Herpes – Ursachen

Herpes an der Lippe © iStock.com/LeventKonuk

Herpesviren sind weltweit verbreitet. Bei den Ursachen muss man unterscheiden zwischen dem Grund für die erstmalige Ansteckung und den Auslösern für die später immer wieder erfolgenden Ausbrüche, die sich beispielsweise in Form von Lippenbläschen oder auch Herpes an der Nase oder im Genitalbereich äußern.

Herpes-Ursache: Infektion erfolgt meist im Kindesalter

Die Ursache für eine Herpes-Infektion geht immer auf eine Ansteckung zurück. Man weiß nicht genau, wie viele Menschen das Herpes-simplex-Virus in sich tragen, schätzt aber, dass ein großer Teil infiziert ist: rund 85 Prozent mit Typ 1 und 25 Prozent mit Typ 2. Das Virus bleibt lebenslang im Körper. Bei den meisten Menschen verläuft die Erstinfektion (die überwiegend bereits im Kindesalter stattfindet) unbemerkt, und nur bei einem Teil der Virusträger kommt es zu den bekannten immer wiederkehrenden Ausbrüchen.

Herpes-Viren werden von dem Inhalt der Bläschen durch direkten Kontakt, beispielsweise beim Küssen oder durch Tröpfchen beim Husten oder Niesen, übertragen. Auch das gemeinsame Benutzen eines Handtuches oder Trinkglases kann zur Infektion führen.

Auslöser der akuten Herpes-Ausbrüche

Durch unterschiedliche Auslöser können die im Körper schlummernden Viren entlang der Nervenbahnen zurück zu Haut und Lippen wandern, dann kommt es zu den typischen Lippenbläschen. Herpes-Ausbrüche werden durch Belastungen ausgelöst – körperliche oder seelische. Besonders oft treten sie bei akuten und vor allem fieberhaften Krankheiten auf, bei denen das Immunsystem mit der Abwehr von anderen Erreger in Beschlag genommen ist. Daher rührt auch der volkstümliche Name Fieberbläschen.

Auch starke Sonneneinstrahlung, Verletzungen oder die Periodenblutung sind Situationen, in denen es häufig zu Lippenherpes kommt. Selbst seelischer Stress wie Ekel, Schreck oder Angst können eine Attacke auslösen.

Die häufigsten Auslöser von Herpes sind:

  • Fieber, Erkältung oder Grippe
  • geschwächte Immunabwehr (zum Beispiel bei schweren Erkrankungen oder nach Operationen)
  • Sonneneinstrahlung, besonders im Hochgebirge oder am Meer
  • Mechanische Reizungen oder Verletzungen, zum Beispiel zahnärztliche Behandlung
  • Menstruation
  • Stress oder Kummer
  • Ekelgefühle
  • Temperaturschwankungen
  • Hygienemängel
ICD-Codes für diese Krankheit:
ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für Diagnosen, die Sie z.B. auf Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen finden.
B00

Aktualisiert: 21.07.2020 - Autor: Dagmar Reiche; überarbeitet: Silke Hamann

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