Soja-Phytoöstrogene in den Wechseljahren

Zu Beginn der Wechseljahre treten bei 50 bis 80 Prozent der Frauen in den westlichen Ländern natürliche Begleiterscheinungen wie Hitzewallungen, nächtliche Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Schwindel, Reizbarkeit, Angstzustände, Ruhelosigkeit, Niedergeschlagenheit und Antriebsarmut auf. 25 Prozent der Fälle müssen therapeutisch behandelt werden. Als sanfte, pflanzliche und zugleich wirksame Therapiealternative zur Linderung der Beschwerden haben sich Soja-Isoflavone erwiesen.

Die asiatische Ernährung

Die auffallende Symptomarmut in den Wechseljahren bei Frauen in Ost- und Südostasien sowie deren Widerstandsfähigkeit gegen Osteoporose und Arteriosklerose hängt nach Beobachtungen wesentlich mit sojareicher Ernährung zusammen. Die Sojabohnen enthalten Isoflavone die auch als Pflanzenhormone oder Phyto-Östrogene bezeichnet werden und hormonähnliche Wirkungen entfalten.

Im Durchschnitt werden in Japan und China täglich ca. 40-50 mg Isoflavone mit Soja-Lebensmitteln verzehrt. In Europa werden hingegen lediglich ca. 5 mg Isoflavone pro Tag mit der Nahrung aufgenommen.

Die Wechseljahre

Wechseljahre sind keine Krankheit, sondern ein natürlicher physiologischer Prozess. Während der Wechseljahre lässt insbesondere die Östrogen-Produktion nach und der Körper der Frau stellt sich um.

Zu Beginn treten bei 50 bis 80 Prozent der Frauen in den westlichen Ländern natürliche Begleiterscheinungen wie Hitzewallungen, nächtliche Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Schwindel, Reizbarkeit, Angstzustände, Ruhelosigkeit, Niedergeschlagenheit und Antriebsarmut auf. 25 Prozent der Fälle müssen therapeutisch behandelt werden. Aus ärztlicher Sicht gilt es hier mit Hilfe der Hormonersatztherapie starke Beschwerden der Wechseljahre zu lindern und insbesondere den Spätfolgen wie der Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.

Die Alternative

Als sanfte, pflanzliche und zugleich wirksame Therapiealternative zur Linderung der Beschwerden haben sich Soja-Isoflavone erwiesen. Klinische Studien belegen, dass Soja-Isoflavone Hitzewallungen und Schweißausbrüche reduzieren, sich positiv auf die Herz-Kreislauf-Funktionen und den Knochenstoffwechsel auswirken und zur Verminderung des Brustkrebsrisikos beitragen können. Soja-Isoflavone besitzen die Fähigkeit, Östrogenmangelzustände sanft auszugleichen.

Darüber hinaus sind sie in der Lage, Hormonspitzen, die gerade häufig am Anfang der Wechseljahre durch extreme Östrogenschwankungen auftreten, abzufangen. Deshalb kann eine regelmäßige Zufuhr von Soja-Isoflavonen die Hormontherapie in sinnvoller Weise unterstützen und insbesondere auch zur Vorbeugung von großer Bedeutung sein.

Wie kann der Bedarf gedeckt werden?

Zur Deckung eines Tagesbedarfs von 50 mg Isoflavonen wäre ein täglicher Verzehr von etwa 200g Tofu oder ½ Liter Sojamilch erforderlich. Aufgrund unserer Ernährungsgewohnheiten kann eine Erhöhung des Sojaverzehrs jedoch in der praktischen Umsetzung schwierig sein. Hier ermöglichen Nahrungsergänzungsmittel mit einem standardisierten Gehalt an Soja-Isoflavonen eine regelmäßige und bequeme Deckung des täglichen Vitalstoff-Bedarfs.

Aktualisiert: 04.12.2013

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