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Knocheninfektionen – Symptome und Diagnose

Wie äußert sich eine akute Knocheninfektion?

Eine Knocheninfektion zeigt nicht immer typische Symptome, was das Erkennen der Krankheit erschwert. Bei einer akuten Erkrankung kann hohes Fieber in Verbindung mit einem starken allgemeinen Krankheitsgefühl auftreten. Der betroffene Abschnitt des Knochens tut sehr weh und ist oft auch angeschwollen. Wenn die Entzündung nicht nur den Knochen, sondern ein ganzes Gelenk betrifft, schmerzt dieses ebenfalls und seine Beweglichkeit ist eingeschränkt.

Wie äußert sich eine chronische Knocheninfektion?

Bei einer chronischen Knocheninfektion treten die Symptome erst spät auf, abhängig von der Aktivität der Infektion. Allgemeinsymptome wie Fieber und Krankheitsgefühl fehlen hier häufig. Betroffene klagen eher über Schmerzen bei Belastung oder in Ruhe sowie über eine eingeschränkte Beweglichkeit der benachbarten Gelenke. Die Haut über dem betroffenen Bereich kann gerötet, erwärmt oder gespannt sein.

Als Komplikation kann eine Fistel auftreten: Das ist ein Gang, der sich zwischen dem erkrankten Knochen und der Körperoberfläche bildet. Er kann auch Sekret absondern. Die Haut in der Umgebung der Fistel ist oft tief eingezogen und sehr dünn.

Wie erkennt der Arzt eine Knocheninfektion?

Bei der Anamnese informiert sich der Arzt zunächst über die Krankengeschichte des Patienten, um Hinweise für eine Knocheninfektion zu entdecken. Wurde in letzter Zeit eine Operation durchgeführt? Gab es vielleicht einen Unfall mit einem offenen Bruch? Bei Kindern fragt er eventuell nach einer Mittelohrentzündung oder einer Kinderkrankheit wie Scharlach.

Anhand der Blutwerte stellt der Arzt danach fest, ob eine Entzündung im Körper vorliegt. Bei einer chronischen Knocheninfektion ist diese Methode allerdings unsicher, da hier die Entzündungswerte im Blut nicht immer deutlich erhöht sind. Auf dem Röntgenbild sieht der Arzt Veränderungen der Knochenstruktur. Im akuten Stadium der Krankheit ist das Röntgenbild allerdings häufig unauffällig, der für eine Infektion typische Knochenabbau tritt erst im späteren Krankheitsverlauf auf.

Auch in einer Ultraschalluntersuchung oder einer Magnetresonanztomographie kann man sehen, wie weit die Erkrankung den Knochen angegriffen hat und welche Strukturen betroffen sind. Um den genauen Erreger der Infektion festzustellen, führt der Arzt eine Punktion durch. So gewinnt er Flüssigkeit direkt aus dem Entzündungsherd. Im Labor wird dann festgestellt, um welches Bakterium es sich handelt. Dies ist für die weitere Behandlung mit einem Antibiotikum besonders wichtig.

Aktualisiert: 24.10.2017 – Autor: Nathalie Blanck

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