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5 Tipps für eine kühle Wohnung trotz Hitze

Frau in Wohnung im Sommer © rawpixel

Zuerst werden sie herbeigesehnt und dann möglichst hinausgesperrt: Sommer und Sonne müssen im Wohnbereich wohldosiert sein, damit sie nicht zur Belastung werden. Ab wie viel Grad die Hitze als unangenehm empfunden wird ist individuell unterschiedlich und hängt stark von der jeweiligen Tätigkeit, der Luftfeuchte und der Luftbewegung (Wind) ab.

5 Tipps gegen die Hitze im Haus

In der Regel werden Raumtemperaturen im Bereich von 20 bis 22 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von 50 – 60 % als angenehm empfunden. Um diesen Idealzustand auch im Sommer zu halten, muss das Haus richtig gebaut und die Wohnung richtig gekühlt werden. Letzteres bedeutet vor allem, die Hitze erst gar nicht ins Haus zu lassen. Dazu folgende fünf Tipps:

  • Nachts lüften, am besten in der zweiten Nachthälfte, weil es da am kühlsten ist. Möglichst einen ordentlichen Durchzug herstellen!
  • Tagsüber sind Fenster und Türen hingegen konsequent geschlossen zu halten.
  • Unbedingt verhindern, dass die Sonnenstrahlen auf das Fensterglas fallen! Fenster sind von außen zu verschatten (Jalousien, Markisen, Raffstores).
  • Stundenlanges Kochen im Sommer vermeiden, möglichst abends vorkochen, anschließend Nachtkühle in die Küche lassen.
  • Ein Ventilator schafft Linderung, wenn die Luft stickig wird.

Generell gilt: Je kleiner der Temperaturunterschied zwischen der Innen- und der Außentemperatur, desto geringer ist die Gefahr von Erkältungen und Kreislaufbeschwerden.

Klimageräte: ungesunde Stromfresser

Klimageräte sollten nur in Extremfällen zum Einsatz kommen. Sie geraten letzthin immer mehr ins Kreuzfeuer der Kritik. Einerseits wegen ihrer enormen Energiekosten (die sommerlichen Blackouts gehen auf ihre Kosten). Andererseits wegen ihrer negativen gesundheitlichen Auswirkungen. Immer mehr Menschen klagen in klimatisierten Räumen über Infekte der Atemwege und generelles Unwohlsein.

Ersteres ist darauf zurückzuführen, dass Klimaanlagen die Luftfeuchtigkeit absenken. Die oberen Luftwege und die Nasenschleimhäute trocknen aus, man bekommt einen rauen Hals und wird infektionsanfälliger. Wenn die Anlage nicht regelmäßig gewartet wird, schleudert sie Bakterien und Viren in die Luft, wodurch sich die Infektionsgefahr noch erhöht. Manche Menschen reagieren allergisch oder haben ständig gereizte Haut, Augen und Schleimhäute, leiden unter Kopfschmerzen, Ermüdung und Konzentrationsstörungen.

Letzteres hängt auch mit der ungünstige Ionisierung der Luft durch die Klimaanlage zusammen (Überhang an positiv geladenen Teilchen, die unser Wohlbefinden stören). Vor dem Kauf eines Klimagerätes sollte man alle anderen Maßnahmen prüfen. Sonst hat man statt kühler Räume nur gesalzene Stromrechnungen und kranke Menschen.

Fazit

"Was gegen die Kälte gut ist, ist auch gegen die Hitze gut“ - Das alte Sprichwort gilt auch für die Wohnung. Schon beim Bau eines Hauses sollte man an zukünftige heiße Sommer denken!

Aktualisiert: 29.05.2017 – Autor: Verbraucherzentrale Südtirol

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