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USA weisen Vorwurf des Wegkaufens von Schutzmasken zurück

Französische Regionalpräsidenten kritisieren USA in Coronavirus-Krise

Frau mit Schutzmaske in New York

Die US-Regierung hat Vorwürfe aus Frankreich zurückgewiesen, für das Land wegen der Corona-Krise bestimmte Schutzmasken aus China weggekauft zu haben. "Die US-Regierung hat keine einzige Maske gekauft, die von China an Frankreich geliefert werden sollte", sagte ein US-Regierungsvertreter am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Anderslautende Angaben seien "komplett falsch".

Die Präsidenten von drei französischen Regionen haben den USA vorgeworfen, für sie gedachte Lieferungen aus China aufgekauft zu haben. "Wir haben uns von Amerikanern, die uns überboten haben, eine Lieferung wegnehmen lassen", sagte etwa die Präsidentin der französischen Hauptstadtregion Ile-de-France, Valérie Pécresse, am Donnerstag im Fernsehsender LCI.

Der Präsident der an Deutschland angrenzenden Region Grand Est, Jean Rottner, hatte bereits am Mittwoch gesagt, die Amerikaner würden von Frankreich bestellte Masken "auf dem Rollfeld" in China aufkaufen. "Sie zücken Bargeld und zahlen drei oder vier Mal so viel wie unseren Bestellpreis."

Ähnliche Vorwürfe gibt es inzwischen auch aus Kanada. Premierminister Justin Trudeau ordnete am Donnerstag an, entsprechende "besorgniserregende" Berichte zu überprüfen. "Wir müssen sicherstellen, dass für Kanada bestimmte Ausrüstung nach Kanada kommt und dort bleibt."

Wegen der Coronavirus-Krise gibt es in vielen Ländern Engpässe bei medizinischer Ausrüstung. Unter anderem Schutzmasken sind gefragt - zumal sie nicht nur von Ärzten und Krankenschwestern benötigt werden, sondern zunehmend auch in der Bevölkerung nachgefragt werden.

Veröffentlicht: 03.04.2020 – Quelle: Agence-France-Presse