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Tae Bo – Kraft, Schnelligkeit, Rhythmus

Frau beim Tae Bo © istockphoto, bholland

Wem Aerobic zu altmodisch und Boxen zu gefährlich ist, der sollte es einmal mit Tae Bo probieren: Bei diesem seit den 90er Jahren aus Amerika bekannten Ausdauertraining werden Elemente aus Boxen, Kickboxen und Aerobic verbunden. Man verbessert dabei seine Ausdauer, kräftigt die Muskeln und schult die Koordination. Boxhandschuhe werden höchstens wegen des Show-Effekts angezogen. Bis zu 800 Kalorien pro Trainingseinheit verbrennt der Körper – das jedenfalls verspricht der Erfinder des Tae Bo, Billy Blanks, ein siebenfacher Karate-Weltmeister.

Tae Bo: Kombination aus Aerobic und Kampfsport

Tae Bo-Kurse werden meist in Fitness-Studios angeboten – oft auch unter Namensvariationen wie Tai Bo, Thaibo, Thairobic oder Taekbo, manchmal Fitbo oder Boxaerobic. Alle kombinieren Grundelemente der Aerobic mit Kampfsporttechniken aus Karate und Taekwondo wie Kicks und Punches, also Fußtritten und Boxhieben - allerdings ohne Körperkontakt. Aerobic bedeutet "Leistung erbringen mit Sauerstoff", ist also ein Bewegungstraining, bei dem die körperliche Fähigkeit zur Sauerstoffaufnahme gesteigert werden soll. Tae Bo beansprucht so gut wie alle Muskeln und man gerät ganz schön ins Schwitzen, wenn man eine 60-minütigen Trainingseinheiten durchhalten will.

Punches und Kicks: so funktioniert Tae Bo

Beim Tae Bo gibt es viele verschiedene Schritte und Armbewegungen, die erst einmal erlernt werden müssen. Wichtig ist deswegen als Anfänger an einer Einführung in die Sportart teilzunehmen. Typische Techniken beim Tae Bo sind:

  • Punches (Faustschläge): Die Beine sind hierbei gebeugt, die Arme angewinkelt und die Ellbogen nahe am Körper. Man nimmt die Fäuste vors Gesicht, wobei die Daumen zum Kinn zeigen. Es gibt Seitwärts- und Aufwärtshaken.
  • Kicks (Fußtritte): Hierbei gibt es Knie-Kicks, Vorwärts-, Rückwärts-, Seitwärts- und Halbkreis-Kicks, jeweils kombiniert mit Schrittfolgen und Ausweichbewegungen.

Tae Bo ist grundsätzlich für jeden geeignet, eine gewisse Grundausdauer sollte jedoch vorhanden sein. Beim Tae Bo werden Muskeln und Gelenke stark beansprucht. Dies kann aufgrund der häufigen Wiederholungen bei Untrainierten schnell zu Überlastungen führen. Menschen mit Herz-Kreislauferkrankungen sollten Tae Bo nicht ausüben, da die Belastung dabei zu hoch ist. Auch ältere Personen dürften mit dem Tempo und den hohen Anforderungen an Beweglichkeit und Koordination Probleme haben. Allerdings werden mittlerweile verstärkt Tae Bo-Kurse für diese Altersgruppe angeboten.

Vorteile der Tae Bo-Übungen

Gegenüber echten asiatischen Kampfsportarten hat Tae Bo einige Vorteile: So werden Ellbogen und Kniegelenke weit weniger belastet, das Verletzungsrisiko ist bei präziser Ausführung der Punches, Kicks und Jabs enorm gering. Tae Bo stärkt die Muskeln, macht locker und geschmeidig und fördert dabei die Konzentration, denn man braucht seine volle Aufmerksamkeit, um die Übungen korrekt ausführen zu können. Gleichzeitig baut man außerdem Stress und Aggressionen ab. Die körperliche Gewandtheit und Eleganz der asiatischen Kampfsportarten fließen nach einiger Übung automatisch mit ein. Alles in allem handelt es sich bei Tae Bo um ein sehr dynamisches Workout. Tempo und Rhythmus sind zwar schweißtreibend, machen aber auch Spaß. Wichtig ist, dass beim Training eine entsprechende Aufwärmphase durchgeführt wird. Im Warm-up werden die Muskeln mit Stretching, leichten Schlagvarianten und Standmärschen vorbereitet.

Tae Bo: Was ist zu beachten?

Wie beim Aerobic sollte man auch beim Tae Bo die Belastung gut dosieren. Dazu gibt es viele medizinische Studien, die empfehlen, zunächst die maximale Herzfrequenz (die Anzahl der Herzschläge pro Minute) zu ermitteln. Die Formel dafür lautet: 220 – Alter = maximale Herzfrequenz.

Die Ausdauerleistung des Körpers wird nur dann optimal verbessert, wenn das Herz-Kreislauf-System über längere Zeit (ab 30 Minuten) belastet wird. Der Puls sollte konstant bei 60 bis 80 Prozent der maximalen Herzfrequenz liegen. Es ist auch wichtig, dass das Ausdauertraining regelmäßig durchgeführt wird. Zum Ausklang des Trainings sollte eine Entspannungsphase erfolgen, in der der Körper langsam wieder zur Ruhe kommt. Aufgrund der hohen Intensität des Sports und des entsprechend hohen Energieverbrauchs ist Tae Bo gemeinsam mit einer gesunden Ernährung auch für all jene gut geeignet, die abnehmen wollen.

Aktualisiert: 19.09.2017 – Autor: bo

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