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Wachsen Haare durch häufiges Rasieren schneller?

Frau beim Rasieren © istockphoto, serhathosgul

Ein Mann verbringt durchschnittlich etwa 3.350 Stunden – umgerechnet etwa 150 Tage seines Lebens – mit der Haarentfernung im Gesicht. So kommen innerhalb eines Lebens immerhin über 800 Meter Barthaare zusammen. Wie viel "Bart" ein Mann bekommt hängt entscheidend von der genetischen Veranlagung ab.

Wachsen Haare durch häufiges Rasieren wirklich schneller?

Eine Frage, die in diesem Zusammenhang immer wieder auftaucht – gerade bei denjenigen deren Bartwuchs geringer ist: Wird durch das Rasieren des Bartes, der Beine oder anderer Körperregionen der Haarwuchs angeregt?

Diese Frage muss man verneinen. Man kann sich rasieren, so viel und wo immer man will – der Haarwuchs wird dadurch weder angeregt noch wird er stärker. Ebenso wenig wächst das Kopfhaar schneller, wenn man es häufiger schneidet.

Der Zyklus eines Haares

Jedes einzelne Haar am Körper durchlebt einen Zyklus: Zunächst sprießt es schnell, aber mit der Zeit gelangt das Wachstum zum Stillstand. So wächst ein männliches Barthaar im Durchschnitt etwa sechs Jahre lang, dann muss es Platz machen für ein neues.

Wie viel und wie oft es zwischendurch geschnitten wird ist dabei völlig egal – die Wurzel "weiß" nicht, was mit dem Haar draußen passiert.

Warum erscheinen die Haare dennoch kräftiger?

Der Eindruck, dass die Haare nach einer Rasur schneller wachsen, hat einen anderen Grund. Der Rasierer schneidet die Haare an der dicksten Stelle ab, deshalb wirken sie dann beim Nachwachsen oft rauer und so, als ob sie rascher wieder zu spüren sind. Dieser Effekt ist besonders bei jüngeren Männern zu beobachten, da diese zu Beginn ihres Bartwuchses nur einen "dünnen" Flaum haben.

Welchen Weg man einschlägt, um seine Haare zu entfernen, bleibt jedem selbst überlassen. Die gründlichste Methode ist sicherlich die Nassrasur, allerdings verträgt nicht jeder Hauttyp diese Art der Rasur.

Aktualisiert: 13.06.2018

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