Schleimbeutelentzündung im Knie

Eine Schleimbeutelentzündung tritt häufig in besonders stark belasteten Gelenken auf. Zu diesen zählen die Schulter, der Ellenbogen, die Hüfte und das Knie. Erfahren Sie im Folgenden mehr über spezifische Symptome und Behandlungsmöglichkeiten einer Schleimbeutelentzündung in den jeweiligen Gelenken.

Schleimbeutelentzündung in der Schulter

Unter Schleimbeutelentzündungen in der Schulter leiden besonders Berufsgruppen, die häufig über dem Kopf arbeiten, etwa Hausmeister oder Maler. Aber auch Tätigkeiten im Haushalt, bei denen der Arm immer wieder über die Waagerechte hinaus angehoben wird, wie beispielsweise beim Fensterputzen, können eine Schleimbeutelentzündung in der Schulter verursachen.

Meist ist der Schleimbeutel unter der Schulterhöhe von der Entzündung betroffen – diese Form der Schleimbeutelentzündung wird auch als Bursitis subacromialis bezeichnet. Sie ist durch starke Schmerzen in der Schulter, die vor allem nachts auftreten, gekennzeichnet. Um die Schmerzen zu lindern, werden häufig nicht nur Schmerztabletten, sondern auch entzündungshemmende Spritzen eingesetzt.

Schleimbeutelentzündung im Ellenbogen

Der Schleimbeutel des Ellenbogens liegt direkt unter der Haut und ist somit besonders anfällig für Entzündungen. Meist wird eine Schleimbeutelentzündung im Ellenbogen durch eine Dauerreizung hervorgerufen – beispielsweise, weil die Ellenbogen beim Lesen oder Arbeiten ständig abgestützt werden. Diese Form der chronischen Schleimbeutelentzündung wird auch als Studentenellenbogen bezeichnet.

Der Schleimbeutel am Ellenbogen ist jedoch auch empfindlich für Entzündungen, die durch Verletzungen hervorgerufen werden: Durch einen Sturz auf den Ellenbogen oder eine offene Wunde, durch die Bakterien eindringen, kann es schnell zu einer Entzündung kommen.

Schleimbeutelentzündung an der Hüfte

Rund um das Hüftgelenk existiert eine Vielzahl von Schleimbeuteln. Tritt eine Entzündung auf, macht sich diese meist im oberen Bereich des Oberschenkelknochens an der Verbindung zur Hüfte bemerkbar. Die Schmerzen, die durch die Entzündung hervorgerufen werden, können bis ins Gesäß ausstrahlen.

Schleimbeutelentzündung im Knie

Die drei Hauptschleimbeutel des Knies sind ebenso wie der Schleimbeutel des Ellenbogens aufgrund ihrer Lage direkt unter der Haut besonders anfällig für Schleimbeutelentzündungen. Je nachdem, welcher Schleimbeutel entzündet ist, wird im Knie zwischen drei verschiedenen Entzündungen unterschieden:

  • Bursitis praepatellaris: Bei dieser Form ist der Schleimbeutel, der auf der Kniescheibe liegt und als Puffer zwischen Haut und Kniescheibe dient, betroffen.
  • Bursitis infrapatellaris: Bei dieser Form ist der Schleimbeutel, der unterhalb der Kniescheibe liegt, betroffen.
  • Pes-anserinus-Bursitis: Bei dieser Form ist der Schleimbeutel, der sich unterhalb des sogenannten Pes anserinus (Gänsefuß) befindet, betroffen.

Meist wird eine Schleimbeutelentzündung im Knie durch häufiges Hinknien verursacht.

Einer Schleimbeutelentzündung vorbeugen

Um einer Schleimbeutelentzündung vorzubeugen, sollte wiederholter Druck auf bestimmte Gelenke vermieden werden. Ansonsten kann durch die ständige Belastung eine Entzündung entstehen.

Bestimmte Berufsgruppen, die aufgrund von gelenkbelastenden Tätigkeiten besonders gefährdet sind – etwa Fliesenleger – sollten sich durch Hilfsmittel wie Knie- oder Ellenbogenschoner schützen. Für Personen mit Bürojobs empfehlen sich gepolsterte Stühle und Unterarmunterlagen. Tritt eine Schleimbeutelentzündung dagegen durch sportliche Belastungen auf, sollte besonders auf gelenkschonende Laufschuhe sowie eine saubere Bewegungsausführung geachtet werden.

Treten erste Beschwerden in Schulter, Ellenbogen oder Knie auf, sollte die belastende Bewegung vermieden sowie das Gelenk einige Zeit gekühlt und ruhiggestellt werden. So lässt sich häufig eine ausgewachsene Schleimbeutelentzündung verhindern.

Aktualisiert: 23.08.2012 – Autor: Kathrin Mehner

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