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Otosklerose – Verlauf und Prognose

Verlauf und Prognose bei Otosklerose

Die Schwierigkeit bei der Behandlung einer Otosklerose liegt darin zu entscheiden, ob und wann operiert wird. Je früher der Eingriff erfolgt, desto einfacher gelingt er und desto höher sind die Erfolgsraten (Besserung des Hörvermögens bei mehr als 90 Prozent, bei vielen auch Verschwinden des Tinnitus). Allerdings können wie bei jeder Operation Komplikationen auftreten, was die Entscheidung für eine Operation zu einem Zeitpunkt, wenn das Gehör noch nicht allzu sehr beeinträchtigt ist, natürlich schwierig macht.

Komplikationen der Stapesplastik

Mögliche Früh- und Spätkomplikationen der Stapesplastik sind unter anderem: 

  • Schwindel (der meist vorübergeht)
  • flüchtige Geschmackstörungen
  • Schädigungen des Innenohrs bis zur Ertaubung
  • Tinnitus
  • Lähmungen des Gesichtsnervs (der in der Nähe des Operationsgebietes verläuft)
  • Verwachsungen (die evtl. einen erneuten Eingriff nötig machen)
  • Entzündungen
  • Fistelbildung in den Bogengängen des Innenohrs

Worauf muss der Erkrankte nach der OP achten?

Die ersten Tage nach einer Operation wird der Gehörgang mit einem Schwämmchen oder Gazestreifen ausgestopft, das mit antibiotischer Salbe getränkt ist. Der Patient muss etwa eine halbe bis eine Woche in der Klinik bleiben, krank geschrieben ist er meist 2-3 Wochen. In den ersten zwei Wochen sollte kein Wasser in die Ohren gelangen; deshalb sollten selbst beim Duschen eine Badehaube, Ohrenschützer oder ähnliches getragen werden.

Bis zur kompletten Ausheilung vergehen etwa 6 Wochen. In dieser Zeit sollte der Betroffene noch keine Flugreisen oder Tauchgänge unternehmen, da die Druckschwankungen dem Ohr schaden können. Manche Experten raten sogar, darauf 3 Monate zu verzichten. Bei einem Schnupfen sollten aus dem gleichen Grund abschwellende Nasentropfen genommen werden.

Aktualisiert: 23.01.2017 – Autor: Dagmar Reiche

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