EU vereinbart mit Moderna spätere Auslieferung von Corona-Impfstoffdosen

Angepasste Vakzine sollen nach Zulassung direkt ausgeliefert werden können

Impfstoff von Moderna

Die EU-Kommission hat mit dem Hersteller Moderna eine spätere Auslieferung von Corona-Impfstoffdosen vereinbart, um im Falle einer Zulassung eines an die Omikron-Variante angepassten Impfstoffs direkt diesen bekommen zu können. "Die Dosen, deren Auslieferung ursprünglich im Sommer geplant war, werden nun im September sowie über Herbst und Winter 2022 ausgeliefert", erklärte die EU-Kommission am Dienstag.

Die Vereinbarung zwischen der Kommission und Moderna sieht vor, dass die EU-Länder angepasste Impfstoffe erhalten können, sobald diese von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zugelassen wurden. "Mit dieser Vereinbarung ist dafür gesorgt, dass die Mitgliedstaaten zum richtigen Zeitpunkt die Impfstoffdosen erhalten, die sie zum Schutz unserer Bürgerinnen und Bürger benötigen," erklärte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Dazu gehörten "auch an Varianten angepasste Impfstoffe, sobald sie von der Europäischen Arzneimittel-Agentur zugelassen wurden."

Ende Juli hatte der US-Konzern Moderna bekanntgegeben, dass er kurz vor Abschluss der Entwicklung eines an die Omikron-Variante angepassten Impfstoffs stehe. Der weitere Zeitplan hänge "dann von den Zulassungsbehörden ab", sagte Deutschlandchef Gerald Wiegand der "Wirtschaftswoche". Das Mainzer Unternehmen Biontech rechnet damit, zwei an neue Corona-Varianten angepasste Impfstoffe "vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen" im Oktober auf den Markt bringen zu können.

Zugleich müssen in Deutschland insgesamt 3,9 Millionen Dosen von Moderna vernichtet werden, die zwischen Dezember 2021 und Ende Juni das Haltbarkeitsdatum überschritten.

Veröffentlicht: 09.08.2022 – Quelle: Agence-France-Presse