Warum Bio-Lebensmittel? 10 gute Gründe!

Bio-Produkte werden heutzutage immer beliebter, denn immer mehr Menschen achten bewusst auf ihre Ernährung. Bio-Lebensmittel stammen aus ökologisch kontrolliertem Anbau. Sie dürfen weder gentechnisch veränderte Organismen enthalten noch mit synthetischen Pestiziden oder Kunstdünger (also chemisch-synthetischen Stickstoffverbindungen) behandelt worden sein. Zudem enthalten sie weniger Zusatzstoffe als viele andere Lebensmittel. Bei Tierprodukten sichert das Bio-Siegel zu, dass die Tiere artgerecht gehalten und nicht mit Wachstumshormonen und nur begrenzt mit Antibiotika behandelt werden.

Zwar sind Bio-Produkte im Vergleich zu konventionell produzierten Lebensmitteln häufig nicht gerade preiswert. Zumindest ab und zu können sie aber den Weg in den Einkaufskorb finden. Denn mit Bio-Lebensmitteln tun Sie nicht nur sich selbst, sondern auch der Umwelt und den Tieren etwas Gutes. Wir haben für Sie die 10 besten Gründe zusammengestellt, die für Bio-Lebensmittel sprechen.

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Volles Geschmackserlebnis

Bio-Lebensmittel mit gutem Geschmack © iStock.com/masaltof
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Produkte aus ökologisch kontrolliertem Anbau kommen größtenteils ohne künstliche Aroma- und Zusatzstoffe aus. Statt Geschmacksverstärkern wird bei Bio-Produkten auf den Eigengeschmack des Lebensmittels gesetzt. Dieser ist bei Bio-Obst und Bio-Gemüse meist intensiver als bei herkömmlichen Lebensmitteln. Denn ökologisch angebautes Obst und Gemüse wächst in der Regel langsamer und hat meist einen geringeren Wassergehalt, was den Geschmack deutlicher hervortreten lässt.

Darüber hinaus sind Bio-Lebensmittel aber auch besonders gesund, da sie aufgrund des geringeren Wassergehalts in der Regel mehr Vitamine und Mineralstoffe als herkömmliche Lebensmittel enthalten und weniger mit Rückständen chemischer Pflanzenschutzmittel oder Nitrat belastet sind.

Artgerechte Tierhaltung

Artgerechte Tierhaltung: Kühe auf der Weide © Bruno Glätsch
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Auf Bio-Höfen werden besonders hohe Anforderungen an die Haltung von Tieren gestellt. Die Tiere auf Bio-Höfen haben mehr Platz im Stall und, sofern es möglich ist, einen Auslauf im Freien. Der Tierstall muss außerdem über genügend natürlichen Lichteinfall verfügen. Hinzu kommt, dass schmerzhafte Eingriffe, wie das Entfernen der Ringelschwänze beim Schwein oder das Kupieren der Schnäbel bei Geflügel, verboten sind.

Darüber hinaus ist Kraftfutter für die Tiere auf den Bio-Höfen verboten. Stattdessen bekommen die Tiere ein speziell auf sie abgestimmtes Öko-Futter. Mit dem Kauf von Bio-Fleisch tun Sie sich also nicht nur selbst einen Gefallen, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zu einer artgerechten Tierhaltung.

Transparente Herstellung

Bio-Gemüse vom Bauern © iStock.com/SuzanaMarinkovic
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Nach ökologischen Richtlinien erzeugte Lebensmittel werden genau gekennzeichnet: Durch eine auf dem jeweiligen Produkt vermerkte Kontrollnummer kann der Herstellungsprozess des Produktes genau nachvollzogen werden. Über die Kontrollnummer kann beispielsweise herausgefunden werden, von welchem Hof das gekaufte Produkt stammt.

Darüber hinaus werden alle Bio-Landwirte mindestens einmal pro Jahr von einem Kontrollgremium auf ihrem Hof besucht. Das Gremium untersucht, ob die Landwirte die vorgeschriebenen Richtlinien für Bio-Produkte einhalten. So wird sichergestellt, dass die Konsumenten beim Kauf eines Bio-Produktes auch tatsächlich ein qualitativ hochwertiges Lebensmittel erhalten.

Weniger Chemie

Lebensmittel werden gespritzt © iStock.com/fotokostic
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Für herkömmliche Lebensmittel sind etwa 320 verschiedene Zusatzstoffe zugelassen. In Bio-Produkten werden dagegen nur etwa 15 Prozent davon verwendet. Nicht in Bio-Lebensmitteln enthalten sein dürfen unter anderem künstlich hergestellte Farb- und Konservierungsstoffe sowie künstliche Geschmacksverstärker.

Doch nicht nur in den Bio-Produkten steckt weniger Chemie, sondern ökologisch angebautes Getreide, Obst und Gemüse kommen auch auf dem Feld mit weniger synthetischen Pestiziden in Kontakt. Denn im ökologischen Anbau ist die Verwendung bestimmter Pflanzenschutzmittel verboten. Stattdessen werden zum Beispiel alte Obst-, Gemüse- und Getreidesorten angebaut, die widerstandsfähiger sind. Durch den Verzicht auf diese Pflanzenschutzmittel wird nicht nur das Lebensmittel, sondern auch die Umwelt geschont, was oft der Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen zugute kommt.

Klimafreundlich

Klimafreundlich: Wiese im Sommer © iStock.com/standret
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Bio-Lebensmittel schmecken nicht nur besser, sondern sind auch gut für unser Klima: Denn bei der Herstellung von Bio-Lebensmitteln werden Berechnungen zufolge weniger schädliche Treibhausgase ausgestoßen als bei der Produktion herkömmlicher Lebensmittel. Der geringere Ausstoß von Treibhausgasen ist darauf zurückzuführen, dass beim Anbau von Bio-Obst und Bio-Gemüse auf den Einsatz von synthetischem Stickstoffdünger verzichtet wird. Dessen Produktion ist mit einem hohen Energieaufwand verbunden.

Zudem wird durch die Verwendung von organischem Dünger in den Böden besonders viel Humus aufgebaut. Deswegen kann Kohlendioxid in diesen Böden besonders gut gebunden werden. Dies führt zu einer Entlastung des Klimas. Überdüngte Böden aus konventioneller Landwirtschaft werden hingegen mit der Emission von Lachgas in Verbindung gebracht, welches dem Klima genau wie CO2 schadet.

Aber: Bio-Produkte aus Übersee verspielen ihre Vorteile in Sachen Klima-Bilanz schnell. Kaufen Sie deshalb am besten regional und saisonal.

Verzicht auf Gentechnik

Gentechnik: Lebensmittel-Forschung im Labor © iStock.com/humonia
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In Bio-Lebensmittel steckt nicht nur weniger Chemie, sondern auch keine Gentechnik. Denn die Produzenten der Bio-Lebensmittel sind per EG-Öko-Verordnung dazu verpflichtet, auf den Einsatz von Gentechnik zu verzichten. Lediglich eine zufällige Vermischung von 0,9 Prozent mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) ist bei Bio-Lebensmitteln zulässig.

Der Verzicht auf Gentechnik gilt übrigens nicht nur für die Herstellung von Obst und Gemüse, sondern auch für die Erzeugung von tierischen Lebensmitteln: Das Bio-Siegel auf tierischen Produkten gibt an, dass die Tiere nicht mit gentechnisch verändertem Futter versorgt worden sind. In Ausnahmefällen sind jedoch gentechnisch veränderte Mikroorganismen zur Herstellung von Zusatzstoffen, Enzymen und Tierarzneimitteln erlaubt.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit: Familie auf Bio-Bauernhof © rawpixel
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Bei Bio-Lebensmitteln wird ein großer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Durch das umweltfreundliche Wirtschaften werden wichtige Ressourcen geschont und die natürliche Produktivität erhalten.

Besonders bedeutend beim Konzept der Nachhaltigkeit ist der Fruchtwechsel: Das heißt, dass auf einem Feld nacheinander verschiedene Pflanzen angebaut werden. Dabei wird darauf geachtet, dass dem Boden die Nährstoffe, die ihm von einer Pflanze entzogen wurde, von der nächsten Pflanze möglichst wieder zugeführt werden. Dadurch wird der Boden geschont und enthält weiterhin Nährstoffe. Biologisch bewirtschafteter Boden ist zudem in der Regel humusreicher und kann mehr Wasser speichern.

Durch das Konzept der Nachhaltigkeit können nicht nur wir, sondern auch zukünftige Generationen noch von der Natur und ihren Ressourcen profitieren.

Fairer Handel

Fairer Handel: Gemüsekauf auf dem Markt © iStock.com/julief514
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Zugegeben: Bio-Produkte sind oft teurer als herkömmliche Produkte. Grund ist neben den arbeits- und zweitaufwändigeren Anbaumethoden der Öko-Landwirtschaft oft auch der Gedanke, dass mit Bio gerechte Preise und Löhne einhergehen sollten.

Dies ist zwar nicht vorgeschrieben, aber in der Überzeugung vieler Bio-Unternehmen verankert, die sich bewusst dafür entscheiden, ihren Zulieferern höhere Preise zu zahlen. Bio-Produkte stehen deshalb in vielen Fällen nicht nur für ein im Einklang mit der Natur produziertes Lebensmittel, sondern auch für gerechte Entlohnung und einen fairen Umgang von Produzent und Konsument. Halten Sie Ausschau nach dem Fairtrade-Siegel!

Umweltschutz

Umweltschutz: Kind hält Pflanze © rawpixel
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Wer Bio-Produkte kauft, tut nicht nur seinem Körper etwas Gutes, sondern schützt auch die Umwelt. Dies geschieht zum einen dadurch, dass Bio-Landwirte auf bestimmte Düngemittel sowie den Einsatz von synthetischen Pestiziden verzichten. Das kommt nicht nur dem Lebensmittel zu Gute, sondern auch dem Boden: Dieser wird geschont, es fällt weniger Nitrat an und auch das Grundwasser bleibt sauber.

Zum anderen wird bei der Produktion von Bio-Lebensmittel der Boden auf besondere Art und Weise durch einen gut durchdachten Fruchtwechsel geschont. Meist sind Öko-Flächen deshalb artenreicher und bieten verschiedensten Pflanzen und Tieren ein Zuhause.

Ein gutes Gefühl

Frau mit Bio-Apfel © iStock.com/nensuria
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Bei der heutigen Fülle an Lebensmitteln gerät man im Supermarkt leicht ins Grübeln: Wo wurde das Lebensmittel hergestellt? Stammt es aus der Region oder hat es bereits einen langen Transportweg hinter sich? Und welche Lebensmittel sind qualitativ wirklich hochwertig?

Zwar lösen sich durch die Wahl eines Bio-Produkts nicht alle diese Fragen in Rauch auf, doch zumindest einige. Denn Bio-Lebensmittel schmecken nicht nur lecker, sondern sind auch von guter Qualität. Zudem wird durch den Kauf von Bio-Produkten oft auch die eigene Region unterstützt, aus der viele der im Supermarkt angebotenen Produkte stammen. Somit hinterlässt der Kauf von Bio-Produkten immer ein gutes Gefühl, das die eingekauften Produkte gleich doppelt so gut schmecken lässt.

Aktualisiert: 06.05.2021 - Autoren: Kathrin Mehner, Medizinredakteurin | Silke Hamann, Medizinredakteurin