Was ist die Gelenkschmiere?

Gelenkschmiere im Ellenbogen-Gelenk © istockphoto, horillaz
Gelenke ermöglichen unserem Körper die Bewegung durch die Verbindung einzelner Knochen. Damit die aneinander stoßenden Knochen reibungsfrei gleiten können, sind die Enden mit Knorpel überzogen und von einer Kapsel umschlossen. Zwischen den beiden Knorpelflächen befindet sich zur "Schmierung" eine zähflüssige Gelenkflüssigkeit. Diese muss ständig erneuert werden. Vereinfacht gesagt: So wie die Scharniere einer Tür geölt sein müssen, damit es nicht quietscht, so brauchen auch die menschlichen Gelenke ausreichend Schmiere, damit sie beweglich bleiben. Neben dieser Schmierfunktion hat die Gelenkschmiere auch die Aufgabe, dem Gelenkknorpel wichtige Nährstoffe zuzuführen und Abbauprodukte abzutransportieren.

Was beeinflusst die Gelenkschmiere?

Verschiedene Faktoren wie Übergewicht oder Gelenkfehlstellungen überlasten das Gelenk und stören den Stoffwechsel, so dass sich die Zusammensetzung der Gelenkschmiere nachteilig verändert. So werden zum Beispiel die "schmierenden" Hauptbestandteile der Gelenkflüssigkeit in Menge und Qualität reduziert. Die Folge: Die glatte Oberfläche wird rau winzige Knorpelstückchen splittern ab und – ähnlich wie Sand im Getriebe – verstärken absplitternde Knorpelteile die Abnutzung des Knorpels. Die Gelenkhaut reagiert darauf mit einer Entzündung und produziert noch weniger Gelenkflüssigkeit – das Gelenk fängt an zu schmerzen. Es kommt zu einer Arthrose.

Arthrose

Arthrose, eine schmerzhafte, chronische Gelenkerkrankung, führt im schlimmsten Fall dazu, dass keinerlei schmerzfreie Bewegungen mehr möglich sind. Zwar ist die Krankheit nicht heilbar, aber man kann selbst sehr viel dazu beitragen, mobil zu bleiben. Nach dem 60. Lebensjahr ist mindestens jeder zweite vom Gelenkverschleiß betroffen. Beginnende Abnutzungserscheinungen vor allem in den stark belasteten Kniegelenken lassen sich oft sogar schon um das vierzigste Lebensjahr herum feststellen. Im Anfangsstadium treten jedoch noch keine Beschwerden auf, sondern die Schmerzen kommen erst mit zunehmender Abnutzung. Oft verläuft eine Arthrose jahrelang symptomlos, bevor sie sich plötzlich durch Schmerzen und Bewegungseinschränkungen bemerkbar macht. Typisch für die Beschwerden ist, dass sie sich bei nasskalter Witterung verschlechtern.

Aktualisiert: 14.11.2013

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