Multiple Sklerose (MS)

Mann mit Multipler Sklerose im Rollstuhl © Steve Buissinne

Multiple Sklerose ist eine entzündliche Erkrankung des Nervensystems, die in Deutschland über 200.000 Menschen betrifft und sehr unterschiedlich verlaufen kann. Nach wie vor sind trotz intensiver Forschung die genauen Mechanismen der Entstehung von MS unklar. Alle Informationen über Ursachen, Symptome, Diagnose, Therapie und Verlauf dieser Krankheit werden im folgenden Artikel thematisiert.

Übersicht über die MS Krankheit

Wie lange Multiple Sklerose (MS) – eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Nervensystems – schon existiert, ist unbekannt. Die vermutlich erste passende Beschreibung der Symptome von MS stammt von 1395; auch der deutsche Dichter Heinrich Heine litt an Beschwerden, die MS zugeordnet werden könnten.

Häufig wird Multiple Sklerose, auch Encephalomyelitis disseminata (ED) genannt, mit schneller Invalidität und Behinderung im Rollstuhl gleichgesetzt. Doch glücklicherweise verläuft Multiple Sklerose oft weniger dramatisch. Der Verlauf ist sehr verschieden. So können anfänglich nur wenige MS Symptome auftreten, die sich kaum verschlimmern, die Krankheit kann kontinuierlich fortschreiten oder sich immer wieder in Form von einzelnen Krankheitsschüben verschlimmern.

Ist MS heilbar?

Nach der Diagnosestellung nicht zu wissen, wie es weiter geht, bedeutet für viele MS-Kranke eine starke psychische Belastung.

Die Verbreitung von MS wächst mit dem Abstand vom Äquator, die Krankheit tritt also vor allem in den gemäßigten Klimazonen auf. Weltweit sind rund 2,5 Millionen Menschen betroffen. Frauen erkranken rund zweimal so häufig wie Männer; die ersten Anzeichen zeigen sich meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. Die genaue Ursache von MS ist nicht bekannt. Die Therapie von Multiple Sklerose ist aktuell nur symptomatisch und kann Krankheitsschüben vorbeugen.

Eine neuere Studie gibt Hoffnung, dass MS heilbar werden könnte: Kanadischen Forschern gelang es mithilfe einer Kombination aus intensiver Chemotherapie und dem Einsatz von Stammzellen, die Multiple Sklerose bei 24 Patienten zu stoppen. Diese Form der Therapie ist jedoch risikobehaftet und nur für einen geringen Teil der Patienten geeignet. Zudem ist noch weitere Forschung nötig, bevor die Methode tatsächlich für MS-Patienten zugänglich gemacht werden kann.

Aktualisiert: 14.06.2017 – Autor: Dagmar Reiche

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?