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Schwindel – Was tun?

Behandlung von Schwindel

Wenn Sie sich durch die Schwindelattacken in Ihrer Lebensqualität beeinträchtigt fühlen oder neben dem Schwindel besorgniserregende Begleitsymptome auftreten, sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen. Im nächsten Schritt können Sie sich bei Bedarf an einen Neurologen oder HNO-Arzt und schließlich an ein spezialisiertes Schwindelzentrum wenden. „Schwindel ist allgemein gut behandelbar“, versichert Strupp. „Deswegen sollten sich die Betroffenen nicht scheuen, einen Spezialisten aufzusuchen.“

Diagnose selbst erleichtern

Um dem Arzt die Diagnose zu erleichtern, empfiehlt der Experte, sich vor dem Arztbesuch bereits Gedanken über die folgenden Aspekte zu machen:

  • Um was für eine Art von Schwindel handelt es sich (Dreh- oder Schwankschwindel)?
  • Liegen einzelne Schwindelattacken oder ein Dauerschwindel vor?
  • Macht sich der Schwindel bereits in Ruhe oder erst nach Veränderungen der Körperlage bemerkbar?
  • Treten neben dem Schwindel noch Begleitsymptome wie Ohrgeräusche, Hörminderung oder Kopfschmerzen auf?

Die Behandlung des Schwindels richtet sich immer nach der zugrunde liegenden Ursache. Nach dieser sollte gründlich geforscht werden, um die Lebensqualität des Patienten langfristig zu verbessern. Zur kurzfristigen Behandlung von Schwindelattacken können sogenannte Antivertiginosa eingenommen werden, die das Schwindelgefühl lindern.

Immer wieder schwindelig – Was tun?

Einigen Menschen wird immer wieder in den gleichen Situationen schwindelig. Wir haben für Sie drei typische Situationen ausgewählt, in denen Schwindel häufiger auftritt. Prof. Dr. Michael Strupp erklärt, worauf die Beschwerden in den konkreten Situationen zurückzuführen sein können:

  • Schwindel morgens beim Aufstehen
    Strupp: „Tritt der Schwindel morgens beim Aufstehen und Umdrehen im Bett auf, ist vermutlich ein gutartiger Lagerungsschwindel die Ursache. Dieser lässt sich sehr gut behandeln, deswegen sollten Sie bei anhaltenden Beschwerden unbedingt einen Arzt aufsuchen.“
  • Schwindel beim Bücken
    Strupp: „Tritt der Schwindel beim Bücken auf, muss unterschieden werden, ob er tatsächlich beim Bücken oder aber beim Hochgehen entsteht. Macht sich der Schwindel beim Bücken bemerkbar, steckt wahrscheinlich auch hier ein gutartiger Lagerungsschwindel hinter den Beschwerden. Wird Ihnen dagegen beim Aufstehen aus der Hocke schwindelig, können Probleme mit dem Blutdruck für die Beschwerden verantwortlich sein. Bei älteren Patienten ist als Ursache zudem auch ein Ausfall beider Gleichgewichtsorgane denkbar.“
  • Schwindel beim Fahren mit dem Auto/Schiff
    Strupp: „Bei der Reisekrankheit wird der Schwindel dadurch verursacht, dass über die verschiedenen Sinnesorgane unterschiedliche Informationen an unser Gehirn weitergeleitet werden. Um Beschwerden zu vermeiden, sollte man sich beispielsweise beim Autofahren nicht auf etwas Statisches innerhalb des Fahrzeugs konzentrieren. Besser ist es, auch als Beifahrer quasi aktiv mitzufahren.“

Aktualisiert: 27.10.2017 – Autor: Kathrin Mehner

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