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Schlafapnoe – Diagnostik und Therapie

Besteht der Verdacht auf eine Schlafapnoe, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Die endgültige Diagnose erfolgt in einem Schlaflabor. Zur Therapie des Schlafapnoe-Syndroms kann eine spezielle Maske zum Einsatz kommen, doch auch eine OP ist eine mögliche Option zur Behandlung der nächtlichen Atemaussetzer.

Diagnose: Wie wird eine Schlafapnoe festgestellt?

Haben Sie oder Ihr Partner den Verdacht, dass Sie einer Schlafapnoe leiden, sprechen Sie zunächst mit Ihrem Hausarzt, er wird Sie eventuell noch zu einem Hals-Nasen-Ohren- oder Lungenfacharzt überweisen.

Zunächst kann eine ambulante Vordiagnostik erfolgen. Dazu erhalten Sie eine kleines tragbares Messgerät, das Sie vor dem Zubettgehen nach Anweisung mit mehreren Messpunkten am Körper befestigen. Das Gerät zeichnet zum Beispiel den Puls und Schnarchgeräusche auf.

Erhärtet sich durch die gemessenen Werte der Verdacht auf eine Schlafapnoe, erfolgt die endgültige Diagnostik in einem Schlafmedizinischen Zentrum ("Schlaflabor").

Welche Therapien gibt es?

Zunächst sollten die verschiedenen Möglichkeiten umgesetzt werden, das Schnarchen selbst zu verhindern. Wie man das Schnarchen bessern kann:

  • Oft zeigt bereits ein Gewichtsabnahme einen messbaren Erfolg: In einer finnischen Studie schnarchten nach einer Gewichtsabnahme ein Viertel der Patienten überhaupt nicht mehr!
  • Verzichten Sie auf ein spätes Abendessen sowie auf Alkohol und Rauchen vor dem Schlafengehen; ebenso auf Beruhigungs- und Schlafmittel sowie Antihistaminika (Allergiemittel) – diese entspannen die Muskeln und damit auch die im Mund- und Rachenraum.
  • Wie für alle anderen Schlafprobleme gilt auch hier: Beachten Sie die Regeln für eine gute Schlafhygiene – sorgen Sie für eine ruhige Umgebung, lüften Sie Ihren Schlafraum ausreichend, halten Sie regelmäßige Schlafrhythmen ein.
  • Schlafen Sie mit erhöhtem Oberkörper und vermeiden Sie die Rückenlage (Tipp aus Omas Schatzkiste: Lassen Sie einen Tennisball in den Rückenteil des Pyjamas einnähen).
  • Im Sanitätshandel erhalten Sie verschiedene Hilfsmittel gegen das Schnarchen, (zum Beispiel eine Schlafweste, Kinnbinde, Aufbiss-Schiene, Nasenpflaster oder -klammer) – lassen Sie sich beraten.

Apnoe: Behandlung durch Maske

Bessert sich das Schnarchen nicht und liegt tatsächlich eine Apnoe vor, sollten Sie diese behandeln lassen: Sehr gute Erfolge lassen sich mit Atemtherapiegeräten erzielen – auch wenn diese etwas gewöhnungsbedürftig sind.

Es werden vor allem "nasale Überdruckgeräte" eingesetzt, bei denen während des Schlafens über eine (mit dem Therapiegerät verbundene) Atemmaske sauerstoffreiche Luft mittels Überdruck in die Atemwege befördert wird. Diese werden dadurch von innen "geschient", fallen also nicht infolge der schlaffen Muskeln in sich zusammen, sondern bleiben offen. Diese Masken werden als nCPAP-Therapie oder nasale CPAP-Therapie bezeichnet (CPAP: Continous Positive Airway Pressure).

Der angewendete Druck der Schlafmaske wird bei jedem Patienten individuell bestimmt. Das Gerät wird vom Arzt verschrieben.

Schlafapnoe: Operation kann helfen

Es gibt mehrere operative Therapien, mit denen sich eine Schlafapnoe behandeln lässt. Diese OPs untergliedern sich grundsätzlich in zwei Arten:

  • stationäre Operation
  • ambulante Operation

In der Regel werden bei den Operationen Gewebeteile in Mund- und Rachenraum entfernt, um die Atmung zu erleichtern. Wie wirkungsvoll der Eingriff ist und wie lange eine Verbesserung durch die OP anhält, ist von der Operationsmethode und den individuellen Umständen des Patienten abhängig.

Aktualisiert: 08.03.2019 – Autor: Dagmar Reiche

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