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Lungenembolie – Symptome und Diagnose

Lungenembolie: Gefährdete Personengruppen

Folgende Personengruppen sind einem höheren Risiko ausgesetzt, eine Lungenembolie zu erleiden:

  • Bettlägerige und immobile Menschen sind besonders gefährdet für eine Venenthrombose und damit auch eine Lungenembolie.
  • Nach einer Operation ist die Gefahr für eine Thrombose sehr hoch; steht der Betroffene dann auf oder presst stark beim Stuhlgang, kann sich ein Gerinnsel ablösen und in die Lunge gelangen.
  • Patienten mit Krampfadern oder mit Herzerkrankungen sind verstärkt gefährdet.
  • Übergewicht und die Pille erhöhen das Risiko einer Lungenembolie ebenfalls, insbesondere in Kombination mit Rauchen.
  • Bei Drogenabhängigen, die sich ihr Suchtmittel spritzen, treten Embolien gehäuft auf.
  • Bei Schwangeren ist das Risiko auf das Fünffache erhöht.

Daneben gibt es einige Krankheiten, bei denen die Gerinnungsneigung des Blutes erhöht ist, so zum Beispiel Leberzirrhose und manche bösartige Tumoren. Solche Patienten sind beispielsweise bei Langstreckenflügen – bei denen man lange in einer Position sitzt, bei der Beinvenen abgeknickt sind – besonders gefährdet.

Lungenembolie: Symptome und Anzeichen

Die Spanne der Symptome einer Lungenembolie reicht – je nach Anzahl und Größe der betroffenen Gefäße und abhängig davon, wie schnell sich diese verschließen – von leichter Luftnot bis hin zu starken Atembeschwerden, Husten, Brustschmerzen, Beklemmungsgefühl, Todesangst, Herzrasen und Schocksymptomen wie Bewusstseinsverlust und Herz-Kreislauf-Stillstand.

Oft gehen einer großen Embolie mehrere kleine voraus, die sich durch Anzeichen wie kurzzeitige Schwindelanfälle, Herzstolpern und Herzrasen bemerkbar machen. Treten daneben Anzeichen einer Venenthrombose auf (geschwollenes, warmes Bein mit Spannungsgefühl oder Schmerzen), sollte auch bei solch diskreten Symptomen auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Wie wird die Diagnose Lungenembolie gestellt?

Bei der Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) und der körperlichen Untersuchung wird – neben dem Erfragen der aktuellen Beschwerden – vor allem nach Risikofaktoren und Anzeichen für eine Thrombose gefahndet. Erste Hinweise auf eine Embolie können sich beim Abhören von Herz und Lunge ergeben.

Bei den Laboruntersuchungen sind vor allem die Blutgase, Gerinnungswerte und D-Dimere von Bedeutung. Erstere geben einen Eindruck über die Sauerstoffversorgung des Körpers und damit den Schweregrad der möglichen Embolie, die Gerinnungswerte geben Hinweise auf bestimmte Risikofaktoren, eine Erhöhung der D-Dimere zeigt, dass eine verstärkte Aktivität der Fibrinolyse, also des Abbaus von Blutgerinnseln besteht. Eine normale Röntgenuntersuchung der Lunge und ein EKG sind eher unspezifisch und verstärken allenfalls den Verdacht oder schließen andere Ursachen aus.

Eine Ultraschalluntersuchung kann Hinweise auf die Belastung des rechten Herzens geben; manchmal lässt sich auch ein großes Gerinnsel zeigen. Mit der Lungenszintigrafie, bei der radioaktive markierte Substanzen gespritzt werden, lassen sich Durchblutung und Belüftung der Lunge einschätzen und ins Verhältnis setzen. Bestimmte Bilder sprechen für eine Lungenembolie, erlauben aber keine definitive Diagnose.

Dafür besser geeignet ist die CT-Angiografie, bei der ein Röntgenkontrastmittel – wie beim Blutabnehmen – in die Vene gespritzt und dessen Anreicherung in den Gefäßen im Spiral-CT dargestellt wird. Kleine Embolien in den Randgebieten lassen sich damit allerdings nicht zeigen – dafür muss dann ein Katheter über die Arterie eingeführt werden (Pulmonalisangiografie).

Aktualisiert: 14.06.2017 – Autor: Dagmar Reiche

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