Hautkrebs an Bildern erkennen

Bei Hautkrebs gibt es zwei Formen, den weißen und schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom). Wie Sie Hautkrebs erkennen können und welche Rolle dabei die ABCDE-Regel spielt, erfahren Sie anhand dieser Fotostrecke. Als Hauptrisikofaktor für Hautkrebs gilt UV-Strahlung durch die Sonne. Meist bildet sich weißer oder schwarzer Hautkrebs daher auch auf den sogenannten Sonnenterrassen, also den Körperstellen, die besonders häufig direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Dazu zählen der gesamte Kopf-Hals-Bereich, die Schultern, das Dekolleté und der Rücken.

Tückisch an Hautkrebs ist, dass Betroffene in der Regel keine körperlichen Symptome spüren. Die Diagnose wird häufig im Rahmen der Hautkrebsvorsorge gestellt oder wenn Betroffene veränderte Hautstellen oder Leberflecke entdecken. Dabei hilft auch die ABCDE-Regel.

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Wie erkennt man, ob es ein Leberfleck oder Melanom ist?

Hautkrebs auf der Haut © iStock.com/jax10289
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Ob es sich beim Leberfleck um einen verdächtigen Kandidaten handelt, kann man mit der ABCD(E)-Regel feststellen:

  • A für Asymmetrie
  • B für Begrenzung
  • C für Farbe (colour)
  • D für Durchmesser
  • E für Erhabenheit

Diese Fotostrecke kann keinen Arztbesuch ersetzen und soll Ihnen nur Hinweise liefern, wenn Sie Hautveränderungen an sich feststellen. Sind Sie unsicher, was hinter den Veränderungen stecken könnte, suchen Sie frühzeitig Ihren Hausarzt oder Hautarzt auf.

Hautkrebs: A wie Asymmetrie

Asymmetrischer Leberfleck © iStock.com/Manuel-F-O
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Wenn ein Leberfleck nicht mehr rund ist, sondern eine Hälfte anders aussieht als die andere, kann das nach der ABCDE-Regel ein Hinweis auf ein malignes Melanom sein. Typisch für schwarzen Hautkrebs ist eine asymmetrische Form: Der Leberfleck ist ungleichmäßig rund, oval oder länglich oder hat seine zuvor symmetrische Form verändert. In jedem Fall sollten Sie besser frühzeitig einen Hautarzt aufsuchen.

Hautkrebs: B wie Begrenzung

Ausgefranste Ränder bei Hautkrebs © iStock.com/jamesbenet
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Wenn der Hautfleck unebene Ränder hat oder eine verwaschene oder gezackte Begrenzung, kann das nach der ABCDE-Regel auf Hautkrebs hindeuten. Auch eine ausgefranste Form des Leberflecks kann ein Zeichen für ein malignes Melanom sein.

Hautkrebs: C wie Colour (Farbe)

Hautkrebs zeigt sich durch veränderte Farbe © iStock.com/sdigital
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Achten Sie auf Hautflecken, die unterschiedlich und nicht gleichmäßig gefärbt sind. Bei schwarzem Hautkrebs kann es hellere und dunklere Farbverläufe oder Bereiche innerhalb des Hautflecks geben, möglich sind auch rosa, graue oder schwarze Punkte. All solche Veränderungen fallen unter das Kriterium "C" wie colour (engl. für Farbe) der ABCDE-Regel.

 

Hautkrebs: D wie Durchmesser

Leberfleck mit unregelmäßigem Rand © iStock.com/jamesbenet
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Neben Form und Farbe spielt auch die Größe von Hautflecken eine Rolle: Leberflecken und Hautflecken, die größer als fünf Millimeter im Durchmesser sind oder die Form einer Halbkugel haben, sollten von einem Hautarzt untersucht werden. Diese Faustregel gilt allerdings nicht ausschließlich, denn es gibt auch Hautkrebs, der einen kleineren Durchmesser hat.

Hautkrebs: E wie Erhaben

Arzt untersucht erhabenen Leberfleck © iStock.com/jax10289
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Das letzte Kriterium der ABCDE-Regel besagt, dass ein Leberfleck, der mehr als einen Millimeter über die Haut ragt, ein Hinweis auf Hautkrebs sein kann. Dieses Kriterium ist nicht leicht zu erkennen, da auch normale Leberflecken hervorstehen können. Ist die Oberfläche des erhabenen Hautflecks rau, entzündet, schuppt oder verändert sich, sollten Sie besser einen Hautarzt aufsuchen.

Hautkrebs an ungewöhnlichen Stellen

Hautkrebs unter Zehennagel © iStock.com/sdigital
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Die häufigsten Stellen an denen sich Hautkrebs bildet, sind die sogenannten Sonnenterrassen. Bestimmte Körperstellen sind der Sonne und ihrer schädlichen UV-Strahlung besonders oft ausgesetzt. Das sind vor allem Regionen im Kopf-Hals-Bereich und der Fußrücken:

  • Kopfhaut (ohne Haare)
  • Scheitel
  • Nasenrücken
  • Augenpartie
  • Wangen
  • Ohren
  • Lippen
  • Schultern
  • Rücken
  • Dekolleté
  • Fußrücken

Daneben kann sich Hautkrebs aber auch an anderen Stellen bilden, wie zum Beispiel im Auge, auf den Fußsohlen, der Pofalte oder unter dem Zehennagel. Checken Sie sich daher regelmäßig von Kopf bis Fuß auf Hautveränderungen.

Hautkrebs: Basalzellkarzinom

Basalzellkarzinom auf der Haut © iStock.com/OGphoto
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Das Basaliom, auch Basalzellenkrebs oder Basalzellkarzinom genannt, zählt zum weißen Hautkrebs und ist die häufigste Art von Hautkrebs. Im Gegensatz zu vielen anderen Krebsarten bildet das Basalzellkarzinom nur selten Metastasen.

In den meisten Fällen bildet sich ein Basaliom an Hautstellen der Sonnenterrassen, die oft direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Am stärksten betroffen sind: Nase, Stirn, Wangen, Augenlider, Ohrmuschel und Kopfhaut.

Hautkrebs: Plattenepithelkarzinom

Plattenepithelkarzinom auf der Haut © iStock.com/JodiJacobson
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Ebenfalls eine Form von weißem Hautkrebs und insgesamt die zweithäufigste Art von Hautkrebs ist das Plattenepithelkarzinom. Es bildet sich in der Epidermis, der obersten Hautschicht und wächst unbehandelt in die darunter liegende Hautschicht. 

Im Gegensatz zum Basaliom hat das Plattenepithelkarzinom ein größeres Potenzial zur Bildung von Metastasen, sodass sich bei dieser Art von Hautkrebs Tochtergeschwulste in anderen Organen bilden können.

ICD-Codes für diese Krankheit:
ICD-Codes sind international gültige Verschlüsselungen für Diagnosen, die Sie z.B. auf Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen finden.
C43.-, C44.-

Aktualisiert: 05.05.2021 - Autor: Dagmar Schüller, Medizinredakteurin und Dipl.-Trophologin

Schwarzer Hautkrebs (Malignes Melanom)

Das auch als Schwarzer Hautkrebs bekannte Maligne Melanom ist der bösartigste Hautkrebs. Schwarzer Hautkrebs bildet häufig Tochtergeschwülste (Metastasen). In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 20.000 Menschen neu daran. Die Zahl der Melanom-Patienten verdoppelt sich derzeit alle zehn Jahre. Über 2.000 Menschen sterben jährlich an dieser Krankheit. Anders als beim Basalzellkrebs oder beim Stachelzellkrebs, deren Entstehung von einer über viele Jahre aufgenommenen UV-Gesamtdosis abhängt, scheinen kurze, intensive UV-Belastungen die Ursache beim Malignen Melanom zu sein. Wer gehört zur Risikogruppe? Den höchsten Risikofaktor für das Maligne Melanom der Haut stellt die Anzahl der (am gesamten Körper) vorhandenen Pigmentmale dar. Menschen mit mehr als 40 Pigmentmalen oder atypischen Pigmentmalen tragen ein 7- bis 15-fach höheres Risiko, am Malignen Melanom zu erkranken. Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend erhöhen das Risiko, an Schwarzem Hautkrebs zu erkranken, um das Zwei- bis Dreifache. Neben der UV-Bestrahlung spielt auch die genetische Veranlagung eine Rolle. Personen mit hellem Hauttyp (insbesondere Hauttyp I und II), mit rötlichen bzw. blonden Haaren, mit Neigung zu Sommersprossen, Sonnenflecken oder einem familiären Malignen Melanom haben, je nach Kombination der Risikofaktoren, ein mehr als 100-fach erhöhtes Risiko, im Verlauf ihres Lebens einen schwarzen Hautkrebs zu entwickeln. Malignes Melanom Maligne Melanome können auf den ersten Blick harmlosen Pigmentmalen ähneln. Bei einer genaueren Untersuchung nach der A-B-C-D-Regel können sie aber als bösartig erkannt werden. Sie treten zu 80 Prozent an normalerweise bekleideten Körperstellen auf und können auch am behaarten Kopf, unter Finger- und Fußnägeln wie auch an den Fußsohlen entstehen. Bei Verdacht auf ein Malignes Melanom werden auffällige Pigmentmale vom Hautarzt entfernt und feingeweblich untersucht. Bestätigt sich der Verdacht, richtet sich die Behandlung des Malignen Melanoms nach der Tumordicke. Besonders häufig erkranken Menschen im Alter zwischen 40 und 50 Jahren am Malignen Melanom. Doch auch zwanzigjährige Patienten mit malignem Melanom sind aufgrund des geänderten Sonnenverhaltens heute keine Seltenheit mehr. mehr

Basaliom (Basalzellkrebs)

Basaliom Der Basalzellkrebs ist der häufigste bösartige Tumor der Haut. Circa 80.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland neu an einem Basaliom (Basalzellkrebs). Alle 10 bis 15 Jahre verdoppeln sich die Neuerkrankungszahlen. Die Ursache für ein Basaliom ist die langjährige intensive Sonnenbestrahlung. Risikogruppen Besonders betroffen sind deshalb Personen, die im Freien arbeiten oder sich in ihrer Freizeit intensiv der UV-Strahlung aussetzen. Aber auch Menschen mit heller Haut, blonden oder roten Haaren und blauen Augen tragen ein erhöhtes Risiko. Zwar bildet der Basalzellkrebs keine Tochtergeschwülste, doch frisst er sich langsam durch Haut und Knochen, wenn er nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Er entsteht aus den Basalzellen, die sich in der untersten Schicht der Oberhaut (Epidermis) befinden, und kann überall am Körper entstehen. Basalzellkrebs: Therapie und Formen Meist beginnt ein Basaliom als sehr kleiner porzellanfarbener Knoten, durchzogen mit winzigen Blutgefäßen. Später sinkt die Oberfläche dieses Knotens in der Mitte ein. Es entsteht eine Mulde mit wallartigem Rand. Der Basalzellkrebs kann aber auch andere Formen annehmen. Am häufigsten tritt ein Basaliom auf den sogenannten Sonnenterrassen auf. Das sind die Körperstellen, die häufig der UV-Strahlung ausgesetzt sind, wie z. B. Nase, Ohren, Unterlippen, Nacken und Hände. Basalzellkrebs braucht Jahrzehnte, bis er sich entwickelt. Am häufigsten erkranken deshalb Menschen um das 60. Lebensjahr. Unser geändertes Freizeitverhalten hat aber dazu geführt, dass zunehmend auch schon sehr viel jüngere Menschen am Basalzellkrebs erkranken. Wird der Basalzellkrebs im Frühstadium entfernt, ist die Behandlung einfach und es bestehen sehr gute Heilungsaussichten. Der Basalzellkrebs metastasiert nicht. Aber: Je größer der Tumor ist, desto umfangreicher ist die unbedingt erforderliche Behandlung. Hier wird meistens ein plastischer rekonstruktiver Eingriff zur Behandlung von Basalzellkrebs (Basaliom) notwendig. mehr

Plattenepithelkarzinom (Spinaliom)

Plattenepithelkarzinome Das Plattenepithelkarzinom ist ein bösartiger Hauttumor, der auch unter Stachelzellkrebs oder Spinaliom bekannt ist. Plattenepithelkarzinome sind die zweithäufigste bösartige Art von Hautkrebs. Circa 22.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland neu an Stachelzellkrebs, Tendenz steigend. Bei diesem Hautkrebs gibt es eine Vorstufe, die aktinische Keratose genannt wird. Aktinische Keratose kann der erste Schritt zum Plattenepithelkarzinom sein und tritt an jenen Körperstellen auf, die häufig der Sonne ausgesetzt sind: Nase, Stirn, Schläfen, Unterlippe und Handrücken. Bei Männern sind besonders auch Ohren, Nacken und gegebenenfalls Glatze gefährdet. Wer ist betroffen? Wer sich über viele Jahre intensiver UV-Strahlung aussetzt, kann an einem Stachelzellkrebs erkranken. Besonders betroffen von Stachelzellkrebs sind deshalb Personen, die im Freien arbeiten oder regelmäßig Sonnenbäder nehmen. Aber auch Menschen mit heller Haut, blonden oder roten Haaren und blauen oder grünen Augen tragen ein erhöhtes Risiko.  Aktinische Keratose als Vorstufe von Stachelzellkrebs Typisch für die aktinische Keratose ist eine schuppige oder krustige Erhebung auf der Hautoberfläche, die sich wie Sandpapier anfühlt. Sie ist nicht bösartig und lässt sich sehr gut behandeln, z.B. mit speziell hierfür entwickelten Salben und der photodynamischen Therapie. Wird die aktinische Keratose nicht entfernt, besteht ein erhöhtes Risiko, dass daraus Stachelzellkrebs entsteht, da circa zehn Prozent der aktinischen Keratosen im Laufe der zu erwartenden Lebensspanne entartet. Dies geschieht in etwa fünf Prozent der Fälle. Am häufigsten erkranken Menschen um das 70. Lebensjahr an Stachelzellkrebs. Aufgrund der geänderten Freizeitgewohnheiten tritt ein Plattenepithelkarzinom aber zunehmend auch bei jüngeren Patienten auf. mehr