Morbus Menière - Therapie

Morbus Meniere: Therapie gegen Symptome

Da die Ursache für Morbus Menière unbekannt ist, gibt es viele Behandlungen, aber keine Heilung. Das Ziel ist, die Symptome auf ein erträgliches Maß zu reduzieren und eine möglichst schnelle Besserung zu erlangen. Ärzte verordnen Medikamente zur Linderung der Übelkeit und des Erbrechens, zusätzlich werden von Infusionslösungen verabreicht, die die Durchblutung fördern sollen.

Morbus Meniere: Betahistin reduziert Druck

Patienten mit Morbus Menière profitieren nach derzeitigen Erkenntnissen besonders von einer Hochdosis-Therapie mit dem Histamin-Antagonisten Betahistin. Histamin-Antagonisten sind Mittel, die die Wirkungen des Histamins auf das Gewebe aufheben oder abschwächen. Histamine spielen eine große Rolle im Immunsystem bei Abwehrreaktionen.

Innerhalb eines Jahres verschwinden die Schwindel-Attacken fast völlig. Auch zur Vorbeugung von Attacken über längere Zeit wird Betahistin erfolgreich eingesetzt. Der Wirkstoff reduziert im Innenohr den Endolymphdruck. Der Wirkstoff sollte für mindestens sechs Monate, am besten bis zu 24 Monate, regelmäßig eingenommen werden. Diese Morbus Meniére Therapie wurde gut vertragen. Nur bei zwei Patienten trat leichte Übelkeit auf.

Meniere-Krankheit: Psychologische Betreuung wichtig

Menière-Patienten sind infolge der oft überfallartig einsetzenden Schwindelanfälle entsprechend sehr unsicher. Aus Angst, einen Anfall in der Öffentlichkeit zu erleiden, ziehen sie sich zurück. Vereinsamung, Unsicherheit und Ängste sind die Folge. Zur Therapie der Drehschwindelanfälle gehört auch die Behandlung und Betreuung des lästigen Tinnitus, dem die Patienten in mehr oder weniger ausgeprägter Form ausgesetzt sind.

Inzwischen sind Behandlungskonzepte entstanden, die zwar keine Beseitigung des Tinnitus versprechen können, jedoch das Ziel, nämlich die Verringerung der psychisch-akustischen Belastung durch das Ohrgeräusch, in den meisten Fällen erreichen können. Wertvolle Hilfsmittel bei Morbus Meniére sind dabei so genannte Tinnitusmasker und bei gleichzeitiger Schwerhörigkeit der Einsatz von Hörgeräten.

Aktualisiert: 23.01.2017 – Autor: bo

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