Erste Touristen dürfen "Hawaii Chinas" nach Corona-Ausbruch verlassen

Mehr als 80.000 Urlauber dürfen von Ferieninsel Hainan abreisen

China verfolgt eine strenge Null-Covid-Strategie

Nach einem Corona-Ausbruch auf der auch als "Hawaii Chinas" bekannten Ferieninsel Hainan dürfen die ersten der mehr als 80.000 in Hotels festsitzenden Touristen bald wieder nach Hause. Wie die Behörden am Dienstag mitteilten, werden die Reisebeschränkungen schrittweise aufgehoben.

Im Ferienort Sanya auf Hainan waren seit Anfang August mehr als 1500 Infektionsfälle verzeichnet worden. Alle Flüge von der südchinesischen Insel wurden gestrichen, auch für die auf Hainan verkehrenden Züge wurden keine Fahrkarten mehr verkauft. Freizeiteinrichtungen wie Karaoke-Bars, Kneipen und Spas sind seit vergangener Woche geschlossen.

Wie die Gesundheitsbehörde von Hainan nun mitteilte, dürfen Touristen in Gebieten ohne Infektionsfälle die Insel verlassen, wenn sie innerhalb von 48 Stunden zwei Mal negativ auf das Coronavirus getestet wurden. In Gebieten, in denen das Infektionsrisiko trotz gemeldeter Fälle als gering eingestuft wird, dürfen Touristen abreisen, wenn sie in den vergangenen drei Tagen keine Symptome hatten und innerhalb von 72 Stunden drei Mal negativ getestet wurden.

Touristen, die in Gebieten mit mittlerem oder hohem Infektionsrisiko festsitzen, müssen allerdings noch abwarten, bis sich die Situation verbessert hat. Hotels müssen ihren Gästen bis zur Aufhebung der Reisebeschränkungen 50 Prozent Rabatt gewähren.

Die Behörden in China verfolgen trotz der enormen wirtschaftlichen Schäden und zunehmender Verdrossenheit der Menschen eine strikte Null-Covid-Strategie. Einzelne Ausbrüche werden sofort durch lokale Lockdowns und Massentests bekämpft.

Veröffentlicht: 09.08.2022 – Quelle: Agence-France-Presse