Sport und Krebs

Krebsvorbeugung durch Sport

Regelmäßige sportliche Betätigung kann auch das Risiko bestimmter Krebserkrankungen um bis zu 70 Prozent senken. Hier ist eine entsprechende Vorbeugung allerdings nur mit relativ hoher Aktivität über einen langen Zeitraum hinweg zu erreichen. Relativ sichere Beweise für verminderte Erkrankungsraten sportlich Aktiver liegen in bezug auf Dickdarmkrebs vor. Einige Studien weisen zudem auf einen günstigen Einfluss von Sport und Bewegung auf das Erkrankungsrisiko an Brust-, Prostata- und Lungenkrebs hin:

  • Sehr aktive Männer, die mehr als 2.500 Kilokalorien pro Woche durch Sport zusätzlich verbrauchen, haben ein um 40 Prozent geringeres Darmkrebsrisiko. Frauen reduzieren die Gefahr von Darmkrebs mit vier Stunden Sport pro Woche um rund 50 Prozent.
  • Das Risiko eines Bronchialkarzinoms (Lungenkrebs) lässt sich mit viel Bewegung um 20 bis 60 Prozent senken.
  • In der Pubertät sinkt das Brustkrebsrisiko um 30 Prozent, wenn dreimal pro Woche mindestens jeweils eine Stunde Sport getrieben wird.
  • Bei Prostata- und Hodenkrebs liegt der positive Effekt zwischen 10 und 70 Prozent.

Sport hilft Krebspatienten

Darüber hinaus belegen neuere Untersuchungen einen positiven Einfluss von abgestimmten Sport- und Bewegungsprogrammen bei Menschen, die bereits an Krebs leiden. Bei an Brustkrebs erkrankten Frauen zeigt ein moderates Ausdauertraining positive Effekte auf das Immunsystem sowie auf psychologische Faktoren. Auch bei anderen Tumorerkrankungen wie Dickdarmkrebs oder Lungentumoren kann die Tumorabwehr mittels Sport und Bewegung gestärkt werden.

Aktualisiert: 05.01.2017
Autor*in: 3K Agentur für Kommunikation / Überarbeitung: Dagmar Reiche

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