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Die Wirkungen von Tee

Die Wirkungen von Tee auf das Herz-Kreislauf-System

Eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen spielt die Oxidation des so genannten "bösen" LDL-Cholesterin durch freie Radikale. Das Risiko für Arterienverkalkung und Herzinfarkt wird dadurch deutlich erhöht. Wissenschaftliche Studien konnten belegen, dass Teetrinker ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen haben. Vermutlich ist dafür unter anderem die Wirkung der Tee-Polyphenole als Radikalfänger verantwortlich.

Die Wirkungen von Tee auf die Krebsentstehung

In den letzten Jahren haben sich viele Untersuchungen mit dem Effekt der Tee-Inhaltsstoffe auf die Entstehung von Krebs beschäftigt. Die Ergebnisse zeigen, dass regelmäßiger Teegenuss Krebs vorbeugend wirken kann. So konnte beispielsweise eine japanische Studie, an der über 8500 Menschen teilnahmen, zeigen, dass bei einem Konsum von mehr als zehn Tassen Tee pro Tag das Krebsrisiko deutlich sinkt. Ein Erklärungsansatz hierfür ist, dass die Polyphenole im Tee auf die Rate der Zellverdoppelung einwirken und somit das Wachstum und die Entwicklung von Krebsgeschwüren beeinflussen.

Die Wirkungen von Tee auf die Haut

Auch die Haut profitiert vom Teetrinken. Die antioxidativ wirksamen Polypenole dienen als Schutz vor Radikalen, die durch UV-Strahlung entstehen. Sie können so sonnenbedingten Hautschäden entgegenwirken, vor vorzeitiger Hautalterung schützen und möglicherweise sogar Hautkrebs vorbeugen. Die aktuelle Forschung beschäftigt sich außerdem mit dem Effekt von Tee auf entzündliche Hauterkrankungen wie Psoriasis. Bisher existieren dazu nur Ergebnisse aus tierexperimentellen Untersuchungen. Diese sind aber durchaus vielversprechend.

Die Wirkungen von Tee auf infektiöse Erkrankungen

Wir sind ständig umgeben von Viren und Bakterien, die das Immunsystem unseres Körpers in der Regel gut in Schach hält. Doch nicht immer sind wir gefeit vor dem Ausbruch von Infektionskrankheiten, die zum Beispiel hervorgerufen werden durch Salmonellen oder Grippeviren. Teetrinker scheinen hier weniger anfällig zu sein. Die im Tee enthaltenen Catechine hemmen vermutlich das Wachstum bestimmter schädlicher Bakterien und Viren.

Info: Was ist besser – schwarzer oder grüner Tee? Durch die unterschiedliche Verarbeitungsweise finden sich im grünen und schwarzen Tee verschiedene Arten der Polyphenole. Im grünen Tee herrschen die Catechine (z. B. Epigallocatechingallat - EGCG) vor, schwarzer Tee enthält dagegen vorwiegend die bei der Fermentation aus den Catechinen entstehenden Theaflavine und Thearubigene. Antioxidatives Potenzial haben sowohl die Polyphenole aus grünem als auch aus schwarzem Tee. Zusätzlichen Einfluss auf die antioxidative Aktivität hat die Zeit des Aufbrühens. Je länger der Tee zieht desto höher ist der Gehalt an Polyphenolen.

Aktualisiert: 27.09.2018 – Autor: Dr. rer. med. Angela Jordan (Diplom-Oecotrophologin)

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