Was ist nach der Corona-Impfung erlaubt?

Die Corona-Impfung bietet einen wirksamen Schutz vor schweren COVID-19-Verläufen und ist allgemein gut verträglich. Doch viele Menschen fragen sich, was nach der Impfung zu beachten ist. Sollte man den Impfarm kühlen, was können Taubheitsgefühle bedeuten und wie steht es mit Sport nach der Impfung?

Erfahren Sie hier, was nach der COVID-Impfung erlaubt ist und was Sie besser vermeiden sollten. Bei speziellen Fragen oder bei bereits bekannten Impfreaktionen informieren Sie sich am besten bei Ihrem*Ihrer Hausarzt*Hausärztin.

Übrigens: Die Impfreaktionen von Kindern unterscheiden sich nicht von denen von Erwachsenen.

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Schmerzmittel nach der Corona-Impfung

Frau mit Schmerztabletten © Getty Images/Grace Cary
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Das Robert Koch-Institut empfiehlt die Einnahme von Arzneimitteln, um mögliche Impffolgen wie Schmerzen und Fieber zu lindern. Bei Fieber und Schmerzen nach der Impfung helfen unter anderem:

Allerdings sollten nach der Impfung sechs Stunden bis zur Tabletten-Einnahme vergehen.

Für Kinder und Jugendliche empfehlen sich Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol. Die Medikation muss allerdings an Größe und Gewicht des Kindes angepasst werden. Informationen dazu finden sich auf der Packungsbeilage. Bei Unsicherheiten empfiehlt es sich, den*die Kinderarzt*Kinderärztin zu kontaktieren.

Schmerzen am Impfarm: Kühlen hilft

Frau kühlt Arm © Getty Images/AndreyPopov
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Bei leichten Hautrötungen und Schmerzen im geimpften Arm können regelmäßiges Kühlen oder kühlende Cremes helfen. Wichtig: Legen Sie ein Tuch oder ähnliches zwischen die Haut und das Kühlpack, um Hautschäden und Schmerzen durch die Kälte zu verhindern.

Auf Thrombose-Anzeichen achten

Frau kontrolliert Beine auf Thrombose-Anzeichen © Getty Images/Albina Gavrilovic
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Besonders nach der Impfung mit den Vektor-Impfstoffen von AstraZeneca und Johnson & Johnson sollte auf die Symptome einer Thrombose geachtet werden. Meist tritt die gefährliche, aber sehr seltene Sinusvenenthrombose vier bis 15 Tage nach der Impfung auf, Vorboten und Symptome sind:

  • Punktförmige Einblutungen (Petechien) und/oder blaue Flecken auf der Haut
  • Starke Kopfschmerzen
  • Lähmungserscheinungen und Taubheitsgefühl in Armen und Beinen oder im Gesicht
  • Sprachstörungen

Kribbeln und Taubheitsgefühle können in äußerst seltenen Fällen auch auf das Guillain-Barré-Syndrom hinweisen, eine sehr seltene mögliche Folge der Impfung. Treten derartige Symptome bei Ihnen auf, sollten Sie diese daher ärztlich abklären lassen.

Kein intensiver Sport nach der Corona-Impfung

Frau beim Joggen © Getty Images/Justin Case
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Der Körper und besonders das Immunsystem arbeiten nach einer Impfung auf Hochtouren. Viele Menschen sind daher nach der Impfung müde und schlapp. Um diesen Zustand nicht zu verschlimmern, wird empfohlen, am Tag der Impfung und am darauffolgenden Tag auf intensiven Sport und Belastungen zu verzichten.

Auch Kinder und Jugendliche sollten sich in den ersten Tagen nach der Impfung besser etwas ruhiger verhalten und Belastung und Sport meiden.

Kein Alkohol nach der Impfung

Frau mit Weinglas © Getty Images/Luis Alvarez
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Wie Sport kann auch Alkoholkonsum den Körper zusätzlich belasten und die Erschöpfung nach der Impfung noch verstärken. Um diese Folge zu vermeiden, sollte besonders am Tag der Impfung auf Alkohol verzichtet werden. Ausreichend Daten, ob und wie Alkoholkonsum die Wirksamkeit des Impfstoffs verringern könnte, liegen bis dato nicht vor.

Da der Körper und das Immunsystem durch die Impfung kurzfristig stärker belastet werden, empfehlen sich die Aufnahme von ausreichend Flüssigkeit (beispielsweise in Form von Wasser und Tee) und eine gesunde Ernährung.

Den Impfpass nicht in den sozialen Medien teilen

Impfpass © Getty Images/Zerbor
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Der Impfpass sollte nicht in den sozialen Medien geteilt werden. Dies hat mehrere Gründe:

  • Die Chargen-Nummer des Impfstoffs kann für gefälschte Impfpässe verwendet werden.
  • Das Datum kann Rückschlüsse auf die Priorisierungsstufe und somit die Zugehörigkeit zu Risikogruppen der geimpften Person ermöglichen.
  • Mithilfe der Chargen-Nummer und des Impfdatums können falsche Informationen zu den Nebenwirkungen auf der Impfplattform des Paul Ehrlich-Instituts veröffentlicht werden. Diese gefälschten Informationen können verwendet werden, um Zweifel an den Impfstoffen zu verbreiten.

Aktualisiert: 14.10.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin