Augenkrankheiten erkennen: Diese Bilder helfen dabei!

Augenkrankheiten nur anhand von Symptomen zu erkennen, ist oft schwierig. Das Auge besteht aus vielen unterschiedlichen Komponenten, die verschiedene Veränderungen aufweisen können. Die Netzhaut kann beispielsweise infolge einer arteriellen Hypertonie (Bluthochdruck) Schaden nehmen. Dies sieht man allerdings erst, wenn man mittels einer sogenannten Ophthalmoskopie den Augenhintergrund betrachtet.

Gerade im Alter nehmen die möglichen Augenerkrankungen zu. Die Symptome sind dabei vielfältig. Da das Auge über wenig Schmerzrezeptoren verfügt, gibt es nur sehr wenige Erkrankungen, die mit Schmerzen einhergehen, beispielsweise eine Hornhautentzündung. Trockene Augen, wie bei einem Sicca-Syndrom, rufen zwar nicht direkt Augenschmerzen hervor, können jedoch als sehr unangenehm empfunden werden. Bei Lichtblitzen oder Gesichtsfeldausfällen ist Vorsicht geboten. In diesen Fällen sollte man schnellstmöglich einen Facharzt aufsuchen, um die Symptome weiter abklären zu lassen.

In Deutschland sind einige der häufigsten Augenkrankheiten der Graue Star (Katarakt), der Grüne Star (Glaukom), die Altersbedingte Makuladegeneration (AMD), die Diabetische Retinopathie, eine Netzhautablösung, eine Hornhautverkrümmung oder eine Retinopathia Pigmentosa. Unsere Fotostrecke zeigt Ihnen einige typische Bilder von Erkrankungen des Augenapparates. Diese Bilder können eine erste Orientierung sein – bei Symptomen sollten Sie jedoch ärztlichen Rat suchen ziehen, damit die richtige Diagnose gestellt werden kann.

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Grauer Star (Katarakt)

Auge mit grauem Star (Katarakt) © Getty Images/photo by ARZTSAMUI
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Die Linse ist ein wichtiger Bestandteil des optischen Systems. Sie ist normalerweise glasklar und bikonvex (beidseitig nach außen gewölbt) geformt. Damit ermöglicht sie die Lichtbrechung und stellt sicher, dass wir ein scharfes Bild auf der Netzhaut erhalten.

Trübt die Linse ein, spricht man von einem Katarakt. Das Licht kann dann nicht mehr ungehindert auf die Netzhaut fallen. In der Regel ist dies ein schleichender Prozess, der im höheren Alter häufiger auftritt. Betroffene berichten über Sehverschlechterungen und zunehmendes "grau-in-grau-Sehen". Die Behandlung besteht in einer OP.

Grüner Star (Glaukom)

Augeninnendruck-Messung bei grünem Star (Glaukom) © Getty Images/RossHelen
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Das Innere unseres Auges ist mit Kammerwasser gefüllt. Diese Flüssigkeit sorgt für einen konstanten Augeninnendruck und versorgt unter anderem die Hornhaut mit Stoffwechselprodukten. Eine Abflussstörung kann dazu führen, dass das Kammerwasser sich im Auge staut und den Druck erhöht. Dieses Krankheitsbild nennt man Grünen Star oder Glaukom.

In der Augenheilkunde unterscheidet man zwischen verschiedenen Glaukomarten. Der Grüne Star kann plötzlich eintreten oder chronisch vorliegen. Ein chronisches Glaukom ist meist symptomlos und fällt am ehesten durch Gesichtsfeldausfälle, also schwarze Flecken im Sichtfeld, auf. Ein akutes Glaukom hingegen verursacht starke Augen- und Kopfschmerzen, bis hin zu Übelkeit und einem verhärteten Augapfel.

In Deutschland ist jeder 10. Mensch gefährdet, im Laufe seines Lebens einen erhöhten Augeninnendruck zu erleiden, welcher sich zu einem Glaukom entwickeln kann. Der Grüne Star stellt nach der Altersabhängige Makuladegeneration (AMD) die zweithäufigste Ursache für Erblindung dar. Entscheidend für den Ausgang ist ein schnelles, ärztliches Handeln nach dem Erkennen der Symptome.

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Sicht bei einer altersbedingten Makuladegeneration (AMD) © shutterstock, Tunatura
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In der westlichen Welt ist die Altersbedingte Makuladegeneration (auch: Altersabhängige Makuladegeneration) die häufigste Erblindungsursache im höheren Lebensalter. Dabei kommt es zu einer fortschreitenden Zerstörung der Makula, dem Ort des schärfsten Sehens auf unserer Netzhaut. Das Hauptsyndrom ist dementsprechend die Einschränkung des scharfen Sehens. Betroffene können oft in den Randbereichen des Gesichtsfelds noch gut sehen, doch in der Makula kommt es zu einem massivem Visusverlust (Sichtverlust).

Therapeutisch versucht man, das Voranschreiten der Krankheit zu verhindern, eine Therapie zur Heilung der Altersabhängigen Makuladegeneration existiert allerdings nicht.

Netzhautablösung

Augen-OP bei einer Netzhautablösung © Getty Images/bojanstory
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Die Netzhaut bildet die innerste Schicht des Auges und ist für unsere visuelle Wahrnehmung zuständig. Die Makula ist zum Beispiel ein Teil der Netzhaut (Retina).

Symptome, die auf eine Netzhautablösung hindeuten, sind plötzliche Gesichtsfeldausfälle und Lichtblitze. Gerade im höheren Alter ist die Ablösung viel wahrscheinlicher, da der Glaskörper in unserem Auge sich im Alter verflüssigen kann. Dadurch kommt es zu einer Unterspülung der Netzhaut und sie wird von ihrem Untergrund abgehoben.

Die Netzhautablösung ist ein augenärztlicher Notfall und muss zeitnah chirurgisch versorgt werden.

Hornhautverkrümmung

Korrekturlinsen bei einer Hornhautverkrümmung © Getty Images/Science Photo Library
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Die Hornhaut ist die äußerste Schicht des Augapfels. Zusammen mit der Linse sorgt sie für die Lichtbrechung und Fokussierung der Strahlen auf der Netzhaut. Die Hornhaut ist leicht oval geformt und besitzt eine leichte Wölbung, ähnlich einer Kontaktlinse. Ist die Wölbung aufgrund einer Hornhautverkrümmung unregelmäßig, spricht man von einer Stabsichtigkeit, in der Fachsprache auch als Astigmatismus bezeichnet.

Die unterschiedlich starke Wölbung führt dazu, dass Lichtstrahlen nicht als scharfer Punkt auf der Netzhaut gebündelt werden, sondern als unscharfe Linie. Betroffene beklagen durch die Hornhautverkrümmung neben unscharfem Sehen oft Augen- und Kopfschmerzen. Behandeln kann man die Verkrümmung der Hornhaut mit speziell geschliffenen Brillengläsern oder harten Kontaktlinsen.

Keratokonus

Keratokonus an einem Auge © shutterstock, Garna Zarina
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Der Keratokonus stellt eine spezielle Form der Hornhauterkrankung dar. Hier kommt es zu einer Ausdünnung und Vorwölbung der Hornhaut. Im Endstadium sieht die Hornhaut kegelförmig aus. Die Ursache hierfür ist unbekannt. Betroffene sind meist kurzsichtig und beschreiben oft, dass es mit einem Auge anfing und sich dann auf das zweite Auge ausbreitete.

Spezielle Linsen oder im weit fortgeschrittenen Stadium eine Hornhauttransplantation sind die möglichen Behandlungen.

Gerstenkorn

Gerstenkorn am Auge einer Frau © Getty Images/Kwanchai Chai-Udom/EyeEm
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Eine akute, bakterielle Entzündung der Augenliddrüse bezeichnet man in der Medizin als Hordeolum oder Gerstenkorn. Betroffene berichten über Schmerzen im Bereich der Entzündung. Zu erkennen sind Gerstenkörner meistens als geröteter, geschwollener Knoten am oberen oder unteren Augenlid, mit einem zentralen Eiterpunkt. Aus diesem kann gegebenenfalls etwas Sekret austreten. Im Gegensatz zu Hagelkörnern können Gerstenkörner an verschiedenen Drüsen im Auge auftreten.

Behandelt werden Gerstenkörner mit einem Lokalantibiotikum und Wärmebestrahlung.

Hagelkorn

Hagelkorn am Auge eines Mannes © Getty Images/RapidEye
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Optisch ist ein Hagelkorn sehr ähnlich zu einem Gerstenkorn. Bei einem Hagelkorn handelt es sich um eine Entzündung der Meibom-Drüse. Diese befindet sich am Augenlid, in Richtung der Nase. Ist diese Drüse verstopft, spricht man von einem Hagelkorn oder in der Fachsprache von einem Chalazion. Dieses ist meist schmerzlos und wird nur mit Wärmestrahlung behandelt.

Retinopathia Pigmentosa (Retinitis Pigmentosa)

Sicht bei Retinopathia Pigmentosa (Retinitis Pigmentosa) © shutterstock, Tunatura
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Bei der Retinopathia Pigmentosa, auch Retinitis Pigmentosa genannt, handelt es sich um eine erbliche Erkrankung, die oft zur Erblindung führt. Unsere Netzhaut ist für das Umwandeln der Lichtstrahlen in elektrische Signale zuständig, die uns ermöglichen, unsere Umwelt wahrzunehmen. Zwei wichtige Arten von Zellen, die dazu beitragen, sind die Stäbchen und die Zapfen. Stäbchen sind besonders gut im Nachtsehen, da sie kleinste Lichtunterschiede wahrnehmen, während Zapfen eher für das Farbsehen verantwortlich sind.

Erkrankt ein Mensch an der Retinopathia Pigmentosa, kommt es zu einem Absterben dieser Zellen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, welche Zellen stärker betroffen sind. Sterben die Stäbchen ab, kommt es zu einer röhrenförmigen Einengung des Gesichtsfelds, man sieht seine Umwelt also durch ein immer kleiner werdendes "Guckloch". Später können auch die Zapfen absterben, wodurch Farben und Kontraste schlechter wahrgenommen werden. Eine Therapie existiert nicht.

Endokrine Orbitopathie

Augen eines Mannes mit Endokriner Orbitopathie © Getty Images/Russell Monk
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Infolge einiger Autoimmunerkrankungen, wie beispielsweise dem Morbus Basedow, kommt es hinter dem Augapfel zu einer Vermehrung von Fett- oder Bindegewebe. Diese Größenzunahme drückt den Augapfel immer weiter nach außen, sodass die Augen hervortreten.

Dadurch ist die Beweglichkeit des Augapfels gestört. Es kann zu Doppelbildern kommen. Therapiert wird in der Regel die Grunderkrankung, zum Beispiel die Schilddrüse bei einem Morbus Basedow. Betroffene sollten möglichst ein striktes Rauchverbot einhalten, da das Risiko für eine Endokrine Orbitopathie bei Menschen, die rauchen, um das Achtfache erhöht ist.

Bindehautentzündung

Bindehautentzündung im Auge eines Mannes © Getty Images/Lew Robertson
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Die Bindehautentzündung – auch Konjunktivitis genannt – ist ein sehr häufiges Krankheitsbild, welches Menschen in jedem Alter betreffen kann. Die Ursachen sind vielfältig, von Erregern wie Viren oder Bakterien bis hin zu Allergien.

Betroffene beschreiben häufig ein Fremdkörpergefühl im Auge und meiden Licht. Die typische Rötung des Auges kommt durch die verstärkte Durchblutung der Gefäße. Ist die Hornhaut mitbetroffen, spricht man von einer Keratokonjunktivitis, die sehr schmerzhaft sein kann.

Therapiert wird je nach Ursache mit Augentropfen, die helfen sollen, die Erreger aus dem Auge zu entfernen, oder mit Antibiotika.

Diabetische Retinopathie

Verschwommene Sicht bei Diabetischer Retinopathie © shutterstock, Marti Bug Catcher
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Die Diabetische Retinopathie gehört zu den häufigsten Augenerkrankungen in Deutschland. Es handelt sich dabei um eine Erkrankung der Netzhaut infolge eines schlecht eingestellten oder langjährigen Diabetes mellitus. Dabei führt ein erhöhter Blutzuckerspiegel zu einer Schädigung der kleinsten Blutgefäße, die für die Versorgung der Netzhaut (Retina) mit Sauerstoff und Nährstoffen zuständig sind. Die Retina wird dadurch nicht mehr ausreichend versorgt. Es können Eiweißablagerungen, Wasseransammlungen (Makulaödeme) und kleine Blutungen in der Netzhaut entstehen.

Während Betroffene anfangs oft keine Symptome bemerken, entwickeln sich mit der Zeit Sehstörungen und eine verschwommene Sicht. Langfristig droht ohne entsprechende Behandlung der Verlust der Sehkraft. Augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen sind bei Menschen mit Diabetes daher besonders wichtig – denn im frühen Stadium kann das Fortschreiten der Diabetischen Retinopathie meist verhindert werden.

Lidrandentzündung (Blepharitis)

Mann zeigt Lidrandentzündung (Blepharitis) am Auge © Getty Images/Alona Siniehina
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Bei einer Lidrandentzündung (Blepharitis) handelt es sich – wie der Name schon sagt – um eine Entzündung am Lidrand. Dahinter steckt meist eine bakterielle Infektion (oft mit Staphylokokken), aber auch Viren (zum Beispiel Herpes simplex) oder allergische Reaktionen (etwa auf Kosmetika) können die Ursache sein. Auch eine Störung des Talgabflusses aus den Talgdrüsen (Meibom-Drüsen) oder Hauterkrankungen wie Rosazea können eine Lidrandentzündung zur Folge haben.

Zu erkennen ist eine Blepharitis oft an Rötungen und Schwellungen sowie Krusten und Schuppen an der betreffenden Stelle. Nach dem Schlafen sind die Augen oft verklebt. Die Haut ist gereizt, sie kann brennen und jucken – ebenso sind ein Fremdkörpergefühl und trockene oder tränende Augen möglich. Es können kleine eitrige Abszesse entstehen, auch vereinzelt ausfallende Wimpern gehören zu den möglichen Symptomen.

Lidrandentzündungen sind oft chronisch oder mehrfach wiederkehrend. Die Behandlung erfolgt abhängig von der Ursache zum Beispiel mit Antibiotika oder Rotlichtbestrahlung. Auch Hygiene spielt bei der Therapie eine entscheidende Rolle, beispielsweise muss die Stelle mehrmals täglich gereinigt werden.

Schielen (Strabismus)

Kind schielt © Getty Images/teap
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Schielen, medizinisch als Strabismus bezeichnet, ist eine Sehbehinderung, die ein oder beide Augen betreffen kann. Dabei schauen die Augen (dauerhaft oder wiederkehrend beim Fokussieren) nicht in dieselbe Blickrichtung. Es sind unterschiedliche Arten des Schielens möglich, etwa Innenschielen, Außenschielen oder Verrollen des Auges. Ursache der falschen Augenstellung ist eine Gleichgewichtsstörung der Augenmuskeln, sodass die Koordination der beiden Augen nicht gelingt. Das Gehirn kann die beiden so entstehenden Bilder nicht zusammenbringen, wodurch Betroffene Doppelbilder sehen. Bleibt ein Strabismus beim Kind unbehandelt, kann die Augenfunktion einseitig verkümmern. Deshalb erfordert Schielen stets eine frühzeitige Therapie.

Während (oft angeborene) Störungen der Augenmuskeln zu dauerhaften Beschwerden führen, kann Schielen auch vorübergehend auftreten, etwa bei übermäßigem Alkoholkonsum oder Müdigkeit. Plötzlich einsetzendes Schielen kann jedoch auch Folge eines Schlaganfalls, einer Durchblutungsstörung oder einer Schädigung des Hirnnervs sein – es handelt sich dabei immer um einen medizinischen Notfall.

Gelbe Augen

Mann hat gelbe Augen © Getty Images/MediaProduction
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Ist das Weiße in den Augen gelb verfärbt, ist dies häufig Symptom einer Erkrankung. Üblicherweise ist der Gallenfarbstoff Bilirubin für die Gelbfärbung der Augäpfel verantwortlich. Oft gelangt der Farbstoff auch ins Körpergewebe und bewirkt dort eine Gelbfärbung der Haut. Man spricht dann von einer Gelbsucht (Ikterus).

Mögliche Ursachen für gelbe Augen sind Erkrankungen der Leber (zum Beispiel Hepatitis, Leberzirrhose oder Leberentzündungen), eine Schädigung der Galle (zum Beispiel durch Gallensteine) oder die Stoffwechselstörung Morbus Meulengracht. Doch auch bestimmte Formen der Anämie (Blutarmut), Infektionen oder Medikamente können den Bilirubinwert erhöhen. Gelbe Augen sollten immer ärztlich abgeklärt werden, damit die Ursache entsprechend behandelt werden kann.

Tränende Augen (Epiphora)

Tränendes Auge © Getty Images/Obencem
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Tränenflüssigkeit nimmt eine wichtige Schutzfunktion für unsere Augen ein, denn sie spült Fremdkörper aus und verhindert das Austrocknen der Augen. Ständig tränende Augen sind keine eigenständige Erkrankung, sondern können unterschiedlichste Gründe haben. Oft werden die Augen vorübergehend durch Fremdkörper gereizt, etwa durch Kontaktlinsen, Pollen und Staub oder auch durch Luftzug. Des Weiteren können Bildschirmarbeit, seltenes Blinzeln und eine schlecht angepasste Brille die Augen überanstrengen und so zum Tränen bringen. Trockene Augen, also der Mangel an Tränenflüssigkeit, sind ebenfalls häufig Grund für tränende Augen.

Auch Entzündungen und Erkrankungen der Augen können eine Reizung bewirken und so den Tränenfluss stimulieren. Weitere krankheitsbedingte Ursachen sind erhöhte Blutzuckerwerte bei Diabetes mellitus, Allergien, Erkältungen oder eine falsche Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit, etwa infolge eines fortgeschrittenen Alters oder hormoneller Umstellungen. Die Behandlung erfolgt stets in Abhängigkeit von der jeweiligen Ursache.

Rot-Grün-Schwäche

Testbild für Rot-Grün-Schwäche © Getty Images/mfto
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Die Rot-Grün-Schwäche ist die häufigste Form der Farbfehlsichtigkeit. Männer sind weitaus häufiger betroffen als Frauen. Bei der Rot-Grün-Blindheit (Dichromasie) fehlend infolge eines genetischen Defekts "Zapfen" im Auge, die für das Farbensehen von Rot oder Grün verantwortlich sind. Daher können Betroffene die jeweilige Farbe nicht wahrnehmen und aus diesem Grund die beiden Farben nicht unterscheiden. Liegt lediglich eine Rot-Grün-Schwäche vor, ist die Funktion der Zapfen eingeschränkt, wodurch die beiden Farben Rot und Grün schlechter unterschieden werden können.

Deutlich seltenere Formen der Farbfehlsichtigkeit sind die Blau-Gelb-Schwäche oder die völlige Farbenblindheit. Um eine derartige Beeinträchtigung des Sehens zu diagnostizieren, werden unter anderem sogenannte Farbtafeln eingesetzt. Die Behandlung einer Rot-Grün-Schwäche kann mithilfe einer speziellen Brille erfolgen.

Aktualisiert: 31.08.2021 - Autoren: Yannis Diener, Student der Humanmedizin | Silke Hamann, Medizinredakteurin