waren.

Von der Einstellung des Flugverkehrs zwischen Pakistan und dem Iran sind ausschließlich iranische Fluggesellschaften betroffen, da pakistanische Airlines den Iran nicht anfliegen. Flüge zwischen Pakistan und China gibt es weiterhin.

Veröffentlicht: 29.02.2020 – Quelle: Agence-France-Presse