Rückkehr zum normalen Schulunterricht in der Türkei verschoben

Coronavirus-Infektionsraten im Land zuletzt wieder erhöht

Kinder in Ankara

In der Türkei ist der Beginn des normalen Schul- und Universitätsbetriebs nach den Sommerferien um mindestens drei Wochen verschoben worden. Erziehungsminister Ziya Selcuk sagte am Mittwoch in Ankara, zwar werde das neue akademische Jahr wie geplant am 31. August beginnen, der Unterricht und die Lehrveranstaltungen für Schüler und Studenten sollten aber als Schutzmaßnahme gegen die Corona-Pandemie vorerst weiterhin nur aus der Ferne stattfinden. 

Der Minister äußerte die Hoffnung, dass ab 21. September dann die Schulen und Hochschulen schrittweise wieder geöffnet und Unterricht und Lehrveranstaltungen wieder in deren Räumen stattfinden könnten. Die Verschiebung des regulären Betriebs an Schulen und Hochschulen erfolge auf Grundlage einer Empfehlung des Wissenschaftlergremiums, welches die Regierung im Vorgehen gegen die Pandemie berät. Die Schulen und Hochschulen in der Türkei sind seit März geschlossen. 

Zuletzt hatten die Infektionsraten im Land wieder zugenommen. Anfang August stieg die Zahl der täglich verzeichneten Neuinfektionen von zuvor etwa 900 auf mehr als tausend. Seither sind die täglichen Infektionszahlen nicht mehr unter die Schwelle von 1000 gesunken. Insgesamt wurden bislang rund 243.000 Infektions- sowie 5873 Todesfälle in der Türkei gezählt.

Veröffentlicht: 13.08.2020 – Quelle: Agence-France-Presse