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Pille durchnehmen oder absetzen

Pille durchnehmen

Eine Frauen möchten – beispielsweise weil der Sommerurlaub vor der Tür steht – ihre Menstruation verschieben. Durch die Einnahme der Pille ist es möglich, den Zeitpunkt der Monatsblutung vorzuverlegen oder hinauszuschieben. Generell ist es für den Körper dabei besser, die Menstruation hinauszuschieben. Je nachdem was für eine Pille Sie nehmen, sollten Sie am besten Ihren Arzt zum genauen Vorgehen befragen.

Pille durchnehmen – was muss ich beachten?

Am einfachsten ist das Verlegen der Monatsblutung mit einem Kombinationspräparat. Wenn Sie die Menstruation nach hinten verschieben möchten, beginnen Sie nach dem Ende des ersten Pillenblisters einfach direkt einen neuen. Nehmen Sie die Pille nun so lange weiter, wie Sie die Monatsblutung hinauszögern möchten. Danach legen Sie die üblichen sieben Tage Pause ein und nehmen die Pille anschließend wie gewohnt weiter.

Möchten Sie Ihre Tage nach vorne verlegen, können Sie die Einnahme vor den üblichen 21 Tagen abbrechen. Allerdings muss die Pille mindestens 14 Tage lang eingenommen werden, damit der Empfängnisschutz gewährleistet ist. Legen Sie nach dem Abbruch der Einnahme die übliche Pause ein und nehmen Sie die Pille danach wie gewohnt weiter.

Wenn Sie den Wochentag, an dem die Periode beginnt, verändern möchten, können Sie Ihre Tage nach vorne verlegen. Brechen Sie dazu die Einnahme einige Tage vor dem Ende der Blisterpackung ab. Alternativ ist es auch möglich, die siebentägige Einnahmepause zu verkürzen. Eine Verlängerung der Einnahmepause ist dagegen auf keinen Fall möglich.

Pille absetzen

Manche Frauen möchten die Antibabypille absetzen – beispielsweise weil sie die Pille nicht gut vertragen, gerade keinen festen Partner haben oder ein Kind bekommen möchten. In der Regel ist es problemlos möglich, nach dem Ende einer Blisterpackung die Einnahme zu beenden. Haben gesundheitliche Gründe zur Einnahme der Pille geführt, sollten Sie vor dem Absetzen mit Ihrem Frauenarzt Rücksprache halten.

Bei einigen Frauen ist das Absetzen der Pille mit Nebenwirkungen verbunden: Beispielsweise kann es zu Verschlechterungen des Hautbildes sowie zu Haarausfall kommen. Häufig werden außerdem die Monatsblutungen stärker und schmerzhafter.

Nach dem Absetzen der Pille kann es zwei bis drei Monate dauern, bis sich der natürliche Zyklus wieder einstellt und eine Schwangerschaft möglich ist. Dies liegt daran, dass sich der Körper erst an die hormonelle Umstellung gewöhnen muss. In einzelnen Fällen – beispielsweise bei einer sehr langen Einnahme der Antibabypille – kann die Zeitspanne auch länger ausfallen.

Pille und Antibiotika

Bestimmte Medikamente wie Antibiotika oder auch Substanzen, die das Gehirn beeinflussen (u.a. Antidepressiva) können die Wirksamkeit der Pille herabsetzen. In einem solchen Fall sollten Sie auf andere Verhütungsmittel zurückgreifen, um einer Schwangerschaft sicher vorzubeugen.

Treten innerhalb von drei bis vier Stunden nach der Einnahme der Pille Durchfall oder Erbrechen auf, ist der Empfängnisschutz ebenfalls nicht mehr gewährleistet. Diese Zeit benötigt der Körper nämlich etwa, um die Wirkstoffe der Pille vollständig aufzunehmen. In solchen Fällen sollten Sie innerhalb von zwölf Stunden nach der üblichen Einnahmezeit eine zweite Pille aus einer Reservepackung einnehmen. Geschieht dies nicht, ist die Pille als nicht eingenommen anzusehen und es müssen entsprechende Maßnahmen ergriffen werden (siehe: Pille vergessen).

Weitere Informationen dazu, welche Medikamente neben Antibiotika noch zu Wechselwirkungen mit der Pille führen, können Sie dem Beipackzettel entnehmen. Falls Sie sich nicht sicher sind, ob sich ein bestimmtes Medikament mit der Antibabypille verträgt oder nicht, sollten Sie sich an Ihren Gynäkologen wenden.

Aktualisiert: 19.10.2017 – Autor: Kathrin Mehner

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