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Was sind Mitochondrien?

Um zu überleben, braucht der menschliche Körper Energie. Diese wird aus der Nahrung gewonnen und gelangt dann über das Blut in die Zellen. Um dort genutzt oder gespeichert werden zu können, muss sie jedoch erst "verbrannt" werden – ähnlich wie Benzin in einem Motor. Dies ist Aufgabe der Mitochondrien, die deshalb auch als Kraftwerke des Körpers bezeichnet werden.

Mitochondrien – Aufbau

Mitochondrien sind spezielle kleine Zellorgane, die in jeder Zelle vorhanden sind – besonders häufig kommen sie in Muskel-, Nerven-, Sinnes- und Eizellen vor. Ein Mitochondrium ist in der Regel bohnenförmig, gelegentlich aber auch rund. Es besteht aus einer inneren und einer äußeren Membran.

Während die äußere Membran das Organell wie eine Schale umhüllt, ist die innere Membran gefaltet und gefächert. Zwischen diesen Falten befindet sich die flüssige Mitochondrienmatrix. Die darin enthaltenen Proteinkomplexe der Atmungskette sind für die eigentliche Energieproduktion verantwortlich.

Außerdem sitzt in der Matrix ein eigenes Genom, die ringförmige DNA des Mitochondriums, sowie Ribosomen. Das Mitochondriengenom macht etwa ein Prozent der menschlichen Erbinformation aus. Daher können defekte Mitochondrien etwa 50 verschiedene Krankheiten hervorrufen (Mitochondriopathien).

Mitochondrien – Funktion

Mitochondrien entstehen durch bakterienähnliche Zweiteilung aus sich selbst. Nahrung, die in den Körper aufgenommen wird, wird zunächst verdaut und dann ins Blut aufgenommen. Dort wird sie wiederum an die Zellen verteilt, in denen sie durch Zellatmung oder Oxidation in Speicherenergie umgewandelt wird.

Da in den Mitochondrien die chemischen Funktionen der Atmungskette ablaufen, wird dort die freigesetzte Energie verwandelt, in einem Molekül namens Adenosintriphosphat (ATP) gespeichert und kann so jederzeit verwendet werden. Sind die Mitochondrien einmal verbraucht, werden sie vom Endoplasmatischen Retikulum, dem Golgi-Apparat und den Lysosomen abgebaut.
 

Aktualisiert: 25.09.2018 – Autor: Kristina Klement

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