Erkältung – M bis P

Von M wie Müdigkeit bis P wie Paracetamol: Im folgenden Abschnitt unseres Erkältungs-ABCs finden Sie die Buchstaben M bis P. Und damit jede Menge Tipps gegen die typischen Beschwerden einer Erkältung.

M – Müdigkeit

Wenn wir erkältet sind, produziert der Körper die Substanz TNF-alpha, die eine wichtige Rolle Im Immunsystem und der Abwehr von Bakterien und Viren einnimmt. Wissenschaftler vermuten, dass dieser Botenstoff gleichzeitig eine Veränderung des Schlaf- und Wachzyklus' bewirkt. Infolgedessen fühlen wir uns bei einer Erkältung müde und abgeschlafft.

Zwar gibt es gegen Erkältungen Kombipräparate mit Koffein, die den Kreislauf etwas in Schwung bringen – allerdings ist es eher schädlich, seinen kranken Körper aufzuputschen – so wird ihm nämlich vorgegaukelt, gar nicht so geschwächt zu sein, wodurch man sich leicht überschätzt. In Wahrheit genesen wir schneller, wenn wir dem erhöhten Ruhe- und Schlafbedürfnis nachgeben. Sind wir aktiv, anstatt Bettruhe zu wahren, verschwendet der Organismus nur unnötige Energie, die er zur Bekämpfung der Bazillen besser gebrauchen kann. Nicht umsonst riet schon die Großmutter: "Schlaf dich gesund!"

N – Nase

Unserer Nase schenken wir bei einer Erkältung viel mehr Beachtung als sonst. Wird nahezu jede Erkältung in der Regel von einem harmlosen Schnupfen begleitet, so schwillt die Nasenschleimhaut an und meist sind auch die Nasennebenhöhlen betroffen. Ständiges Niesen, Naselaufen, Schnäuzen und Kopfweh sind die Folge.

Ihr Arzt kann Ihnen schleimlösende Medikamente wie Nasensprays, Nasentropfen oder Inhalationslösungen mit ätherischen Ölen verschreiben. Achten Sie selbst darauf, Ihren Kopf im Bett in eine erhöhte Position zu bringen, so kann der Schleim besser abfließen. Viel Flüssigkeit wie Tee, Wasser und verdünnte Fruchtsäfte verdünnen zudem den Schleim.

Für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit sollte die Wohnung regelmäßig gelüftet werden. Zigarettenrauch ist ein absolutes Tabu. Zusätzlich können Sie der Entzündung mit Infrarotbestrahlung zu Leibe rücken.

Haben sich die Beschwerden nach drei Tagen noch nicht gebessert, sollten Sie einen Fachmann aufsuchen. Wer häufig an einer Nasennebenhöhlenentzündung erkrankt, sollte Rücksprache mit seinem Hals-Nasen-Ohren-Arzt halten, ob eine Operation (etwa eine Begradigung der Nasenscheidewand) nötig ist.

O – Ohrenschmerzen

Häufig breiten sich die Krankheitserreger über die Nasen- und Rachenschleimhaut zum Mittelohr aus. Vor allem Kinder leiden im Zuge einer Erkältung sehr oft unter Ohrenschmerzen. Während eine Mittelohrentzündung eine sofortige ärztliche Behandlung, meist mit Antibiotika, erforderlich macht, können Sie eine leichte Entzündung mit Ohrentropfen mit einer Glycerin-Mischung aus der Apotheke behandeln.

Wichtig: Bei Eiter im Ohr immer zum Arzt gehen! Vorsicht mit Wattestäbchen, die drücken Pfropfen meist weiter ins Ohr, und schaden so eher als dass sie der Reinigung dienen.

Versuchen Sie auch einmal folgendes Hausmittel gegen Ohrenschmerzen: Eine zerkleinerte Zwiebel in ein Taschentuch wickeln, warten, bis dieses Zwiebelsäckchen vom Zwiebelsaft vollgesogen ist (dazu die Zwiebelstücke ein wenig zerdrücken) und für eine halbe Stunde aufs Ohr legen. Das gleiche funktioniert auch mit einem Bund gehackter Petersilie in einem Verbandsmull. Kauen Sie zudem häufiger Kaugummi, dadurch wird das Ohr besser entlüftet.

P – Paracetamol

Paracetamol ist ein weitverbreitetes Schmerzmittel, das zudem fiebersenkend wirkt. Paracetamol ist in geringen Dosen frei verkäuflich und kommt besonders bei Kopf-, Zahn- und Regelschmerzen zum Einsatz.

Der Wirkstoff ist allgemein gut verträglich und wird auch Kindern verabreicht – zu Nebenwirkungen kommt es eher selten. Dennoch sollte Paracetamol, wie andere Schmerzmittel und Medikamente auch, nicht in hoher Dosierung oder über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, da es sonst zu Leber- und Nierenschäden kommen kann. Die Dosierung ist abhängig von Alter und Körpergewicht des Patienten.

Zu beachten ist, dass Paracetamol auch in einigen Kombiprodukten enthalten ist, weshalb man zu diesen nicht zusätzlich andere Präparate einnehmen sollte. Es gibt Paracetamol in Form von Tabletten, Kapseln, Zäpfchen, Säften und Sirup.

Aktualisiert: 25.11.2020 - Autor: Daniela Heinisch, Medizinautorin

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