Naturkosmetik – Schönheit aus der Natur

Naturkosmetik: Schöne Haut und Blume © Pezibear (Pixabay)

Immer mehr Frauen greifen zu ausgewählten Bioprodukten, um ihren Körper und ihr Gesicht zu pflegen. Bio ist klar im Trend, ein Abbruch der Biokosmetik-Welle ist nicht in Sicht. Kein Wunder, denn unsere Haut liebt es, mit natürlichen Rohstoffen sanft gepflegt zu werden. Naturkosmetik gibt es schon seit vielen Jahren auf dem Markt zu erwerben. Waren in den vergangenen Jahrzehnten hauptsächlich bestimmte Kundengruppen an Naturkosmetik interessiert, ist seit ein paar Jahren ein regelrechter Andrang an Biokosmetik zu verzeichnen. Das neue Bewusstsein von Körperpflege mit Bioprodukten hat sich auch bei der Industrie bemerkbar gemacht: Zahlreiche Firmen bieten Kosmetik an, die den Namen Bio oder Öko tragen.

Ist in Biokosmetik wirklich Bio drin?

Doch Vorsicht, nicht überall, wo Bio draufsteht, ist auch wirklich Bio drin. Wichtig zu wissen: Naturkosmetik ist per Gesetz nicht definiert und es existiert auch kein verbindliches einheitliches Qualitätssiegel.

Dafür schmücken eine Menge von der Industrie erfundene Bio-Gütesiegel diverse Kosmetik und Pflegeprodukte, die beim Einkauf leicht in die Irre führen können. Anstatt Inhaltsstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau findet sich in diesen Produkten oft ein Sammelsurium an Chemie.

Qualitätssiegel in der Biokosmetik

Allerdings sind im Laufe der vergangenen Jahre auch Siegel entstanden, die vertrauenswürdig sind und sowohl vom Anbau der Rohstoffe bis hin zur Verarbeitung der Inhaltsstoffe dem Ursprungsgedanken von Biokosmetik entsprechen.

Hierzu sind unter anderem die Qualitätssiegel "NaTrue" vom Industrieverband Körperpflege und Waschmittel sowie das Siegel "Kontrollierte Natur-Kosmetik" vom Bundesverband deutscher Industrie- und Handelsunternehmen einzuordnen.

Ebenfalls ein qualitativ hochwertiges Merkmal für Biokosmetik weist "EcoCert" aus, eine französische Organisation, die sich der Kontrolle und Zertifizierung von ökologischen Produkten verschrieben hat.

Das Plus an Biokosmetik

Denn "echte" Bio-Pflege zeichnet sich durch zwei Pluspunkte aus: Durch erlesene Rohstoffe ist diese Kosmetik besser verträglich für unsere Haut als herkömmliche Produkte – gleichzeitig ist sie umweltfreundlicher. Die traditionellen Hersteller von Naturkosmetik garantieren, dass weder ein Raubbau an der Natur vorgenommen wurde, noch Tierversuche für die Kosmetik durchgeführt wurden. So ist Bio-Pflege nicht nur für die Balance unserer Haut sondern gleichzeitig auch für unsere Umwelt aktiv.

Sanfte Pflege garantiert

Unsere Haut wird durch schädliche Umwelteinflüsse und auch durch unsere Lebensweise täglich Stress ausgesetzt. Und obwohl die Haut unser größtes Organ ist und eine eigene Abwehr gegen Fremdkörper besitzt, benötigt sie zarten Umgang und sanfte Pflege. Viele der in herkömmlicher Kosmetik enthaltenen Chemikalien setzen der Haut dagegen zusätzlich zu.

Mit der geeigneten Bio-Pflege lässt sich dagegen die Eigenaktivität unserer Haut vitalisieren und unterstützen. Vor allem sollte eines nicht in Vergessenheit geraten: Unsere Haut nimmt auch Stoffe von außen auf, die sie dann ins Innere unseres Körpers transportiert. Ein Grund mehr, darauf zu achten, was genau wir auf unsere Haut geben.

Biokosmetik: Frei von Chemikalien?

Bio-Pflege hat den Anspruch des völligen Verzichts von Chemikalien. Als Ingredienzien für Naturkosmetik tabu sind unter anderem die folgenden Substanzen:

  • Paraffine
  • Glyzerine
  • synthetische Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe
  • Silikone
  • Benzylalkohol

Gerade Konservierungsstoffe sind als Übeltäter zum Auslösen von Allergien bekannt. Zudem können die chemischen Zusätze die Poren verstopfen und die eigene Schutzbarriere der Haut angreifen.

Doch sollte man sich bewusst sein, dass Pflegeprodukte ohne Chemie auch ein kürzeres Haltbarkeitsdatum haben. Damit Sie auch lange Freude an Ihrer Naturkosmetik haben, ist es hilfreich, sich das Benutzen eines Spatels anzueignen statt mit den eigenen Fingern in die Creme zu greifen. Dann ist die Gefahr nämlich relativ hoch, Schmutz in die Creme zu bringen – durch die fehlenden chemischen Konservierungsstoffe könnte die Creme dann rasch "umkippen" und wäre damit nicht mehr zu verwenden.

Allergien sind nicht ausgeschlossen

Ein weiterer Tipp zum Umgang mit Bio-Pflege: Auch wenn Naturkosmetik hautverträglicher ist, können vereinzelt dennoch Allergien auftreten. Die Haut kann nämlich durchaus auch direkt auf die natürlichen Rohstoffe und Pflanzenextrakte reagieren.

Man kann zunächst eine kleine Menge des neuen Pflegeprodukts in der Armbeuge auftragen, hier ist die Haut dünn und empfindlich. Haben sich nach etwa 24 Stunden an der Haut keine Reaktionen bemerkbar gemacht, können Sie von einer guten Verträglichkeit der Kosmetik für Sie ausgehen.

Aktualisiert: 23.10.2018 – Autor: Sabrina Haas

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