Massage – Entspannung für Körper & Seele

Massage © Angelo Esslinger

Massagen werden in vielen Kulturen schon seit Jahrtausenden zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Mittlerweile gibt es ein fast unüberschaubares Angebot an verschiedenen Massagetechniken – angefangen von der klassischen Massage über die Thai- und die Fußreflexzonenmassage bis hin zur exotischen Lomi-Lomi-Massage. Massagen werden heutzutage sowohl zur Behandlung von körperlichen Beschwerden als auch als Mittel zur Entspannung eingesetzt.

Wirkung von Massagen

Je nach Massageart können die Wirkungen einer Massage auf unseren Körper durchaus unterschiedlich sein. Gemeinsam ist den meisten Massagen jedoch, dass die Haut, die Muskulatur und das Bindegewebe mechanisch beeinflusst werden. Diese Beeinflussung erfolgt durch Druck, Dehnungs- oder Zugreize.

Durch die verschiedenen Massagegriffe wird die Durchblutung der Haut und der Muskulatur gefördert. Zudem wird der Zellstoffwechsel im Gewebe angeregt und Blutdruck und Puls sinken. Darüber hinaus hat das Massieren der Haut und der Muskulatur eine entspannende Wirkung auf diese. Verhärtungen in der Muskulatur können ebenso gelöst werden wie Verklebungen. Somit kann eine Massage auch schmerzlindernd wirken.

Eine Massage soll sich jedoch nicht nur auf die unmittelbar behandelte Stelle, sondern auf den gesamten Organismus positiv auswirken können. Über sogenannte Reflexbögen soll sie auch eine wohltuende Wirkung auf die inneren Organe haben. Doch nicht nur der Körper, sondern auch die Psyche empfindet eine Massage als entspannend: Durch die sanften Berührungen kann vorhandener Stress reduziert werden.

Wann ist eine Massage zu empfehlen?

Eine Massage kann sich vor allem bei einem oder mehreren der folgenden Beschwerden positiv auswirken:

  • Rückenschmerzen sowie Verhärtungen und Verspannungen im Rücken (Falls Sie unter starken Rückenschmerzen leiden, sollten Sie sich zunächst ärztlich untersuchen und anschließend nur von einem ausgebildeten Physiotherapeuten behandeln lassen!)
  • Schlechte Durchblutung
  • Psychischer Stress

Besonders wirkungsvoll ist eine Massage übrigens, wenn der Körper vorher etwas erwärmt wird. Dies kann beispielsweise durch ein warmes Bad, eine Fango-Packung, einen Saunagang oder eine Rotlicht-Behandlung erfolgen.

Wann sollte auf eine Massage verzichtet werden?

Generell gilt, dass Massagen nicht bei akuten Entzündungen durchgeführt werden sollten. Zu den typischen Symptomen einer Entzündung gehören Schmerzen, Fieber, Schwellungen, eine Rötung der betroffenen Stelle sowie eine Veränderung der Leukozytenzahl. Liegt eine akute Entzündung vor, wird der Körper durch die Entzündung bereits stark beansprucht. Eine Massage stellt für den geschwächten Körper eine zusätzliche Belastung dar und kann somit das Krankheitsbild verschlimmern.

Auch bei einer Hauterkrankung sollte man mit Massagen vorsichtig sein. Denn durch die Berührung der Haut oder das Massageöl kann es zu einer Verschlechterung der Erkrankung kommen. Während der Schwangerschaft sollte vorher mit einem Arzt abgeklärt werden, ob und welche Formen der Massage erlaubt sind.

Schließlich sollte auch bei traumatischen Verletzungen und offenen Wunden auf eine Massage verzichtet werden. Zu solchen traumatischen Verletzungen gehören beispielsweise Blutergüsse oder Knochenbrüche. Da bei einer Massage Druck auf das Gewebe ausgeübt wird, ist eine Massage kontraproduktiv für den Heilungsverlauf. Bei Blutergüssen ist eine Massage erst dann wieder erlaubt, wenn die Gefahr des Nachblutens nicht mehr gegeben ist.

Tipps für eine entspannende Massage:

Damit man eine Massage genießen kann, ist es wichtig, eine ruhige und entspannende Atmosphäre zu schaffen. Suchen Sie einen geeigneten Platz für die Massage aus, machen Sie ruhige, entspannende Musik an oder zünden Sie eine Kerze an. In einer solchen Wohlfühlatmosphäre lässt es sich während der Massage besonders gut abschalten. Daneben sollten Sie für eine entspannende Massage noch die folgenden Tipps beachten:

  • Decken Sie die Körperteile, die gerade nicht massiert werden, mit einer Decke oder einem Handtuch zu, damit diese nicht auskühlen.
  • Wärmen Sie das Öl vor der Massage etwas in Ihren Händen an, so wird der Kontakt mit dem Öl nicht als unangenehm empfunden.
  • Massieren Sie immer zum Herzen hin - bei den Beinen beispielsweise von den Füßen zur Hüfte und nicht umgekehrt.

Verschiedene Massagetechniken

Thai-Massage, Fußreflexzonenmassage oder Hot-Stone-Massage: Heutzutage gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Massagetechniken. Ganz allgemein wird dabei zwischen Massagen, die eine direkte Wirkung auf die schmerzende Stelle haben, und solchen Massagen, die eine reflektorische Wirkung haben, unterschieden. Während bei ersteren direkt die Stelle massiert wird, an der eine entspannende und schmerzlindernde Wirkung auftreten soll, tritt bei letzteren eine indirekte Wirkung auf.

Zu den Massagen mit direkter Wirkung zählen unter anderem die klassische Massage und die Sportmassage. Die bekannteste Massage mit reflektorischer Wirkung stellt die Fußreflexzonenmassage dar. Einige Massagen, wie beispielsweise die Thai-Massage, können sowohl eine direkte, als auch eine indirekte Wirkung auf unseren Körper haben.

Auf der nächsten Seite können Sie sich einen Überblick über die bekanntesten Massagearten und ihre jeweiligen Besonderheiten verschaffen.

Aktualisiert: 26.09.2017 – Autor: Kathrin Mehner

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