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Blatt-Tee oder Aufgussbeutel?

Blatt-Tee oder Aufgussbeutel?

Tee wird angeboten als Blatt-Tee und kleinblättriger Tee. Blatt-Tees, die ganze Teeblätter enthalten, spielen mit 1-2% nur eine untergeordnete Rolle. Den weitaus größten Teil machen kleinblättriger Tee – so genannter Broken-Tee – aus. Der Aufguss ist intensiver als bei Blatt-Tees.

Die kleinsten Blattgrade, Fannings und Dust, werden für Aufgussbeutel verwendet. Sie ergeben einen kräftigen, aromatischen Aufguss. Blattgrade geben nur Auskunft über die Größe der Teeblätter, nicht aber über deren Qualität. Grundsätzlich unterscheidet sich die Qualität der Teebeutel nicht von der Qualität losen Tees.

Für Aufgussbeutel werden feinere Blattgrade, wie Fannings und Dust verwendet, da die feineren Aussiebungen wesentlich konzentrierter sind, so dass der Tee in kürzester Zeit sein volles Aroma entfalten kann. Für die "schnelle" Tasse Tee sind sie somit besser geeignet. Derzeit werden ca. 80% des Tees in Form von Aufgussbeutel verwendet.

Tippy oder Orange Pekoe?

Bei den Blatt- und Broken-Tees werden noch weitere Sortierungen unterschieden. Hierbei kommt es darauf an, welche Teile der Teepflanze verarbeitet werden.

  • Flowery Orange Pekoe – bei dieser Sortierung werden junge, aufblühende Triebe und Triebspitzen verwendet.
  • Orange Pekoe – diese zweitkleinste Teesortierung besteht aus feinsten Teilen der jungen Teetriebe.
  • Pekoe – Das Wort bezeichnet die noch zarten, jungen Blätter der Teepflanze und bedeutet "weißer Flaum" (aus dem Chinesischen).
  • Tip, Tippy – Dieser Zusatz bezeichnet die hellen Blattspitzen junger, zarter Teeblätter, die sich beim Aufgießen nicht so dunkel färben.

Darjeeling, Assam oder Ceylon?

Die Qualität der verschiedenen Teesorten wird vorwiegend bestimmt durch Anbaugebiet, Erntezeit und Klima. Die bekanntesten Teeanbaugebiete sind Darjeeling, Assam und Ceylon (Sri Lanka) mit den entsprechenden Teesorten. In der Regel wird in drei Erntezeiten der Tee gepflückt: die Frühlingspflückung (first flush), die Sommerpflückung (second flush) und die Herbstpflückung (autumnals).

Generell lässt sich sagen, dass Tee aus höhergelegenen Gebieten (z. B. Darjeeling) in der Regel von feinerer Qualität ist, da die Blätter langsamer wachsen und so einen duftigen Geschmack entwickeln können. Tees aus tiefer gelegenen Gebieten sind meist kräftiger und dunkler im Aufguss, können aber ebenfalls sehr hochwertig sein, z.B. kommen beste Sorten aus Assam.

In Deutschland kommen die meisten Tees als Mischungen aus verschiedenen Teesorten und Ernten in den Handel. So wird das ganze Jahr über eine gleichbleibende Qualität bei gewohntem Geschmack ermöglicht.

Aktualisiert: 27.09.2018 – Autor: Dr. rer. med. Angela Jordan (Diplom-Oecotrophologin)

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