Gürtelrose-Bilder: Symptome von Herpes Zoster erkennen

Eine Gürtelrose (Herpes Zoster) wird durch das Varizella-Zoster-Virus ausgelöst und beginnt oft mit grippeartigen Symptomen. Erst nach einigen Tagen tritt der charakteristische Hautausschlag auf, dessen Aussehen sich im Laufe der Erkrankung verändern kann. Zudem erscheint er, entgegen der landläufigen Meinung, nicht immer gürtelförmig und in Bereich von Leiste, Rücken oder Bauch. Stattdessen kommt es dort zum Ausschlag, wo Nervenstränge von der Infektion betroffen sind. Gürtelrose kann also durchaus auch im Gesicht, am Bein oder am Auge zu juckendem Hautausschlag führen.

Wie sieht eine Gürtelrose aus, kann eine Gürtelrose auch ohne Ausschlag auftreten und wie unterscheidet sich der Hautausschlag im Frühstadium und Endstadium? Die Bilder in unserer Fotostrecke bieten eine Hilfestellung, um Herpes Zoster leichter zu erkennen. Bei Verdacht auf Gürtelrose sollte umgehend ärztlicher Rat gesucht werden.

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Wie sieht eine Gürtelrose aus?

Bild von Gürtelrose © Getty Images/Phadungsakphoto
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Viele Menschen verbinden mit Gürtelrose einen gürtelförmigen Ausschlag am Rumpf. Tatsächlich breitet sich die Gürtelrose häufig von der Wirbelsäule aus wie ein Band um den Oberkörper oder Bauch aus. Das liegt daran, dass das Varizella-Zoster-Virus nach einer Windpocken-Infektion inaktiv in den sogenannten Ganglienzellen (häufig im Bereich des Rückenmarks) verbleibt und dort auch wieder ausbricht. Auch in den Hirnnerven kann sich das Virus einnisten.

Der Ausschlag ist zunächst rot, im Laufe der Erkrankung kommt es zur Entstehung von mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen, die später aufplatzen und verkrusten. In der Regel tritt der Ausschlag nicht am gesamten Körper auf, es können jedoch mehrere Körperteile gleichzeitig betroffen sein.

Gürtelrose im Frühstadium

Gürtelrose im Frühstadium © Getty Images/Joel Carillet
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Die Erkrankung beginnt mit unspezifischen Symptomen, wie einem allgemeinen Krankheitsgefühl, Kopf- und Gliederschmerzen. Auch leichtes Fieber tritt meist auf. Nach drei bis fünf Tagen kommt es zu dumpfen, ziehenden oder stechenden Nervenschmerzen sowie dem typischen Hautausschlag. Dieser besteht im Anfangsstadium der Gürtelrose aus roten, juckenden, ovalen bis runden Hautknötchen (Papeln). Bläschen sind zu Beginn noch nicht zu sehen. Diese kommen erst später.

Gürtelrose im Gesicht

Gürtelrose im Gesicht © shutterstock, apopova16
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Gürtelrose kann auch im Gesicht auftreten. Sind Gesichtsnerven von der Erkrankung betroffen, können zu den typischen Symptomen auch Lähmungserscheinungen im Gesicht kommen. Zudem kann die Infektion auf den sogenannten Nervus trigeminus übergreifen und so Beschwerden an Stirn, Auge und Nase verursachen. Bei Gürtelrose im Gesicht spricht man auch von "Gesichtsrose".

Gürtelrose am Auge

Gürtelrose am Auge © shutterstock, VideoBCN
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Tritt Gürtelrose am Auge auf, kann das Virus dort eine Bindehaut- oder Hornhautentzündung verursachen. Ist auch der Sehnerv vom Infekt betroffen, können zudem Sehstörungen auftreten. Gürtelrose am Auge kann durch eine Infektion des Nervus ophthalmicus ausgelöst werden und wird deshalb auch als Zoster ophthalmicus bezeichnet.

Gürtelrose am Ohr

Gürtelrose am Ohr © shutterstock, Thavon Phumijan
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Der Zoster oticus, oder Gürtelrose im oder am Ohr, zeigt sich durch Symptome wie Hörverlust, Schwindel sowie Hautausschlag im äußeren Gehörgang und auf der Ohrmuschel. Tritt Gürtelrose am Ohr auf, sind häufig auch Gesichtsnerven vom Virus befallen.

Gürtelrose an der Nase

Gürtelrose an der Nase © shutterstock, ARZTSAMUI
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Bei Beschwerden an der Nase ist entweder der Nervus ophthalmicus, der Nervus trigeminus oder der Nervus nasociliaris von der Gürtelrose betroffen. Der Ausschlag tritt an der Nasenspitze und seitlich der Nase auf. Häufig sind Auge und Nase gleichzeitig von der Infektion betroffen.

Gürtelrose am Hals

Gürtelrose am Hals © shutterstock, Toey Toey
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Der Ausschlag bei einer Gürtelrose kann auch den Hals betreffen. Meist geht dies mit einer Infektion der Nerven im Gesicht einher.

Gürtelrose an oder unter der Brust

Gürtelrose an oder unter der Brust © Getty Images/Martin Dr. Baumgartner
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Gürtelrose tritt häufig an oder unter der Brust bin hin zum Bauch auf. Dies ist meist der Fall, wenn sich das Virus über die Ganglienzellen des Rückenmarks im Körper ausbreitet.

Gürtelrose am Rücken

Gürtelrose am Rücken © Getty Images/SneSivan
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Neben den Hirnnerven verbleibt das Varizella-Zoster-Virus häufig in den Zellen des Rückenmarks inaktiv im Körper. Bricht das Virus aus, beginnt der Ausschlag häufig am Rücken.

Gürtelrose an der Hand

Gürtelrose an der Hand © Getty Images/Toa55
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Das Herpes Zoster Virus wandert entlang der Nervenbahnen des Rückenmarks oder der Hirnnerven durch den Körper. Insofern kann Gürtelrose auch an der Hand auftreten. Dies ist jedoch eher selten der Fall.

Gürtelrose am Bein

Gürtelrose am Bein © Getty Images/Ultrakwang
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Auch am Bein kommt es im Vergleich zu Gesicht, Hals, Rücken oder Rumpf weniger häufig zu einer Gürtelrose.

Gürtelrose im Endstadium

Gürtelrose im Endstadium © shutterstock, iweevy
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Im Laufe der Erkrankung haben sich auf dem Ausschlag mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen gebildet. Diese Flüssigkeit trübt sich ein, bevor die Bläschen letztendlich aufbrechen. Die austretende Flüssigkeit ist hochinfektiös. Trocknen die Bläschen ein, kommt es auf der Haut zur Bildung von Krusten.

Gürtelrose ohne Ausschlag

Gürtelrose ohne Ausschlag © Getty Images/EMS-FORSTER-PRODUCTIONS
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Nicht immer muss es im Rahmen einer Gürtelrose-Infektion zu Ausschlag kommen. Diese Form der Gürtelrose wird als Zoster sine herpete bezeichnet. Zwar kommt es zusätzlich zu anderen Symptomen der Gürtelrose zu Schmerzen auf der Haut, allerdings ohne die sonst charakteristischen Hautveränderungen.

Aktualisiert: 03.11.2021