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Nervenschmerzen bei Gürtelrose: Was ist die Post-Zoster-Neuralgie?

Letzte Aktualisierung: 03.06.2024 - 10:35 Uhr

Jeder Dritte erkrankt im Laufe seines Lebens an Gürtelrose. Um ihr im besten Fall einen Schritt voraus zu sein, sollten Sie sich frühzeitig mit der Erkrankung beschäftigen. Denn Gürtelrose ist oft mehr als nur ein Ausschlag. Bis zu einem Drittel der Gürtelrose-Betroffenen leidet an Komplikationen und Langzeitfolgen – am häufigsten in Form von starken Nervenschmerzen. Passend zum "Aktionstag gegen den Schmerz" am 4. Juni erfahren Sie in diesem Artikel, wie die Schmerzen einer Gürtelrose entstehen, was Betroffene darüber berichten und wie Sie der Nervenerkrankung vorbeugen können.

Für viele Betroffene bedeutet die Diagnose Gürtelrose nicht nur eine akute Erkrankungsphase, sondern auch Komplikationen und Spätfolgen, die lange über die sichtbaren Symptome hinaus anhalten können. Eine der möglichen Folgen ist die sogenannte Post-Zoster-Neuralgie. Doch was verbirgt sich dahinter? Der typische rote Hautausschlag, der sich oft wie ein einseitiger Gürtel um den Körper zieht, gibt der Gürtelrose zwar ihren Namen, ist aber oft nur die Spitze des Eisbergs. "Das größte Problem sind langanhaltende Schmerzen unterschiedlichster, aber typischer Art: Kribbelndes Hautgefühl, Brennen, Stechen, Juckreiz, Ausschlag – auch nässend –, alle möglichen Missempfindungen, Fieber etc. und Schmerzen, die nicht beschreibbar sind!", so Günther Rambach, Vizepräsident der Deutschen Schmerzliga e.V. Halten diese Nervenschmerzen länger als drei Monate an, so spricht man von einer Post-Zoster-Neuralgie. Sie ist die häufigste Komplikation einer Gürtelrose und schwierig zu behandeln. Die Betroffenen müssen meist starke Medikamente einnehmen, schlafen oft schlecht, haben weniger Lebensfreude, vermeiden körperliche Aktivitäten und ziehen sich zunehmend aus sozialen Kontakten zurück.

Bohrender Dauerschmerz

Den bei Post-Zoster-Neuralgie auftretenden stechenden, brennenden oder bohrenden Dauerschmerz beschreiben Betroffene oft als "Wund-sein". Hinzu kommt häufig eine Überempfindlichkeit gegenüber Berührungen, die schon allein das Tragen von Kleidung oder das Anlehnen an eine Stuhllehne unerträglich machen kann. "Ich erinnere mich daran, wie ich nachts mehrere Stunden nahezu schreiend in meinem Bett lag und nicht schlafen konnte", erinnert sich die 68-jährige Petra. "Die Schmerzen bei der Geburt meiner beiden Kinder waren nichts im Vergleich zu denen der Gürtelrose. Diese Erfahrung wünsche ich wirklich niemandem."

Unterschätztes Risiko

Das persönliche Risiko ist höher als viele denken: Jede dritte Person erkrankt im Laufe ihres Lebens, denn Gürtelrose wird durch das Virus ausgelöst, das fast alle Erwachsenen in Deutschland nach einer Windpockenerkrankung in sich tragen – ein Leben lang. Eine Gürtelrose entsteht also nicht durch eine akute Ansteckung, sondern durch die Reaktivierung des im Körper schlummernden Erregers. Oftmals ist es eine Frage der Zeit, denn die Wahrscheinlichkeit, an Gürtelrose zu erkranken, steigt mit zunehmendem Lebensalter. Grund ist das auf natürliche Weise nachlassende Immunsystem. Außerdem haben Menschen mit Diabetes, Asthma, COPD, koronarer Herzerkrankung oder rheumatoider Arthritis im Durchschnitt ein um 30 Prozent höheres Gürtelrose-Risiko als Erwachsene ohne chronische Krankheit.

Mögliche Vorsorgemaßnahmen

Den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) zufolge haben alle Personen ab 60 Jahren Anspruch auf eine Impfung gegen Gürtelrose. Für Menschen mit einer Grunderkrankung oder einer Schwächung des Immunsystems, z. B. durch eine immunsupprimierende Therapie, wird die Gürtelrose-Impfung bereits ab 50 empfohlen.

Mehr Informationen unter: www.impfen.de/guertelrose

Sprechen Sie jetzt mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin über Ihr persönliches Risiko und die verfügbaren Vorsorgemöglichkeiten.

Mit freundlicher Unterstützung von GSK.

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