Johnson & Johnson will bis zu 400 Millionen Impfdosen nach Afrika liefern

Vakzin muss nur einmal verabreicht werden

Impfdosen des Herstellers Johnson & Johnson

Der US-Impfstoffhersteller Johnson & Johnson (J&J) hat die Lieferung von bis zu 400 Millionen Impfdosen in afrikanische Staaten angekündigt. "Niemand ist sicher, bevor nicht alle sicher sind, und wir setzen uns für einen gerechten, weltweiten Zugang zu Corona-Impfstoffen ein", erklärte Unternehmenschef Alex Gorsky am Montag. Die Verfügbarkeit vor Ort hänge auch von der jeweiligen Zulassung in den 55 Staaten der Afrikanischen Union ab. 

Die ersten Lieferungen des Vakzins, das anders als bei anderen Corona-Impfstoffen nur einmal verabreicht werden muss, sollen im dritten Quartal dieses Jahres eintreffen, erklärte der US-Konzern. Das Tochterunternehmen Janssen Pharmaceutica hat demnach mit dem African Vaccine Acquisition Trust (Avat) die Lieferung von insgesamt 220 Millionen Dosen vereinbart. Avat könne zudem 180 weitere Dosen bestellen. 

Nach Unternehmensangaben schützt das J&J-Vakzin auch gegen Mutanten des Coronavirus. Eine weltweite Studie mit fast 40.000 Teilnehmern hatte eine Wirksamkeit von 85,4 Prozent gegen schwere Verläufe gezeigt, die Wirksamkeit bei moderaten Verläufen lag bei gut 66 Prozent. Der Impfstoff muss im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten nicht so stark gekühlt werden, was Transport und Verteilung erleichtert. 

Veröffentlicht: 29.03.2021 – Quelle: Agence-France-Presse