Was sind Zytostatika?

Zytostatika sind pharmazeutische Wirkstoffe, die die Zellteilung und das Zellwachstum hemmen. Schädigend wirken sie vor allem bei schnell wachsenden Zellen mit hohem Stoffwechselumsatz. Deshalb werden sie zur Krebstherapie eingesetzt. Da die Wirkstoffe natürlich nicht wissen können, gegen welche Zellen sie "vorgehen" müssen, weil sich diese schädigend auf den Körper auswirken, können sie auch gesunde Zellen beeinträchtigen. Das führt zu den typischen Nebenwirkungen, die in der Krebstherapie bekannt sind.

Die Nebenwirkungen aller Zytostatika sind ähnlich: Sie führen z.B. zu Magen-Darm-Beschwerden, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall, Haarausfall, Leberschäden, erhöhter Infektionsgefahr, Erniedrigung der Blutkörperchenzahl. Es gibt chemisch und pharmakologisch verschiedene Gruppen von Zytostatika, z.B. Antibiotika, Mitosehemmstoffe (blockieren die Zellteilung), Antimetaboliten (hemmen lebenswichtige Stoffwechselvorgänge) und bestimmte Antibiotika; im weiteren Sinne auch Hormone, z.B. Östrogene bei Vorsteherdrüsenkrebs und Androgene beim Brustdrüsenkrebs.

Aktualisiert: 07.11.2013

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