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Die richtige Matratze: Tipps für einen gesunden Schlaf

Frau liegt auf Matratze © Dieter Robbins

Ein erholsamer Schlaf auf geeigneter Matratze ist für viele Menschen nur ein Traum – Schlaflosigkeit sowie Schlafstörungen sind keine Seltenheit. So manch einer wälzt sich die halbe Nacht schlaflos im Bett oder wacht morgens gerädert auf. Neben Stress oder auch Alltagssorgen kann auch eine ungeeignete Matratze Auslöser für schlechten Schlaf sein. Matratzen sind ideal, wenn sie sich dem Körper sowie der Körperform anpassen können. Doch wie findet man die passende Matratze und was ist bei der Auswahl zu beachten? Das erfahren Sie hier.

Falsche Matratze: Was sind die Folgen?

Schlaf ist für uns Menschen wichtig, sogar lebenserhaltend. Denn während des Schlafens kann der Körper sich von den Strapazen des Alltags erholen und neue Energie tanken.

Eine schlechte Liegeposition kann jedoch zu Schlaflosigkeit sowie zu körperlichen Schmerzen, wie etwa Rückenschmerzen führen. Auch Probleme mit den Bandscheiben (Bandscheibenvorfall), Muskelverspannungen oder schmerzende Druckstellen durch das Schlafen können möglicherweise durch die Wahl der richtigen Matratze vermieden werden. Die Wahl der richtigen Matratze ist also auch für die Gesundheit entscheidend.

Welche Matratze kommt infrage?

Beim Kaufen von Matratzen ist es nicht nur wichtig, das passende Material für seine individuellen Schlafbedürfnisse auszuwählen, auch die Qualität sowie die Größe der Matratze können für das höchste Maß an Liegekomfort ausschlaggebend sein.

Wer sich für eine neue Matratze entscheiden möchte, sollte vor allem Zeit einplanen. Denn eine übereilte Entscheidung ist gerade bei Matratzen nicht zu empfehlen. Schließlich werden Matratzen etwa acht Jahre genutzt, für diesen relativ langen Zeitraum sollte die Matratze passgenau für den Körper sein, um Problemen mit dem Schlaf oder Rücken vorzubeugen.

Für die Auswahl eines geeigneten Modells kann es neben einer Beratung und dem Probeliegen im Fachgeschäft auch hilfreich sein, entsprechende Testberichte zu lesen.

Der richtige Lattenrost

Beachten Sie, dass die Matratze zu Ihrem Lattenrost passen muss: Nicht jede Art von Matratze lässt sich mit jedem Lattenrost kombinieren. Außerdem sollte der Lattenrost – sofern möglich – individuell auf Ihre Bedürfnisse eingestellt werden.

Sogenannte Boxspringbetten bestehen aus mehreren Arten von übereinander gestapelten Matratzen und kommen ohne Lattenrost aus. Experten zweifeln allerdings mitunter an der Eignung solcher Betten. Lassen Sie sich hierzu am besten ausführlich beraten und sprechen Sie nach Möglichkeit mit Menschen, die bereits Erfahrungen mit dieser Art von Betten gesammelt haben.

Wann sollte man eine neue Matratze kaufen?

Die Matratze sollte spätestens nach acht bis zehn Jahren gewechselt werden. Dies ist sowohl aus hygienischen Gründen als auch aus orthopädischer Sicht sinnvoll.

Es ist übrigens zu empfehlen, die Matratze regelmäßig (am besten bei jedem Wechseln der Bettwäsche) zu wenden, also Ober- und Unterseite zu vertauschen, um eine gleichmäßige Nutzung der Matratze zu erreichen. Gleichzeit ist es ratsam, die Matratze dabei auch zu drehen, also Kopf- und Fußende zu vertauschen. Durch das Umdrehen lässt sich vermeiden, dass sich Liegekuhlen bilden, das Material also ermüdet oder abgenutzt wird.

Milben in der Matratze

Ein Großteil aller Milben, die sich im Haushalt befinden, ist im Schlafzimmer zu finden. Da Milben abhängig von feucht-warmem Klima sind, tummeln sie sich vor allem in Bettdecken, Kissen sowie Matratzen. Dort ernähren sie sich von unseren Hautresten und Schweiß.

Gerade Allergiker mit einer Allergie gegen Hausstaub sollten daher auf eine für sie geeignete Matratze achten. Ideal für Allergiker sind Matratzen mit einem guten Mikro-Klima. Zudem sollte die Matratze über einen leicht abzunehmenden sowie waschbaren Bezug verfügen. Spezielle Matratzenbezüge für Allergiker können helfen, die Milben in Schach zu halten.

Auch aus hygienischer Sicht ist es ratsam, die Matratze regelmäßig umzudrehen. Durch das Wenden gelangen die Milben auf die weniger feuchte oder warme, dafür aber besser gelüftete Unterseite der Matratze. Dort fehlt ihnen die Lebensgrundlage und sie können sich nicht mehr so gut vermehren oder sterben sogar ab.

Schadstoffe in der Matratze

Wichtig ist es, auch auf die enthaltenen Schadstoffe der Matratze zu achten. Denn diese können möglicherweise zum Auslösen weiterer Allergien führen. Auch für Nicht-Allergiker können diese Faktoren zentral beim Kaufen einer Matratze sein.

Köperzonenstütze und Biegeelastizität

Wichtige Kriterien bei der Auswahl der passenden Matratze sind auch die Köperzonenstütze sowie die Biegeelastizität:

  • Eine in der Matratze enthaltene Körperzonenstütze kann dafür sorgen, dass der Körper im Schlaf optimal liegt sowie entlastet ist. Experten empfehlen Matratzen, die drei solcher unterschiedlich harten Liegezonen aufweisen.
  • Durch die Biegeelastizität kann sich die Matratze an die unterschiedlichen Kurven des Körpers anpassen, sodass dieser ergonomisch gebettet wird und keine Rückenschmerzen provoziert werden.

Matratzen und ihr Härtegrad

Matratzen weisen unterschiedlichen Härtegrad auf. Von H1 bis H4, also von extrem weich bis extrem hart, reichen die Härtegrade. Jedoch ist hierbei zu beachten, dass ein Härtegrad von Hersteller zu Hersteller variieren kann, da die eingeteilten Härtegrade keiner festgelegten Norm entsprechen.

Der zu wählende Härtegrad ist auch vom Gewicht sowie der Größe der einzelnen Person abhängig. Gerade für Paare mit unterschiedlichem Gewicht oder Größe sind daher zwei einzelne Matratzen häufig besser geeignet als eine gemeinsame. Um das richtige Material für die Matratze zu finden, ist es wichtig, seine eigenen Anforderungen sowie eigene körperliche Probleme (Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfall etc.) zu kennen.

Arten von Matratzen

Matratzen können aus unterschiedlichen Materialien gefertigt sein. Welche Matratzenart geeignet ist, hängt unter anderen von der Schlafposition ab. Wer auf der Seite schläft, hat also andere Anforderungen an seine Matratze als ein Rücken- oder Bauchschläfer. In jedem Fall sollte die Wirbelsäule in der üblichen Schlafposition gerade liegen – sie sollte also weder durchhängen, noch gekrümmt werden. Die Matratze sollte dafür sorgen, dass die Wirbelsäule entsprechend flächig oder punktgenau gestützt wird.

Beispielhaft stellen wir Ihnen folgende drei Arten von Matratzen vor:

  • Federkern-Matratze
  • Latex-Matratze
  • Kaltschaum-Matratze

Daneben gibt es noch weitere Arten von Matratzen, beispielsweise Viscoschaum-Matratzen (mit Memory-Effekt) oder Taschenfederkern-Matratzen.

Federkern-Matratzen

Federkern ist ein absoluter Klassiker unter den Matratzen. Federkern-Matratzen bestehen im Inneren aus einer Vielzahl von Metallfedern, die miteinander verbunden sind. Das Material ist durch folgende Eigenschaften gekennzeichnet:

  • Günstig
  • Robust
  • Formstabil
  • Ideal für Menschen, die stark schwitzen
  • Bei höherem Körpergewicht geeignet
  • Können leicht nachgeben

Solche Matratzen eignen sich vor allem für die Bauch- oder Rückenlage und bewirken üblicherweise, dass man etwas fester liegt, ohne dabei einzusinken.

Matratzen aus Latex

In der Regel bestehen Latex-Matratzen aus einem Materialmix, bestehend aus Naturgummi sowie synthetisch hergestelltem Gummi. Diese Materialien werden zu Schaum geschlagen und anschließend vulkanisiert. Typisch für Latex-Matratzen sind folgende Eigenschaften:

  • Extrem punktelastisch
  • Ergonomisch
  • Gute Regulierung der Feuchtigkeit sowie Wärme
  • Gut für Allergiker geeignet
  • Recht schwer im Eigengewicht
  • Meist eher teuer in der Anschaffung

Latex-Matratzen sind bei Seitenschläfern beliebt, die gerne eher weich liegen und von der Matratze umschmiegt werden möchten. Sie können Abhilfe schaffen bei Verspannungen oder wenn nachts häufig die Arme oder Beine einschlafen.

Kaltschaum-Matratzen

Kaltschaum-Matratzen werden aus kalt aufgeschäumten Polyethan hergestellt und sind vergleichsweise leicht. Je höher bei dieser Matratze das Raumgewicht, also die Dichte des Schaums, ist, desto robuster ist sie. Empfohlen werden mindestens 40 Kilogramm pro Kubikmeter. Folgende Eigenschaften sind typisch für die Art von Matratzen:

  • Perfekt für alle, die schnell frieren
  • Strapazierfähig
  • Meist eher für geringes bis mittleres Körpergewicht geeignet
  • Gute Punktelastizität, daher sehr für Menschen mit Rückenschmerzen zu empfehlen
  • Allerdings können enthaltene Kunststoffe möglicherweise Allergien auslösen

Kaltschaum-Matratzen eignen sich auch bei einem häufigen Wechsel der Schlafposition. Der Schlafende liegt auf solchen Matratzen mittelweich bis mittelfest.

Testen Sie die Matratze vorab

Wer sich für ein Material entschieden hat, sollte beim Kauf innerhalb der Materialwahl auch auf die unterschiedlichen Qualitätsstufen achten, um auch wirklich eine geeignete Matratze zu erwerben.

Wer eine neue Matratze aussucht, sollte mindestens fünf Minuten Probe liegen und dabei auch verschiedene Schlafpositionen testen. Stellen Sie auch sicher, dass Sie das Recht haben, die Matratze notfalls umzutauschen. Im Idealfall testen Sie die Matratze in Kombination mit Ihrem Kopfkissen, denn auch dadurch kann sich das Liegegefühl verändern.

Aktualisiert: 06.02.2020 – Autor: Sabrina Haas; überarbeitet: Silke Hamann

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