Bundestag beschließt Digitalisierung im Gesundheitswesen

Spahn: Erfahrung aus Corona-Krise zeigt Erleichterung durch digitale Anwendungen

Krankenhaus in Aachen

Der Bundestag hat am Freitag das Gesetz zur Digitalisierung im Gesundheitswesen beschlossen. Die Koalitionsfraktionen Union und SPD stimmten dafür. FDP, Linke und AfD votierten dagegen, die Grünen enthielten sich.

Die Neuregelung ermöglicht es unter anderem, dass sich Patienten elektronische Rezepte auf das Smartphone laden und dann in der Apotheke einlösen können. Ab 2022 sollen Ärzte ihre Daten in eine elektronische Patientenakte eintragen können - etwa Befunde, Arztberichte und Röntgenbilder, den Impfausweis, den Mutterpass und das Zahn-Bonusheft.

Vor der Abstimmung hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch einmal für den Gesetzentwurf geworben. Gerade die Corona-Krise habe gezeigt, dass die Digitalisierung und dabei Anwendungen wie Online-Sprechstunden oder digitale Labormeldungen den Alltag erleichtern könnten. Zugleich versicherte Spahn, für sensible Gesundheitsdaten gelte ein Datenschutz "auf höchstem Niveau".

Veröffentlicht: 03.07.2020 – Quelle: Agence-France-Presse